Eine Fine-Pitch-Indoor-LED-Panel-Plattform mit einer von vorn wie von hinten wartbaren Modulbauweise.
ROE Visual · Fine-Pitch-Indoor-LED-Panel für Festinstallation und Studioanwendungen
ROE Visual Ruby LED-Modul und Kabinett
Die Reihe Ruby ist die Plattform der Fine-Pitch-Indoor-Panels von ROE Visual, in Pixelpitch-Ausführungen zwischen 1,2 und 2,6 mm. Sie ist typischerweise für Studio-, Einzelhandels- und fest installierte Leitstands-Displayanwendungen entwickelt, bei denen der langfristige, zuverlässige Betrieb und die Farb-/Helligkeitsgleichmäßigkeit das wichtigste Kriterium sind.
Einer der wichtigsten Unterschiede bei Fine-Pitch-Displays ist, ob die Module von vorn oder von hinten wartbar sind. Bei einer nur von hinten wartbaren Bauweise muss der Techniker für den Tausch eines defekten Moduls in den Raum hinter der Wand bzw. dem Rahmen gelangen, was hinter dem Display eine erhebliche Zugangsfläche erfordert. Bei der von vorn wartbaren Bauweise lässt sich das Modul von der Bildfläche her, mit magnetischer Befestigung, abnehmen und tauschen, auch ohne rückwärtigen Zugang – das vereinfacht die Wartung an Orten erheblich, an denen hinter der Wand kein freier Raum ist, etwa bei einer eingebauten Studiowand. Die Modelle der Ruby-Familie sind aus beiden Richtungen wartbar: Sie lassen sich dort betreuen, wo es einen rückwärtigen Zugang gibt, und ebenso dort, wo man das Panel nur von vorn erreichen kann.
Die typische Kabinettgröße beträgt 500 × 500 × 73–108 mm, mit 8–9,5 kg Gewicht, 1500–2500 nit kalibrierter Helligkeit und einer Bildwiederholrate von 7680 Hz. Der LED-Typ ist je nach Modell SMD oder Flip-Chip, mit Common-Cathode-/Common-Anode-Technologie.
Wo die Ruby im LED-Wand-System sitzt
Das Kabinett der Ruby misst 500 × 500 mm bei 73–108 mm Tiefe, darin Module, Netzteil und Empfangskarte; da es von vorn wie von hinten zerlegbar ist, lässt es sich sowohl auf eine Wandkonsole als auch auf einen vom Boden aufgebauten Rahmen installieren – die Richtung des Wartungswegs entscheidet sich vor Ort und nicht am Produkt. Portzahl: Bei P1,25 sind es 400 × 400 = 160 000 Pixel, also laufen vier Kabinette an einem Gigabit-Port (1 m²); bei P2,6 sind es 192 × 192 = 36 864, dort 17 Kabinette, 4,4 m². Eine 12 m² große P1,25-Studiowand erfordert somit 12 Ports, was einen Sender auf dem Niveau einer MX40 Pro, Colorlight X16 Pro oder Brompton Tessera S8 bedeutet.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Empfohlen für fest installierte Anwendungen in Studios, im Einzelhandel oder in Leitständen, wo langfristige Zuverlässigkeit und eine bequeme Wartung (von vorn wie von hinten) gleichermaßen wichtige Kriterien sind.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Wegen der Schutzart IP40 ausschließlich im Innenbereich und in kontrollierter Umgebung nutzbar; am Installationsort ist vorab zu klären, ob für die Wartung vorn oder hinten freier Zugang bestehen wird.
Die Ruby in der Praxis
Bei der Festinstallation bestimmt die Ebene des Rahmens das Endergebnis: Die Kabinettreihen sind mit dem Laserniveau einzumessen, die Stufe zwischen benachbarten Kabinetten sollte unter 0,3 mm bleiben, denn bei 1,25 mm Teilung ist die Naht darüber bereits sichtbar. Ist am Standort nur ein Zugang von vorn möglich, ist vor der Installation zu klären, ob auch Stromanschluss und Signalverkabelung von vorn geführt werden können – die beidseitige Wartbarkeit des Kabinetts löst den Weg der Verkabelung nicht. Der Modultausch erfolgt mit einem Magnetheber, in ein bis zwei Minuten; die Kalibrierkoeffizienten liegen auf der Empfangskarte, ein getauschtes Modul verlangt eine erneute Messung. Im Studio, wo die Wand jahrelang läuft, sind 2–3 % Ersatzmodule und ein Ersatznetzteil der realistische Bestand, dazu einmal jährlich eine Entstaubung.
Alternativen zur Ruby
Wird die Wand bewegt und geht auf Tournee, ist die ROE Visual Black Pearl BP2V2 das Rental-Geschwister – die Ruby ist für die Festinstallation gedacht. Für eine COB-Oberfläche (Reinigbarkeit, Stoßfestigkeit) sind LianTronics VMQ oder Unilumin UMiniIII Pro zu nennen, unter 1 mm die Absen KLCOB V2. Gibt es hinter der Wand keinerlei Zugang und müssen die Netzteile ins Rack, ist die Leyard DirectLight gedacht. Für eine große Fläche mit weniger Nähten baut das 54-Zoll-Kabinett der Leyard TWA.
Ruby Handbuch und Datenblatt
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Ruby im Video
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[ROE Visual] [Ruby] Advantages of the ROE Visual Ruby 2.3 LED screen
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