Ein Sender-Empfänger-Paar (Extender) zur Übertragung eines DisplayPort-Signals über Glasfaser, mit dem sich die 100-Meter-Grenze der Kupferverkabelung weit überschreiten lässt.
Lightware Visual Engineering · optisches (Glasfaser-)Signalübertragungs-Endgerätepaar, DisplayPort
Lightware DP-OPT-TX100 / RX100 LED-Wand-Infrastruktur
Die kupferbasierte Cat5e-/Cat6-Signalübertragung ist bei LED-Wänden typischerweise auf rund 100 Meter begrenzt – an größeren Standorten (Stadion, Arena, Konzertort), wo die Entfernung zwischen Leitstand und Wand darüber hinausgeht, ist eine optische (Glasfaser-)Signalübertragung nötig. Das DP-OPT-TX100/RX100 ist ein Sender-Empfänger-Paar, das ein DisplayPort-Signal auf Glasfaser umsetzt und damit eine wesentlich größere Entfernung sowie eine stabilere, von Reflexionen und elektromagnetischen Störungen freie Signalübertragung ermöglicht als das Kupferkabel.
Bei LED-Wand-Projekten kommt das typischerweise dann ins Spiel, wenn wegen der Entfernung zwischen dem Videowand-Controller (etwa NovaStar, Colorlight, Brompton) und dem Leitstand oder wegen der elektrischen Störbelastung des Standorts eine Cat6-/HDMI-Verkabelung aus Kupfer nicht mehr zuverlässig ist – dann wird das Signal mit einem optischen Konverter umgesetzt, über die Faser transportiert und anschließend von der Empfangseinheit neben der Wand zurückgewandelt.
Wo die Lightware DP-OPT-TX100 / RX100 im LED-Wand-System sitzt
Im Signalweg sitzt dies auf dem Abschnitt zwischen der Videoquelle (Medienserver, Abspiel-PC) und dem Videowand-Prozessor bzw. dem Sende-Controller, also auf dem Weg des Bildsignals – nicht auf dem Cat6-Pixeldatenabschnitt nach der Sendekarte. Der Sender wird an den DisplayPort-Ausgang der Quelle angeschlossen, die Faser läuft über die Trasse, der Empfänger wandelt am Eingang des Geräteparks neben der Wand in ein DP-Signal zurück, von wo der NovaStar-/Colorlight-/Brompton-Prozessor es erhält. In die Trasse sollte von vornherein auch eine Reservefaser eingezogen werden: Sie nachträglich zu ergänzen kostet ein Vielfaches.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
An großen Standorten (Stadion, Arena, Open-Air-Veranstaltung), wo die Entfernung zwischen Controller und LED-Wand die praktische Grenze der Kupfer-Cat5e-/Cat6-Verkabelung von rund 100 Metern überschreitet oder wo auf der Kabeltrasse eine starke elektromagnetische Störquelle liegt.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Die optische Signalübertragung reagiert empfindlicher als die Kupferverkabelung auf Verschmutzung der Faser und auf Bruch (Einhaltung des Biegeradius) – bei Montage und Reinigung der Steckverbinder erfordert sie mehr fachliche Sorgfalt als ein einfaches Kupfer-Patchkabel.
Die Lightware DP-OPT-TX100 / RX100 in der Praxis
Die Planungsschwelle: Die 100-Meter-Grenze des Kupferkabels ist in der Praxis bereits bei 90 Metern riskant, denn auch Steckverbinder, Patchfelder und die tatsächliche Qualität des Kabels zehren an der Reserve – oberhalb von 90 Metern ist auf Glasfaser zu wechseln, nicht erst bei 100. Bei der Fasermontage verursacht das verschmutzte Steckerende die meisten Fehler: Das LC-Ende ist vor jedem Stecken zu reinigen, und der vom Hersteller angegebene minimale Biegeradius darf weder im Kabelkanal noch hinter dem Schrank verletzt werden. Eine geknickte Faser ergibt zeitweilige, von selbst „ausheilende“ Bildausfälle, die sich leicht fälschlich dem Controller zuschreiben lassen.
Alternativen zur Lightware DP-OPT-TX100 / RX100
Unter 90 Metern und unterhalb von 4K-Auflösung ist das HDBaseT-Paar HDMI-TPS-TX220/RX220AK günstiger und einfacher zu montieren, weil es über standardmäßiges Cat-Kabel läuft. Muss nicht das Bildsignal, sondern die Pixeldaten nach der Sendekarte weit transportiert werden, braucht es keinen Extender, sondern eine optische Empfangskarte oder einen Faserkonverter aus dem eigenen Angebot des Controllerherstellers. Entscheidungskriterien: die Entfernung, die Auflösung und ob auf der Trasse eine starke Störquelle verläuft (Hochspannungskabel, Frequenzumrichter).
Lightware DP-OPT-TX100 / RX100 Handbuch und Datenblatt
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