Kompakte Empfangskarte der Einstiegs- und Mittelklasse von NovaStar für Indoor- und Outdoor-LED-Wände, mit soliden Kalibrierfunktionen.
NovaStar · universelle kompakte Empfangskarte
NovaStar A5s Plus LED-Empfangskarte
Die A5s Plus ist eine universelle, kompakte NovaStar-Empfangskarte, die mit PWM-Treiber-IC bei 8-Bit-Videoquellen auf einer Karte Auflösungen bis 512 × 384 Pixel und bei 10/12-Bit-Quellen bis 256 × 384 Pixel bei 60 Hz verarbeitet. Mit herkömmlichem (common) Treiber-IC sinken diese Werte auf 384 × 384 bzw. 192 × 384 Pixel.
Sie unterstützt das Color Management von NovaStar (Rec.709/DCI-P3/Rec.2020 und individuelle Farbräume), die Graustufenverbesserung 18bit+, die pixelgenaue Helligkeits- und Farbkalibrierung sowie die Nahtkorrektur per Mobiltelefon (mit einem Gerät der TU-Reihe). Dank der hochdichten Steckverbinder ist sie staub- und vibrationsfest und nimmt 32 Gruppen paralleler oder 64 Gruppen serieller RGB-Daten entgegen (erweiterbar auf 128 Gruppen).
Wo die A5s Plus im LED-Wand-System sitzt
Sie sitzt am Ende des Signalwegs, im Inneren des Kabinetts: Sendekarte (MCTRL300, VX400/VX600 oder eine Taurus-Box) → Cat5e/Cat6 → A5s Plus → HUB-Platine → HUB75-Flachbandkabel → LED-Modul. Auf einen Gigabit-Ethernet-Port passen bei 60 Hz und 8-Bit-Quellen rund 650 000 Pixel, an diesen Port lassen sich also 3–4 solcher Karten in Reihe hängen, bei höchstens etwa 100 Metern Kupferverkabelung. Datenseitig gibt sie 32 Gruppen parallele oder 64 Gruppen serielle RGB-Daten aus (erweiterbar auf 128): Die parallele Belegung gehört zu den herkömmlichen HUB75-Modulen, die serielle zu Panels mit höherer Pixeldichte und eigenem Treiber. Ihre Abmessungen betragen 70 × 45 mm, ihr Steckverbinder ist hochdicht, deshalb ist zwischen ihr und dem HUB75 des Moduls immer eine HUB-Platine nötig. Sie arbeitet ausschließlich mit NovaStar-Sendern und der Software NovaLCT.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Kleine bis mittelgroße, preissensible Indoor-/Outdoor-LED-Wände, die die NovaStar-Softwareumgebung (NovaLCT) brauchen, aber nicht die Kapazität der Spitzenmodelle A8s/A10s Pro.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Die tatsächlich mögliche Auflösung hängt stark vom Typ des Treiber-ICs (PWM vs. common) und von der Bittiefe ab – das ist zusammen mit dem Datenblatt des Moduls zu prüfen.
Die A5s Plus in der Praxis
Ihre Adresse erhält die Karte nicht über einen Schalter, sondern aus der Software: Auf der Seite `Screen Configuration` → `Screen Connection` in NovaLCT wird die Kabinettkarte gezeichnet, also welcher Port welche Karte in welcher Reihenfolge sieht. Scanmodus und HUB-Belegung lassen sich über den Assistenten `Smart Settings` erfassen oder – schneller und sicherer – über die vom Kabinetthersteller gelieferte Konfigurationsdatei .rcfgx laden. Der teuerste Anfängerfehler ist, dass die Einstellung nur im Arbeitsspeicher landet: Wird `Save Configuration Files to Hardware` (das Brennen) ausgelassen, muss nach der ersten Trennung vom Netz die gesamte Wand neu konfiguriert werden. Bei Karten gemischter Versionen – wenn in einer Wand Karten mit unterschiedlicher Firmware oder unterschiedlichen Typs stecken – weichen Farbton und Graustufendarstellung der Kabinette voneinander ab, die Firmware ist deshalb zu vereinheitlichen. Kalibrierkoeffizienten und Konfiguration liegen auf der Karte selbst: Muss eine getauscht werden, geht auch die Kalibrierung des Kabinetts verloren, sofern keine Sicherung vorliegt (NovaCLB-Datei) oder sie im Flash-Speicher des Moduls hinterlegt ist.
Alternativen zur A5s Plus
Werden HDR, Hot-Backup-Redundanz und die feinste Graustufenverarbeitung gebraucht, ist die A8s die nächste Stufe in derselben Bauform von 70 × 45 mm – der physische Tausch ist damit einfach. Für größere Kabinette eignen sich die A8s Pro (512 × 512 px) oder die A10s Pro. Nach unten, bei großflächigen Outdoor-Werbewänden, ist die DH7512-S günstiger und braucht dank ihrer 12 integrierten HUB75E-Ports nicht einmal eine separate HUB-Platine. In anderen Ökosystemen sind die Colorlight 5A-75B und die Linsn RV908M32 das Gegenstück – ein Wechsel betrifft allerdings auch Sendekarte und Software, denn die Protokolle sind nicht kompatibel. Entscheidungskriterien: Kabinettgröße, Anspruch an die Bildqualität und die Frage, wessen Herstellersoftware der Installateur beherrscht.
A5s Plus Handbuch und Datenblatt
Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.
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