Kein Prozessor, sondern die panelseitige Empfangskarte des Tessera-Systems: kompatibel zu allen Brompton-Prozessoren und auch für Panels mit feinstem Pixelabstand.
Brompton · Empfangskarte (Receiver Card) für das Tessera-System
Brompton Tessera R2+ LED-Wand-Prozessor
Wichtig zur Klarstellung: Die R2+ ist kein LED-Prozessor, sondern die Empfangskarte (Receiver Card) des Tessera-Ökosystems, die auf der Rückseite des LED-Panels oder -Moduls in einem DDR2-SO-DIMM-Sockel sitzt, das vom Prozessor (SX40, S8, T1, M2, SQ200) kommende Gigabit-Ethernet-Signal entgegennimmt und die Treiber-ICs des Panels ansteuert. Gegenüber ihrer Vorgängerin R2 bietet sie mehr Verarbeitungskapazität: 262 144 RGB-Pixel Kapazität, 16 Bit Verarbeitung je Kanal und bis zu 144 Ausgangsdatenkanäle.
Zu den Schlüsselfunktionen der Karte gehören die modulbasierte Speicherung der Kalibrierdaten (Module lassen sich ohne Neukalibrierung tauschen), die fortgeschrittenen Kalibrieroptionen (z. B. On-Screen Colour Adjustment zur Kompensation mechanischer Nähte) sowie die hervorragende Graustufenleistung in Verbindung mit den Brompton-Funktionen Dark Magic und PureTone.
Sie misst nur 68 × 32 mm und passt damit problemlos in die modernen, immer kleiner werdenden Hub-Platinen-Entwürfe. Sie hat zwei Gigabit-Ethernet-Datenverbindungen und unterstützt alle wesentlichen Treiber-ICs.
Wo die Tessera R2+ im LED-Wand-System sitzt
Die R2+ ist der panelseitige Endpunkt des Signalwegs: Sie kommt in den DDR2-SO-DIMM-Sockel auf der Hub-Platine des Moduls, nimmt das vom Prozessor (SX40, S8, M2, T1, SQ200) kommende Gigabit-Tessera-Signal entgegen und treibt über bis zu 144 Datenkanäle die Treiber-ICs an, bis 262 144 Pixel und mit 16 Bit Tiefe je Kanal. Diese Karte macht ein Panel „Brompton-kompatibel“: Schreibt der Hersteller das auf das Modul, bedeutet es, dass die Hub-Platine die R2+ mechanisch und elektrisch aufnimmt – HDR, Extended Bit Depth und Dynamic Calibration leben am Prozessor nur so.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Für LED-Panels, die mit einem beliebigen Brompton-Tessera-Prozessor (SX40, S8, T1, M2, SQ200) betrieben werden, besonders bei Fine-Pitch-Produkten unter 2 mm, bei denen die modulbasierte Kalibrierungsspeicherung wichtig ist.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Sie arbeitet ausschließlich mit dem Brompton-Tessera-Protokoll zusammen und ist zu Sendekarten oder Prozessoren anderer Hersteller (NovaStar, Colorlight) nicht kompatibel; HDR und Extended Bit Depth sind am Prozessor nur mit einer R2-/R2+-Karte verfügbar.
Die Tessera R2+ in der Praxis
Die wichtigste betriebliche Folge dieser Karte ist die modulbasierte Speicherung der Kalibrierdaten: Die Kalibrierkoeffizienten sind dem Modul zugeordnet, das Modul lässt sich deshalb tauschen, ohne die Wand neu einmessen zu müssen – in einer Mietflotte spart das jährlich mehrere Arbeitstage, weil auch gemischte Kabinette farblich zusammenpassen. Bei der Inbetriebnahme ist die Firmware-Version mit der des Prozessors abzugleichen: Bei Abweichung meldet die Tessera Management Software das, und das Update läuft über die Wand, Kabinett für Kabinett – bei einer großen Wand dauert das Stunden und gehört deshalb nicht auf den Showday. Die zwei Gigabit-Datenverbindungen ermöglichen die Closed-Loop-Redundanz, aber nur, wenn die Schleife tatsächlich zurückgeführt ist.
Alternativen zur Tessera R2+
Innerhalb des Tessera-Systems gibt es keine Alternative: Die Karte arbeitet ausschließlich mit dem Brompton-Protokoll und lässt sich nicht an eine NovaStar- oder Colorlight-Sendekarte anschließen. Baut man den Panelbestand auf ein anderes Ökosystem, sind auf NovaStar-Seite die A10s Pro oder die CA50E und auf Colorlight-Seite die i9 das passende Niveau – sie sind günstiger, aber ohne die HDR- und Kalibrierfunktionen von Brompton. Die Wahl fällt praktisch zusammen mit der des Prozessors.
Tessera R2+ Handbuch und Datenblatt
Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.
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