Kurz gesagt

Fine-Pitch-LED-Display in Flip-Chip-COB-Technologie mit MiniLED-Chips, mit vollständiger Wartung von vorn.

LianTronics · Fine-Pitch-LED-Display in COB-Technologie, von vorn wartbar

LianTronics VMQ Series LED-Modul und Kabinett

Die Reihe VMQ von LianTronics ist eine Fine-Pitch-LED-Displayfamilie in Flip-Chip-COB-Technologie mit MiniLED-Chips, mit einer Pixelpitch-Auswahl zwischen 1,2 mm und 2,5 mm. Laut Hersteller sichert die COB-Bauweise gegenüber der herkömmlichen SMD-Lösung höheren Kontrast, eine lebensechtere Bildqualität und bessere Zuverlässigkeit, da die LED-Chips nicht in eigener Bauform, sondern unmittelbar an das Panel gebunden und mit einer Schutzschicht verschlossen sind.

Das Kabinett misst 640 × 480 mm bei 7,5 kg Gewicht, seine Helligkeit liegt je nach Pixelpitch bei 500–600 nit, die Bildwiederholrate bei 3840 Hz. Die Auflösung variiert je nach gewähltem Pitch zwischen 512 × 384 Pixeln (1,2 mm) und 256 × 192 Pixeln (2,5 mm).

Ein herausgehobenes Merkmal der Reihe ist die vollständige Wartbarkeit von vorn: Die LED-Module lassen sich von der Frontseite des Displays her tauschen, auch ohne rückwärtigen Zugang, was die Wartung bei Installationen vereinfacht, hinter deren Wand kein freier Raum ist.

Wo die LianTronics VMQ Series im Signalweg arbeitet. Jede Station der Grafik ist anklickbar — sie führt in die jeweilige Kategorie.

Wo die VMQ Series im LED-Wand-System sitzt

Das 640 × 480 mm große Kabinett der VMQ sitzt auf einer Wandschiene oder einem Rahmen, die gesamte Wartung geht von vorn, hinter der Wand braucht es also keinen Platz – das begründet die Daseinsberechtigung des Produkts bei an massive Wände montierten Leitstands- und Studiowänden. Portzahl: Bei P1,2 sind es 512 × 384 = 196 608 Pixel, also laufen drei Kabinette an einem Gigabit-Port (0,92 m²); bei P2,5 sind es 256 × 192 = 49 152, dort 13 Kabinette, 4 m². Eine 10 m² große P1,2-Leitstandswand sind 33 Kabinette und 11 Ports – dafür braucht es einen Sender auf dem Niveau einer MX40 Pro oder Colorlight X16 Pro.

WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST

Empfohlen für Innen-Installationen ohne Zugang hinter der Wand (Studio, Leitstand, Besprechungsraum), bei denen der feine Pixelpitch und die ausschließlich von vorn durchführbare Wartung wichtig sind.

WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN

Die offizielle Produktseite nennt weder eine Schutzart noch genaue Verbrauchsangaben (W/m²); fordern Sie diese vor der Beschaffung unmittelbar beim Hersteller an.

Die VMQ Series in der Praxis

Bei COB ist die Oberfläche eine zusammenhängende Schutzschicht, deshalb lässt sie sich abwischen, und es lässt sich keine LED herausschlagen – dafür gibt es keine Reparatur einzelner Pixel, bei einem Fehler wird das Modul getauscht. Der Hersteller nennt keine Schutzart, in feuchte oder staubige Räume (Schwimmbad, Industriehalle) darf es deshalb nur mit schriftlicher Bestätigung des Herstellers. Bei der Installation ist wegen der Kabinettgröße von 640 × 480 die Wandgröße auf diese Teilung zu planen, denn sie lässt sich nicht mit dem üblichen 500er-Raster mischen. Ebenheitstoleranz 0,3 mm. Der Modultausch erfolgt von vorn, magnetisch; die Kalibrierdaten bleiben auf der Empfangskarte, ein getauschtes Modul verlangt eine erneute Messung. In einem Leitstand, wo die Wand rund um die Uhr läuft, sind 3 % Ersatzmodule und ein Ersatznetzteil angebracht.

Alternativen zur VMQ Series

Wird eine 500er-Kabinettteilung gebraucht (etwa wegen der Erweiterung einer bestehenden Wand), passen Unilumin UMiniIII Pro oder ROE Visual Ruby besser. Unter 1 mm geht die Absen KLCOB V2. Müssen die Netzteile ins Rack und darf an der Wand nur das Panel bleiben, ist die Leyard DirectLight das Werkzeug der Wahl. Für eine große Fläche mit weniger Fugen die Leyard TWA. Für Veranstaltungen ist die LEDMAN JS Series das COB-Rental-Kabinett.

VMQ Series Handbuch und Datenblatt

Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.

Verwandte LED-Module

LED-Modul und Kabinett — aber worin steckt sie?

Für sich genommen ist die LianTronics VMQ Series ein Bauteil. Bei uns arbeitet sie in diesen Displays — mit Planung, Fertigung und Montage.

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