Der HD-Flaggschiffprozessor von Brompton, mit DVI-I und zwei 3G-SDI-Eingängen, integriertem Deinterlacing und zwei parallelen Verarbeitungsketten.
Brompton · HD-Flaggschiffprozessor mit umfangreichen Broadcast-Eingängen
Brompton Tessera M2 LED-Wand-Prozessor
Der Tessera M2 ist der HD-Flaggschiffprozessor von Brompton und in erster Linie für Verleihbetriebe gedacht: Er verbindet Leistung, Flexibilität und eine umfangreiche Eingangs- und Front-End-Verarbeitung. Das Gerät bietet einen DVI-I- und zwei 3G-SDI-Eingänge (die sich zusammen auch als Dual-Link-SDI nutzen lassen) und macht einen externen Scaler oder Scan Converter überflüssig, was Systemkosten und Latenz senkt.
Es enthält eine Videoverarbeitung in Broadcast-Qualität, einschließlich bewegungsadaptivem Deinterlacing und Beschnitt, sowie zwei parallele Verarbeitungskanäle, mit denen sich sauber zwischen Videoquellen und/oder Einstellungen mischen oder umschalten lässt. Ausgangsseitig stehen vier 1G-Tessera-Ports mit einer Kapazität von 525 000 Pixeln je Port zur Verfügung.
Die Konfiguration übernimmt die Tessera Management Software, die die Brompton-eigenen Funktionen enthält: On-Screen Colour Adjustment (OSCA) zur Korrektur von Nahtfehlern, Dark Magic zur Hervorhebung dunkler Details und ChromaTune zum Farbtausch.
Wo die Tessera M2 im LED-Wand-System sitzt
Der M2 bringt die Broadcast-Eingänge der HD-Ära mit: DVI-I und zwei 3G-SDI (auch als Dual-Link-SDI), mit Genlock-Eingang und vier 1G-Tessera-Ausgängen zu je 525 000 Pixeln pro Port. In der Kette ersetzt er den separaten Scaler und Scan Converter – das Signal der Kamera oder des Bildmischers geht direkt hierher, und zur Wand hin läuft das Tessera-Protokoll über Cat6. Auf der Panelseite ist eine Tessera-kompatible Empfangskarte in einem DDR2-SO-DIMM-Sockel nötig: Das ist der Punkt, an dem die Herstellerkennzeichnung „Brompton-kompatibel“ zählt, denn ohne sie sind Kalibrierung und Dark Magic nicht verfügbar.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Verleihbetriebe und Veranstaltungstechnikdienstleister, die für HD-Inhalte eine Front-End-Videoverarbeitung in Broadcast-Qualität brauchen (Deinterlacing, Mischen zweier paralleler Quellen).
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Er hat keinen nativen 4K-Eingang, das System arbeitet höchstens bis 1920 × 1080; die (Tessera-kompatiblen) Empfangskarten verlangen auf der Panelseite einen DDR2-SO-DIMM-Sockel.
Die Tessera M2 in der Praxis
Die zwei parallelen Verarbeitungsketten bedeuten in der Praxis, dass sich zwischen zwei Quellen oder zwei Einstellungen sauber umschalten lässt – bei einer Live-Veranstaltung ersetzt das einen separaten Mischer. Das bewegungsadaptive Deinterlacing ist bei interlaced SDI-Quellen (ältere Kameras, 1080i-Sendesignal) entscheidend: Ohne es sind die Kammartefakte auf der Wand grob sichtbar. Vor der Kamera kommt der Genlock von der Tri-Level-Referenz des Studios; ShutterSync steht im Datenblatt nicht unter den Funktionen des M2, Shutter-Winkel und Panel-Bildwiederholrate sind deshalb manuell aufeinander abzustimmen. Die Latenz von 3 Bildern (im Low-Latency-Modus 2) ist bei IMAG – wo der Zuschauer Bühne und Wand gleichzeitig sieht – bereits wahrnehmbar und zusammen mit der Audioverzögerung zu behandeln.
Alternativen zur Tessera M2
Für einen 4K-Eingang und höhere Pixelkapazität sind der SX40 (9 Millionen px, HDMI 2.0b und 12G-SDI) oder der S8 gedacht; für 8K und AVoIP der SQ200. Nach unten der T1 mit einem einzigen Port. Werden weder Broadcast-Eingänge noch Deinterlacing gebraucht – feste Werbetafel, Ladenportal, Konferenzwand –, ist dieses Niveau überflüssig: Dorthin gehören ein NovaStar MCTRL660 Pro oder VX600, die ebenfalls SDI verarbeiten, zu einem Bruchteil des Preises.
Tessera M2 Handbuch und Datenblatt
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