Das überarbeitete Mitglied der NovaStar MRV-Reihe mit 12 integrierten HUB75E-Ports, für mittelgroße bis große LED-Module.
NovaStar · Empfangskarte der MRV-Reihe, HUB75E-kompatibel
NovaStar MRV412-N LED-Empfangskarte
Die MRV412-N gehört zur NovaStar MRV-Reihe (sie erschien als Nachfolgerin der früheren MRV412) und hat 12 integrierte HUB75E-Ausgangsanschlüsse, treibt die Module also auch ohne separate HUB-Platine direkt an. Mit PWM-Treiber-IC lässt sich eine Karte bei 60 Hz bis 512 × 512 Pixel belasten, mit herkömmlichem Treiber-IC sinkt das auf 512 × 384 Pixel.
Die Karte nimmt bis zu 24 Gruppen parallele RGB-Daten entgegen und bietet die üblichen NovaStar-Funktionen zur pixelgenauen Kalibrierung und zur Graustufenverbesserung 18bit+. Die MRV-Reihe wurde ausdrücklich für HUB75E-kompatible, aus Modulen ohne Kabinett aufgebaute LED-Wände entwickelt, bei denen sich die Empfangskarte direkt auf die Rückseite des Moduls montieren lässt.
Wo die MRV412-N im LED-Wand-System sitzt
Von den übrigen NovaStar-Karten unterscheidet sie, dass der Signalweg bei ihr ein Element kürzer ist: Sendekarte → Cat5e/Cat6 → MRV412-N → HUB75E-Flachbandkabel → LED-Modul, denn die 12 HUB75E-Anschlüsse sitzen auf der Karte, eine separate HUB-Platine entfällt. Bei Wänden ohne Kabinett, direkt auf Module gebaut – Outdoor-Werbetafel, einfaches Indoor-Display –, bedeutet das weniger Bauteile und weniger Fehlerstellen. Mit PWM-Treiber-IC ist sie bis 512 × 512, mit herkömmlichem IC bis 512 × 384 Pixel belastbar und gibt 24 Gruppen parallele RGB-Daten aus. Ihre Abmessungen betragen 145,6 × 91,5 mm, sie ist damit deutlich größer als die 70 × 45 mm der Karten der A-Reihe – die Montageplatte ist entsprechend zu planen. Sie arbeitet mit NovaStar-Sendern und NovaLCT.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Für HUB75E-kompatible LED-Module ohne Kabinett, bei denen die Empfangskarte ohne separate HUB-Platine direkt auf die Rückseite des Moduls montiert werden soll.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Innerhalb der MRV-Reihe gibt es mehrere einander ähnliche Modelle (MRV412-N, MRV416-N, MRV532) mit abweichender Portzahl und Kapazität – die Auswahl muss zur HUB-Belegung des Moduls passen.
Die MRV412-N in der Praxis
Die wichtigste Frage vor Ort ist die Reihenfolge der 12 HUB75E-Ports: Die Flachbandkabel der Module sind nach der auf der Seite `Screen Connection` in NovaLCT gezeichneten Belegung einzustecken, und Ader 1 des Kabels muss zur Markierung des Moduls passen – bei verkehrtem Einstecken bleibt das Modul dunkel oder zeigt Bildmüll. Scanmodus und HUB-Belegung liefert entweder die .rcfgx-Datei des Kabinettherstellers, oder sie sind im Assistenten `Smart Settings` zu erfassen; ohne den Schritt `Save Configuration Files to Hardware` gelten alle Einstellungen nur bis zur ersten Netztrennung. In der MRV-Familie gibt es mehrere ähnliche Modelle mit abweichender Portzahl und Kapazität (MRV412-N, MRV416-N, MRV532), bei der Bestellung ist deshalb im Abgleich mit der HUB-Belegung des Moduls zu wählen – eine Karte mit falscher Portzahl lässt sich per Software nicht korrigieren. Beim Kartentausch gehen Konfiguration und Kalibrierung des betreffenden Abschnitts verloren; als Reserve gelten 3–5 % der verbauten Stückzahl bei gleichem Firmware-Stand.
Alternativen zur MRV412-N
Ist die Wand mit Kabinetten aufgebaut und enthält eine ordentliche HUB-Platine, arbeiten die A5s Plus oder die A8s auf kleinerem Raum und mit mehr Funktionen (HDR, Redundanz). Bei preissensiblen, großflächigen Outdoor-Installationen hat die DH7512-S ebenfalls 12 HUB75E-Ports, ist aber günstiger und unterstützt den Service mit LC-Display und Selbsttesttaste. In anderen Ökosystemen sind die Huidu HD-R512T und die Linsn RV908M32 das direkte Gegenstück, ebenfalls mit integrierten HUB75-Ports. Für größere Fine-Pitch-Kabinette die A8s Pro oder die Colorlight i9. Entscheidungskriterien: ob die Wand kabinettbasiert oder auf Module gebaut ist, wie viele Datenleitungen aus den Modulen kommen und wie viel Platz für die Karte zur Verfügung steht.
MRV412-N Handbuch und Datenblatt
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