Kompakte Sendekarte der Einstiegsklasse von Colorlight für kleinere LED-Displays.
Colorlight · Sendekarte (Sending Card)
Colorlight S2 LED-Wand-Steuerung
Die S2 ist die Sendekarte der Einstiegsklasse von Colorlight und physisch eine in einen Rechner einzubauende Karte: Der PCI-E-1x-Steckplatz liefert ihr ausschließlich die Stromversorgung, nicht das Videosignal – dieses kommt über ein separates Kabel vom DVI-Ausgang der Grafikkarte. Steht kein freier PCI-E-Platz zur Verfügung, lässt sie sich auch mit 5 V DC betreiben.
Sie hat zwei RJ45-Ausgänge (Port A und B), und die von den beiden Ports angesteuerten Bereiche lassen sich unabhängig voneinander einstellen. Der optionale Audioeingang führt den Ton über das Netzwerkkabel weiter, dafür wird auf der Empfangsseite jedoch eine Multifunktionskarte benötigt. Für die Konfiguration verbindet ein handelsübliches USB-A/B-Kabel die Karte mit dem PC, und über dieselbe USB-Kette lassen sich die Karten auch kaskadieren.
Der Hersteller schreibt LEDVISION 4.18 oder neuer vor, das Netzwerkkabel muss zwingend CAT5E oder CAT6 sein – mit schwächerem Kabel ruckelt das Bild, oder die Kabinette am Ende der Kette fallen aus.
Wo die Colorlight S2 im LED-Wand-System sitzt
Am Anfang des Signalwegs steht ein dauerhaft laufender Windows-Rechner: Das Bild der Grafikkarte geht über DVI in die S2, von dort führt Cat5e/Cat6 zu den Colorlight-Empfangskarten (5A-75B, 5A-75E), danach folgen HUB-Platine und LED-Modul. Die Auflösung der Grafikkarte muss mindestens so groß eingestellt sein wie die tatsächliche Pixelgröße der Wand. LEDVISION bietet zwei Betriebsarten: Duplicate, bei der die Wand den Monitor spiegelt, und Extend, bei der die Wand als eigene Fläche rechts neben dem Monitor weiterläuft – Letzteres ist die Wiedergabe im Hintergrund.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Bei kleineren, einfacheren LED-Displays, für die eine kompakte und kostengünstige Sendekarte genügt.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Begrenzte Pixelkapazität gegenüber den größeren Colorlight-Modellen; bei größeren Wänden sind die Z-Reihe oder der X16 Pro die passendere Wahl.
Die Colorlight S2 in der Praxis
Reihenfolge bei der Inbetriebnahme: USB-Treiber installieren, LEDVISION installieren, den Modus der Grafikkarte einstellen, danach die drei Schritte `Sending Device Setting` → `Screen Parameters` → `Connection Parameters`. Der letzte Schritt ist die physische Verkabelungsreihenfolge der Kabinette, und die Software verlangt sie ausdrücklich aus der Vorderansicht – genau das wird gern falsch gemacht: Eine aus der Rückansicht aufgezeichnete Kette ergibt ein gespiegeltes Bild. Die Mindestanforderung an den Rechner sind ein 2-GHz-Prozessor und eine Grafikkarte mit DVI-/HDMI-Ausgang und mindestens 512 MB Speicher. Da die Karte im Rechner sitzt, funktioniert die Wand nur, solange der PC eingeschaltet ist: Energieverwaltung, Ruhezustand und automatischer Windows-Neustart führen alle zu einer dunklen Wand und müssen bei der Installation abgeschaltet werden.
Alternativen zur Colorlight S2
Ist die Wand größer, als zwei Gigabit-Ports tragen (wegen der Regel von rund 650 000 Pixeln pro Port etwa 1,3 Millionen Pixel), braucht es den Colorlight X16 Pro oder die Z-Reihe. Wer keinen dauerhaft eingeschalteten PC betreiben will, braucht dort keine Sendekarte, sondern einen asynchronen Player: Taurus TB30/TB40 oder Huidu HD-A4L. Für NovaStar-basierte Kabinette ist die S2 nicht verwendbar, dort ist der MCTRL300 das Gegenstück.
Colorlight S2 Handbuch und Datenblatt
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