Das kleinere Geschwister des SX40: mit acht 1G-Ausgängen und vollem Tessera-Funktionsumfang, für Projekte ohne Bedarf an hoher Pixelkapazität.
Brompton · LED-Prozessor der Mittelklasse
Brompton Tessera S8 LED-Wand-Prozessor
Der Tessera S8 bietet neben dem SX40 eine Alternative der Mittelklasse für jene repräsentativen Projekte, die keine hohe Ausgangskapazität benötigen, aber den vollen Softwarefunktionsumfang von Brompton verlangen. Der Prozessor hat 8 Gigabit-Ausgänge mit einer nominellen Kapazität von 525 000 Pixeln je Ausgang bei 8 Bit Farbtiefe und 60 Hz, womit die maximale Kapazität des Gesamtsystems bei 4,5 Millionen Pixeln liegt.
Eingangsseitig stehen ein HDMI-2.0b- und ein 12G-SDI-Port zur Verfügung, mit denselben Broadcast-Standards (HD-SDI, 3G-SDI, 6G-SDI, 12G-SDI) wie beim SX40. Auch der S8 unterstützt HDR (HLG/PQ), Dynamic Calibration, Extended Bit Depth und HFR+ bis 250 fps sowie die geschlossene (Closed-Loop-)Redundanz an allen acht Ausgangsports.
Das Gerät empfiehlt sich vor allem für Verleihbetriebe, die für ihre kostspieligsten, veranstaltungsspezifischen Projekte eine wirtschaftlichere Lösung suchen, ohne auf die Vorzüge des Tessera-Ökosystems (HDR, Kalibrierung, Redundanz) zu verzichten.
Wo die Tessera S8 im LED-Wand-System sitzt
Der S8 sitzt in derselben Kette wie der SX40 – Medienserver oder Kamera über SDI, Genlock von der Studioreferenz, am Ausgang das Tessera-Protokoll –, jedoch über acht 1G-Ports und nicht über einen 10G-Trunk. Pro Port gilt ein nomineller Rahmen von 525 000 Pixeln: Bei einem P2,84-Panel mit 176 × 176 sind das 16 Kabinette pro Port, also 4 m². HDR und Dynamic Calibration verlangen auch hier ein Panel mit Empfangskarte Tessera R2/R2+; die Herstellerkennzeichnung „Brompton-ready“ bedeutet, dass der DDR2-SO-DIMM-Sockel der Hub-Platine die R2+ aufnimmt und die Modulkalibrierdaten auf der Karte gespeichert werden.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Mittelgroße, repräsentative Veranstaltungen und Verleihbetriebe, die die Pixelkapazität des SX40 nicht brauchen, den vollen Tessera-Funktionsumfang (HDR, Kalibrierung, Redundanz) aber schon.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Er hat nur 1G-Ausgänge (kein 10G), bei größeren Wänden braucht es deshalb deutlich mehr Ausgangskabel und -ports als beim SX40; HDR und Dynamic Calibration sind auch hier an R2-basierte Panels gebunden.
Die Tessera S8 in der Praxis
Bei der Inbetriebnahme ist das Laden der Paneldatei (Fixture File) in der Tessera Management Software der erste Schritt – ohne sie funktioniert die Wand zwar, aber Kalibrierung und Dark Magic nicht. Vor der Kamera ist ShutterSync auf den Shutter-Winkel einzustellen und der Genlock auf die Tri-Level-Referenz des Studios; stimmen die Bildwiederholraten von Quelle und Wand nicht überein, entsteht Tearing. Die Closed-Loop-Redundanz ist an allen acht Ports verfügbar, schützt aber nur, wenn beide Enden der Schleife tatsächlich in den Prozessor zurückgeführt sind – beim Aufbau ist das der am häufigsten ausgelassene Schritt. Die Latenz von 2 Bildern sinkt im ULL-Modus auf 1, dafür entfallen einzelne Verarbeitungsfunktionen.
Alternativen zur Tessera S8
Reichen 4,5 Millionen Pixel nicht, ist der SX40 (9 Millionen px, 10G-Ausgänge, 4K-Eingang) die nächste Stufe, für 8K und AVoIP der SQ200. Nach unten steht der T1 mit einem einzigen Port für kleine kreative Installationen. Ist Broadcast nicht das Ziel – feste Werbetafel, Ladenportal, Konferenzraum –, rechnet sich dieses Niveau nicht: Dorthin gehören ein NovaStar VX600 oder MCTRL660 Pro zu einem Bruchteil des Preises.
Tessera S8 Handbuch und Datenblatt
Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.
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