Eigenständiger LED-Controller der Einstiegsklasse von NovaStar für kleinere Displays mit einer Karte.
NovaStar · eigenständiger Sendecontroller (Sending Controller)
NovaStar MCTRL300 LED-Wand-Steuerung
Der MCTRL300 ist einer der am längsten im Programm befindlichen eigenständigen (independent) LED-Controller von NovaStar: Er nimmt das Bildsignal über einen DVI-Videoeingang entgegen und gibt es über Ethernet-Ausgänge an die Empfangskarten weiter. Entwickelt wurde er für kleine und mittelgroße Festinstallationen, bei denen kein mehrkanaliges Video-Splicing benötigt wird.
Der Hersteller aktualisiert das Spezifikationsdokument bis heute (die jüngste Fassung stammt von November 2024), was zeigt, dass das Gerät weiterhin aktiv im Programm ist – funktional bleibt es allerdings deutlich hinter der größeren MCTRL-Reihe (z. B. MCTRL4K, MCTRL660 Pro) zurück.
Wo die MCTRL300 im LED-Wand-System sitzt
Er sitzt am Ende des Signalwegs, zwischen Wiedergaberechner und Empfangskarten: An den DVI-Eingang geht der Ausgang der Grafikkarte, von den beiden RJ45-Ports startet das Cat5e- bzw. Cat6-Kabel zu den Empfangskarten der Kabinette, von dort weiter zur HUB-Platine und zum LED-Modul. Er treibt ausschließlich NovaStar-Empfangskarten an (A5s Plus, A8s, MRV412-N); Colorlight- oder Linsn-Empfangskarten kommunizieren nicht mit ihm. Konfiguriert wird über NovaLCT, die Verbindung zum PC läuft über ein Type-B-USB-Kabel. Es gibt einen Lichtsensor-Eingang (LIGHT SENSOR) für die automatische Helligkeitsregelung sowie einen Audioeingang, der den Ton über das Netzwerkkabel bis zur Multifunktionskarte auf der Empfangsseite führt.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Bei kleineren, fest installierten LED-Wänden mit einer einzigen Videoquelle, bei denen Preis und Einfachheit im Vordergrund stehen.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Kein integriertes Multi-Window-Splicing; bei höherer Auflösung oder mehreren benötigten Eingängen ist der MCTRL4K oder die VX-Reihe die passendere Wahl.
Die MCTRL300 in der Praxis
Reihenfolge bei der Inbetriebnahme: zuerst die Parameterdatei der Empfangskarte (die vom Modullieferanten angeforderte `.rcfgx` oder `.rcfg`) in NovaLCT laden, erst danach Portbelegung und Kabinettreihenfolge. Es gibt zwei Ports mit je 650 000 Pixeln, also rund 1,3 Millionen Pixel als Obergrenze: Ein Kabinett von 500 × 500 mm mit P3,91 hat 128 × 128 = 16 384 Pixel, auf dem Papier also 39 Kabinette pro Port, in der Praxis weniger. Nach einem Werksreset startet das Gerät mit einer Grundkonfiguration von 128 × 128 und 1080p, deshalb erscheint ein halbes Bild oder wiederholter Inhalt, bis neu konfiguriert wird. Die Helligkeit speichert die Empfangskarte, nicht der Sender – ein immer wiederkehrendes Missverständnis bei der Fehlersuche. Über den UART IN/OUT lassen sich höchstens 20 Geräte in Reihe schalten. Interlaced-Signale werden nicht angenommen.
Alternativen zur MCTRL300
Oberhalb von 1,3 Millionen Pixeln oder wenn zusätzlich HDMI-/SDI-Quellen gebraucht werden, ist der MCTRL660 Pro (6 Ports + Glasfaser) die nächste Stufe; bei 4K-Quellen der MCTRL4K. Wenn nicht nur gesendet, sondern auch skaliert, beschnitten und zwischen zwei Quellen umgeschaltet werden soll, bietet der All-in-One VX400 auf ähnlichem Preisniveau mehr. Wenn kein dauerhaft laufender PC vorhanden ist – Werbetafel, Schaufenster, Gebäudeportal –, gehört dorthin kein Sendecontroller, sondern ein asynchroner Player: Taurus TB30 oder TB40.
MCTRL300 Handbuch und Datenblatt
Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.
MCTRL300 im Video
Der Player wird erst beim Klick eingebunden — bis dahin geht keine einzige Anfrage an YouTube.
Novastar MCTRL300 SENDING CONTROLLER-Unboxing and Overview
mctrlvp shenzhen · YouTube · Demo
How to connect and use Nova star MCTRL300 Box to screen
mctrlvp shenzhen · YouTube · Lehrvideo
MCTRL300: Erfahrungen der Anwender
Eine knappe Zusammenfassung von Erfahrungen aus öffentlichen Fachforen und Communities. Nicht unsere Meinung und auch kein Zitat — die Quelle ist in jedem Fall abrufbar.
Aus einer längeren Fehlersuche zwischen dem Entwickler einer Open-Source-Controllerbibliothek und einem Anwender geht hervor, dass das serielle Protokoll der Karten MCTRL300, MCTRL600 und MCTRL660 kleine, aber störende Abweichungen aufweist (z. B. läuft nicht jede mit 115200 Baud, und bei USB muss das Gerät anhand von VID/PID identifiziert werden). Die Lehre daraus: Die Helligkeitseinstellung wird immer auf der Empfangskarte gespeichert, nicht auf dem Sender – eine häufige Quelle von Missverständnissen.
GitHub — sarakusha/novastar (issue #602) — Quelle öffnenVerwandte LED-Wand-Steuerungen
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