Kompakter All-in-One-Controller von NovaStar für kleinere LED-Installationen.
NovaStar · All-in-One-Controller
NovaStar VX16s LED-Wand-Steuerung
Der VX16s ist der All-in-One-Controller von NovaStar, der Videoverarbeitung, Bildsteuerung und die Konfiguration des LED-Displays in einem Gerät vereint. Seine sechzehn Gigabit-Netzwerkausgänge treiben zusammen 10 400 000 Pixel an – exakt das Sechzehnfache der 650 000 Pixel pro Port, die Kapazität ergibt sich also aus der Portzahl und nicht aus einer zusätzlichen Verarbeitungsreserve.
Eingangsseitig stehen 2× 3G-SDI, 4× DVI und HDMI 2.0 zur Verfügung, die maximale Eingangsauflösung liegt bei 4096 × 2160 @ 60 Hz, die ausgangsseitige Bildwiederholrate reicht bis 120 Hz. Neben einer Hauptebene sind zwei PIP-Ebenen möglich, die HDMI-Quelle und die DVI-Mosaic-Quelle dürfen jedoch ausschließlich von der Hauptebene genutzt werden.
Das Gerät ist auf den Einsatz mit der NovaStar-Steuersoftware V-Can ausgelegt, die die umfangreicheren Möglichkeiten zur Bildzusammenführung liefert. Das Handbuch stammt aus dem Jahr 2020 in der Ausgabe V1.0.0, das Gerät gehört also einer früheren Generation der Reihe an als das Trio VX400/VX600/VX1000.
Wo die VX16s im LED-Wand-System sitzt
Signalweg: Player oder Medienserver → VX16s → 16× Cat6 → NovaStar-Empfangskarte (A5s Plus, A8s, MRV412-N) → HUB-Platine → LED-Modul. Einen Glasfaserausgang hat er nicht, jenseits von 100 Metern braucht es daher ein separates Konverterpaar oder einen in den Fiber-Converter-Modus geschalteten MCTRL660 Pro daneben. Die Displaykonfiguration entsteht in NovaLCT, V-Can verwaltet Ebenen und Presets im Livebetrieb. Es gilt dasselbe geschlossene Ökosystem: Ein NovaStar-Sender arbeitet nur mit NovaStar-Empfangskarten.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Bei kleineren, einfacheren LED-Wand-Projekten, für die die Portzahl oder Pixelkapazität der größeren VX-Modelle nicht nötig ist.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Ältere Produktlinie: Vor dem Kauf sollten aktuelle Firmware-Unterstützung und Lieferbarkeit geprüft werden.
Die VX16s in der Praxis
Eine Besonderheit: Die in NovaLCT erzeugte Empfangskartendatei (`RCFGx`) lässt sich auch über den Menüpunkt `Loading RCFGx Files` an der Frontblende laden und anschließend mit dem Befehl `Save to RV Card` auf die Empfangskarten schreiben – so lässt sich vor Ort auch ohne Laptop eine fehlerhafte Parametrierung nach einem Kabinettwechsel wiederherstellen. Die Datei muss zuvor in NovaLCT auf dem Reiter `Receiving Card` über die Schaltfläche `Save to File` exportiert werden und sollte auf einem im Rack verwahrten USB-Stick liegen. Ein typischer Fehler ist der Versuch, der PIP-Ebene eine HDMI-Quelle zuzuweisen: HDMI und DVI-Mosaic funktionieren nur auf der Hauptebene. Auch hier ist die Last der sechzehn Ports gestuft und als ganzzahliges Vielfaches der Kabinettspalten zu verteilen.
Alternativen zur VX16s
Werden ein Glasfaserausgang oder 12-Bit-Verarbeitung gebraucht, ist der MX40 Pro der COEX-Reihe das moderne Gegenstück (20 Ports, 4× 10G-Glasfaser). Wenn weniger Pixel genügen, aber eine VMP-basierte Softwareumgebung nötig ist, der VX1000. Wenn die Wand nur Signalweiterleitung ohne Skalierung braucht, ist der MCTRL4K günstiger. Für asynchronen Betrieb ohne PC taugt jedoch keiner davon: Dort ist der Taurus TB50 oder TB60 die richtige Richtung.
VX16s Handbuch und Datenblatt
Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.
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