Kurz gesagt

Eine der verbreitetsten Empfangskarten der Spitzenklasse von NovaStar: 512 × 384 Pixel Kapazität, mit LED Image Booster Farbkalibrierung und HDR-Unterstützung.

NovaStar · kompakte Empfangskarte der Spitzenklasse

NovaStar A8s LED-Empfangskarte

Die A8s ist eine der verbreitetsten kompakten Empfangskarten der Spitzenklasse von NovaStar und lässt sich auf einer Karte bis 512 × 384 Pixel belasten. Die Karte nutzt die herstellereigene Technologie LED Image Booster, die die Darstellung auf drei Ebenen verbessert: Farbraumverwaltung (Color Management), präzise Graustufenkorrektur (65 536 Stufen, 16 Bit) sowie die Funktion 22bit+, die die dargestellte Graustufentiefe bei geringer Helligkeit auf das 64-Fache erhöht.

Zu ihren weiteren Funktionen gehören die pixelgenaue Helligkeits- und Farbkalibrierung, die individuelle Gamma-Einstellung je RGB-Kanal, die Unterstützung von HDR10/HLG, geringe Latenz (bis zu 1 Bild bei Treiber-ICs mit integriertem RAM) sowie die 3D-Bildausgabe. In puncto Zuverlässigkeit stehen ein Hot-Backup über zwei Karten, eine Loop-Redundanz und die Überwachung zweier Stromversorgungen zur Verfügung.

Dank ihrer hochdichten Steckverbinder ist die A8s staub- und vibrationsfest, nimmt wahlweise 32 Gruppen parallele oder 64 Gruppen serielle (erweiterbar auf 128) RGB-Daten entgegen und ist nach EMC Class B zertifiziert.

Wo die NovaStar A8s im Signalweg arbeitet. Jede Station der Grafik ist anklickbar — sie führt in die jeweilige Kategorie.

Wo die A8s im LED-Wand-System sitzt

Endpunkt der Kette im Kabinett: Sendekarte (VX400/VX600, MCTRL660 Pro oder eine Taurus-Box) → Cat5e/Cat6 → A8s → HUB-Platine → HUB75 → LED-Modul. Auf einen Gigabit-Port passen bei 60 Hz und 8-Bit-Quellen rund 650 000 Pixel, an einen Port lassen sich also 3–4 A8s in Reihe hängen. Datenseitig gibt sie 32 Gruppen parallele oder 64 Gruppen serielle RGB-Daten aus (erweiterbar auf 128) – die Gruppenzahl entscheidet, wie viele Moduldatenleitungen an eine Karte gehen können, deshalb ist das bei der HUB-Planung des Kabinetts die erste zu prüfende Zahl. Dank Hot-Backup und Loop-Redundanz lassen sich die Kabinette auch als Ring verkabeln, sodass ein durchtrenntes Cat6 nicht die halbe Wand verdunkelt. Sie arbeitet ausschließlich mit NovaStar-Sendern und NovaLCT.

WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST

Indoor-/Outdoor-LED-Installationen mit hoher Zuverlässigkeitsanforderung und hoher Bildqualität, bei denen HDR-Unterstützung und redundanter Betrieb (Hot-Backup) wichtig sind.

WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN

22bit+ und mehrere fortgeschrittene Funktionen setzen NovaLCT V5.2.0/V5.4.0 oder neuer voraus; für die Smart-Module-Funktionen (Kalibrierungsspeicherung) sind eine eigene Firmware und ein Modul mit Flash-Speicher erforderlich.

Die A8s in der Praxis

Reihenfolge bei der Inbetriebnahme: die .rcfgx-Datei des Kabinettherstellers laden (oder den Assistenten `Smart Settings` nutzen), die Kabinettkarte auf der Seite `Screen Connection` in NovaLCT zeichnen, dann `Save Configuration Files to Hardware` – dessen Auslassen ist der häufigste Fehler, denn bis zur Trennung vom Netz sieht alles gut aus. 22bit+ und mehrere fortgeschrittene Funktionen verlangen NovaLCT V5.2.0/V5.4.0 oder neuer, und für die modulbasierte Kalibrierungsspeicherung (Smart Module) sind eine eigene Firmware und ein Modul mit Flash-Speicher nötig – mit älterem NovaLCT erscheint die Funktion schlicht nicht im Menü, und man kann stundenlang danach suchen. Karten gemischter Versionen in einer Wand ergeben sichtbare Farbtonunterschiede, die Firmware ist deshalb zu vereinheitlichen. Die pixelgenauen Kalibrierdaten liegen auf der Karte: Bei einem Tausch geht die Kalibrierung des betreffenden Kabinetts verloren, wenn keine NovaCLB-Sicherung existiert. Als Reserve werden 3–5 % der Kartenzahl empfohlen, mindestens jedoch zwei Stück mit einheitlichem Firmware-Stand.

Alternativen zur A8s

Werden HDR und Redundanz nicht gebraucht, ist die A5s Plus in derselben Baugröße günstiger. Für größere Kabinette die A8s Pro (512 × 512 px, Multi-Layer Calibration), für Projekte mit höchstem Anspruch an langfristige Farbstabilität die A10s Pro (adaptive Temperaturkompensation). Baut das System auf einen COEX-Controller, sind die A8s-N oder die CA50E die kompatible Wahl. Für großflächige, preissensible Outdoor-Wände ist die DH7512-S mit ihren integrierten HUB75E-Ports günstiger. In anderen Ökosystemen ist die Colorlight i9 die Fine-Pitch-Karte auf vergleichbarem Niveau. Entscheidungskriterien: Werden HDR und Redundanz gebraucht, wie groß ist ein Kabinett, und welche Sendergeneration steckt im System.

A8s Handbuch und Datenblatt

Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.

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LED-Empfangskarte — aber worin steckt sie?

Für sich genommen ist die NovaStar A8s ein Bauteil. Bei uns arbeitet sie in diesen Displays — mit Planung, Fertigung und Montage.

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