Das Spitzenmodell der NovaStar Armor-Reihe: 512 × 512 Pixel Kapazität, mit adaptiver Temperaturkompensation und NCP-dateibasiertem Arbeitsablauf.
NovaStar · Empfangskarte der Spitzenklasse mit der höchsten Kapazität
NovaStar A10s Pro LED-Empfangskarte
Die A10s Pro ist eines der Mitglieder der NovaStar Armor-Reihe mit der höchsten Kapazität: Bei 8- und 10-Bit-Videoquellen sowie PWM-Treiber-IC lässt sich eine Karte bei 60 Hz bis 512 × 512 Pixel belasten; bei 12-Bit-Quellen sinkt das auf 512 × 256 Pixel. Die Karte führt die Adaptive Thermal Compensation (adaptive Temperaturkompensation) ein, die Farbverschiebungen aus der ungleichmäßigen Wärmeabgabe des Panels dynamisch korrigiert.
Weitere Schlüsselfunktionen: Dynamic Booster (Kontrast- und Detailverbesserung in Echtzeit je Einzelbild, zugleich Senkung der Leistungsaufnahme), Full-Grayscale Calibration (mit der wissenschaftlichen Kamera NovaStar C3200 erzeugte, für jede Graustufe eigene Kalibrierung) sowie die Unterstützung von NCP-Dateien, mit denen sich Inhaltsdarstellung, Firmware-Update und Bildqualitätsoptimierung schnell und einheitlich erledigen lassen.
Die A10s Pro nimmt bis zu 32 Gruppen parallele oder 64 Gruppen serielle (erweiterbar auf 128) RGB-Daten entgegen und ist nach EMC Class B und RoHS zertifiziert.
Wo die A10s Pro im LED-Wand-System sitzt
Sie arbeitet im Inneren des Kabinetts, am Ende des Signalwegs: Sendekarte (VX600/VX1000, MX-Reihe) → Cat5e/Cat6 → A10s Pro → HUB-Platine → LED-Modul. Bei 8- und 10-Bit-Quellen mit PWM-Treiber-IC ist sie bis 512 × 512 Pixel belastbar, bei 12-Bit-Quellen bis 512 × 256 – die Bittiefe kann die Kabinettzahl also unmittelbar halbieren, weshalb sie in der Systemplanung vorab festzulegen ist. Auf einen Gigabit-Port passen rund 650 000 Pixel, von dieser Karte also 2–3 Stück pro Port. Datenseitig 32 Gruppen parallele oder 64 Gruppen serielle RGB-Daten (erweiterbar auf 128). Ihre Abmessungen betragen 80 × 45 mm, sie ist damit größer als die 70 × 45 mm der A5s-/A8s-Familie – vor einem Tausch ist die Mechanik des Kabinetts zu prüfen.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Indoor-/Outdoor-LED-Wände der Spitzenklasse mit hoher Pixeldichte, bei denen langfristige Farbstabilität (Temperaturkompensation) und die höchste Stufe der Graustufenkalibrierung im Vordergrund stehen.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Für die Full-Grayscale Calibration sind eine NovaStar-C3200-Kamera und der zugehörige Kalibrierablauf erforderlich; der NCP-dateibasierte Arbeitsablauf verlangt eine passende NovaLCT-Version.
Die A10s Pro in der Praxis
Die beiden Spitzenfunktionen der Karte verlangen jeweils einen eigenen Arbeitsablauf. Die Adaptive Thermal Compensation korrigiert Farbverschiebungen aus der ungleichmäßigen Erwärmung des Panels – bei Outdoor-Wänden mit großen Temperaturschwankungen ist das in den ersten Stunden nach dem Einschalten deutlich sichtbar –, die Full-Grayscale Calibration lässt sich dagegen nur mit der wissenschaftlichen Kamera NovaStar C3200 und dem zugehörigen Kalibrierablauf erzeugen; ohne Kamera bleibt diese Funktion ungenutzt, obwohl sie in der Karte steckt. Für den NCP-dateibasierten Ablauf ist eine passende NovaLCT-Version nötig. Die Inbetriebnahme läuft ansonsten wie üblich: Konfigurationsdatei laden, Kabinettkarte, dann in die Hardware brennen. In einer gemischten Wand ist das Mischen von A10s Pro und älteren Karten der A-Reihe nicht zu empfehlen, weil die Kalibriermodelle voneinander abweichen und der Farbton der Kabinette auseinanderläuft. Als Reserve gelten auch hier 3–5 %, wegen des hohen Preises aber mindestens zwei Stück mit gleicher Firmware.
Alternativen zur A10s Pro
Werden Temperaturkompensation und kamerabasierte Graustufenkalibrierung nicht gebraucht, liefert die A8s Pro dieselben 512 × 512 Pixel deutlich günstiger, und die A8s ist mit 512 × 384 der bewährte Mittelweg. In einem neuen, COEX-basierten System ist die CA50E das Gegenstück und verlangt mit 768 × 512 Pixeln noch weniger Karten. Bei großflächigen, preissensiblen Outdoor-Werbewänden ist diese Karte überspezifiziert – dort ist die DH7512-S die realistische Wahl. In anderen Ökosystemen liegt die Colorlight i9 in derselben Spitzenklasse. Entscheidungskriterien: wie kritisch die langfristige Farbstabilität ist, ob im Projekt eine Kalibrierkamera vorhanden ist und ob die 80 × 45 mm große Karte ins Kabinett passt.
A10s Pro Handbuch und Datenblatt
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