Kurz gesagt

Vollfarb-LED-Videoprozessor von Kystar, der sich typischerweise auch per RS232-Steuerung in AV-Systeme integrieren lässt.

Kystar · Videoprozessor (Full Color LED Video Processor)

Kystar KS600 LED-Wand-Steuerung

Der KS600 ist der Vollfarb-LED-Videoprozessor von Kystar, der jedes Eingangsformat in ein zur LED-Wand passendes Ausgangsformat umsetzt (der Hersteller nennt das AIAO, Any Format Input, Any Format Output). Er verarbeitet sechs HD-Videoeingänge – 2× CVBS (BNC), 1× HDMI, 1× VGA und 1× DVI-D – und arbeitet mit zwei DVI-D-Ausgängen; die maximale Eingangsauflösung liegt bei 1920 × 1080, die individuelle Ausgangsauflösung reicht bis 1920 × 1200.

In der Bildverarbeitung lässt sich das Bild pixelweise vergrößern und verkleinern, die kleinste Schrittweite beträgt 1 Pixel. Es gibt Fade in/out, Helligkeits- und Kontrastregelung, Bewegungskompensation gegen Schlieren sowie Rauschunterdrückung zur Bereinigung analoger Quellen.

Das Gerät ist 1,5 HE hoch und lässt sich eigenständig über den Drehregler und die Zifferntasten an der Frontblende bedienen, aber auch per PC-Software steuern. Fünf Einstellungen sind speicher- und abrufbar, und eine Tastensperre schützt nach der Inbetriebnahme vor versehentlichem Verstellen.

Wo die Kystar KS600 im Signalweg arbeitet. Jede Station der Grafik ist anklickbar — sie führt in die jeweilige Kategorie.

Wo die KS600 im LED-Wand-System sitzt

Der Schaltplan des Herstellers ist eindeutig: Quelle → Videoprozessor → Sendekarte → LED-Wand. Der KS600 ist also kein Sendecontroller, sondern sitzt davor: Seine beiden DVI-D-Ausgänge gehen auf Sendekarten (Linsn TS802D, Colorlight S2, NovaStar MCTRL300), mit den Empfangskarten hat er keinerlei Verbindung. Das ist wichtig, weil Pixelbelegung, Helligkeit und Kalibrierung der Wand auch dann von der Software des Sendecontrollers erledigt werden – LEDStudio, LEDVISION oder NovaLCT –, nicht vom Prozessor.

WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST

Bei AV-Installationen, bei denen die Ansteuerung der LED-Wand über serielle Befehle in ein zentrales AV-Steuerungssystem (z. B. Crestron, AMX) eingebunden werden muss.

WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN

Die Dokumentation stammt von einer offiziellen Händlerquelle (ledscreenparts.com); vor größeren, kritischen Installationen sollte die genaue Versionsnummer beim offiziellen Kystar-Distributor bestätigt werden.

Die KS600 in der Praxis

Die Inbetriebnahme startet im Wizard-Menü: Zuerst ist die Ausgangsauflösung auf die tatsächliche Pixelgröße der Wand zu setzen, erst danach ergeben Beschnitt und Skalierung Sinn. Der häufigste Fehler ist, dass der Ausgang des Prozessors auf einer Standardauflösung stehen bleibt (etwa 1920 × 1080), die Wand aber eine abweichende Form hat und die Sendekarte schwarz gefüllte Streifen erhält – das geht auch von der Kapazität des Senders ab. Nach der Einstellung sollte die Tastensperre aktiviert werden, denn ein versehentliches Verdrehen des Frontreglers verstellt das Bild sofort. Dank des RS232-Ports lässt sich das Gerät auch in ein Crestron- oder AMX-System einbinden, den seriellen Befehlssatz muss man allerdings aus dem Handbuch übernehmen.

Alternativen zur KS600

Werden mehr Ausgänge oder eine höhere Auflösung gebraucht, bieten der Magnimage LED-550D oder der VDWall LVP615 auf demselben Preisniveau mehr. Ist das System ohnehin neu, lohnt eher ein All-in-One-Controller (VX400), denn das Paar aus separatem Prozessor und Sendekarte lässt sich durch ein einziges Gerät mit einer einzigen Software ersetzen. Für Mehrfenster-Aufgaben mit mehreren zusammengeführten Displays der Kystar U6.

KS600 Handbuch und Datenblatt

Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.

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LED-Wand-Steuerung — aber worin steckt sie?

Für sich genommen ist die Kystar KS600 ein Bauteil. Bei uns arbeitet sie in diesen Displays — mit Planung, Fertigung und Montage.

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