Kurz gesagt

Ein Sender-Empfänger-Paar, das ein HDMI-Signal über ein Twisted-Pair-Kabel (Cat) nach dem HDBaseT-Standard über größere Entfernungen bringt.

Lightware Visual Engineering · HDBaseT-Signalübertragungs-Endgerätepaar, HDMI

Lightware HDMI-TPS-TX220 / RX220AK LED-Wand-Infrastruktur

HDBaseT ist ein Branchenstandard, mit dem sich HDMI (Bild, Ton, Steuersignal, sogar Stromversorgung) über ein einziges standardmäßiges Cat5e-/Cat6-Kabel über eine gegenüber dem nativen HDMI-Kabel (rund 10–15 Meter) wesentlich größere Entfernung von typischerweise 70–100 Metern übertragen lässt. Das Paar HDMI-TPS-TX220/RX220AK setzt diese Funktion um: Auf der Quellseite wandelt der Sender das HDMI-Signal in ein HDBaseT-Signal, und der Empfänger neben der Wand wandelt es für den Eingang des Videowand-Controllers (etwa NovaStar, Colorlight) in natives HDMI zurück.

Die HDBaseT-basierte Signalübertragung tritt in der LED-Wand-Infrastruktur typischerweise auf dem Abschnitt zwischen der Signalquelle (etwa Regiepult, Medienserver) und dem Gerätepark (Steuerschrank) auf, wo die Länge eines nativen HDMI- oder SDI-Kabels bereits begrenzend wäre, die teurere optische Lösung aber noch nicht gerechtfertigt ist.

Wo die Lightware HDMI-TPS-TX220 / RX220AK im Signalweg arbeitet. Jede Station der Grafik ist anklickbar — sie führt in die jeweilige Kategorie.

Wo die Lightware HDMI-TPS-TX220 / RX220AK im LED-Wand-System sitzt

Es kommt zwischen die Quelle (Player, Regiepult, HDMI-Ausgang eines Konferenzsystems) und den Videowand-Prozessor, mit einem einzigen geschirmten Cat6-/Cat7-Kabel verbunden. Wichtig: Dieses Cat-Kabel ist kein Netzwerkkabel. Es geht weder an einen Switch noch an ein Patchfeld, sondern Punkt zu Punkt vom Sender zum Empfänger – das HDBaseT-Signal läuft über einen standardmäßigen Switch nicht durch. Der HDMI-Ausgang des Empfängers geht an den Eingang des Prozessors, von dort starten die Pixeldaten zur Sendekarte, was bereits eine davon völlig getrennte Cat-Verkabelung ist.

WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST

Bei HDMI-Signalübertragung über mittlere Entfernungen (rund 70–100 Meter), wo die Länge des nativen HDMI-Kabels nicht mehr genügt, die optische Lösung für die Projektgröße aber übertrieben wäre.

WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN

Die über HDBaseT übertragene Auflösung und Bildwiederholrate hängen auch von der Qualität des Kabels und von der Entfernung ab – bei höherer Auflösung (4K und darüber) ist die im Herstellerdatenblatt angegebene maximale Entfernung typischerweise kürzer als bei niedrigerer Auflösung; das ist bei der Planung zu berücksichtigen.

Die Lightware HDMI-TPS-TX220 / RX220AK in der Praxis

HDBaseT mag die Gewohnheiten der Netzwerkmontage nicht: Patchfeld, Verlängerung und Steckerwechsel verschlechtern allesamt das Signal, und der Fehler tritt nicht allmählich auf, sondern plötzlich – das Bild ist entweder da oder es flackert und fällt in Schwarz. Verlangen Sie deshalb ein durchgehend verlegtes, geschirmtes Kabel mit massiven Adern (Solid) und kein Patchkabel mit Litzenadern. Die angegebene maximale Entfernung gilt immer für die niedrigste Auflösung: Bei 1080p60 läuft ein wesentlich längerer Abschnitt als bei UHD, bei der Planung ist im Datenblatt also die Zeile der tatsächlich genutzten Auflösung zu betrachten. Bei einer HDCP-Quelle (Player, Streaming-Box) ist auch die Übereinstimmung der HDCP-Version zu prüfen, sonst bleibt das Bild schwarz.

Alternativen zur Lightware HDMI-TPS-TX220 / RX220AK

Oberhalb von 90–100 Metern oder wenn auf der Trasse eine starke elektromagnetische Störung liegt, ist eine optische Lösung nach Art des DP-OPT-TX100/RX100 die richtige Stufe. Sind Quelle und Wand in einem Raum (innerhalb von 10–15 Metern), braucht es überhaupt keinen Extender, ein hochwertiges, zertifiziertes HDMI-Kabel genügt. Muss zwischen mehreren Quellen umgeschaltet werden, ist nicht ein Extender die Lösung, sondern ein Matrix-Umschalter oder mehrere Eingänge des Videowand-Prozessors.

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LED-Wand-Infrastruktur — aber worin steckt sie?

Für sich genommen ist die Lightware HDMI-TPS-TX220 / RX220AK ein Bauteil. Bei uns arbeitet sie in diesen Displays — mit Planung, Fertigung und Montage.

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