16-kanaliger LED-Treiber-IC mit PWM-Steuerung für 1:32-Zeilenabtastung (Scan), mit integrierter Fehlererkennung und Ghosting-Reduzierung.
Chipone · Treiber-IC (Driver IC), 16-kanalig, PWM, konstantstromgeregelt
Chipone ICND2153 LED-Wand-Bauteil
Der ICND2153 gehört zu den Treiber-ICs mit integrierter PWM-Steuerung, den sogenannten Scan-Typen (Abtastung), die bei Modulen mit dichterem Pixelraster und einer Abtastung im Verhältnis 1:16 oder 1:32 eingesetzt werden. Die Stromgenauigkeit zwischen den Kanälen und zwischen den Chips liegt laut Hersteller unter 2,0 %, was bei einer größeren Wand aus vielen Modulen für gleichmäßige Helligkeit und Farbübereinstimmung wichtig ist.
Der Treiber enthält eine integrierte Vorladeschaltung (Precharge) zur Verringerung des Ghosting (blasses Geisterbild auf den dunklen Pixeln) und kann eigenständig, ohne externe Bauteile, die Unterbrechung einzelner LEDs (Fehler im offenen Stromkreis) erkennen – Letzteres ermöglicht es, dass die Steuersoftware (etwa eine Wartungssoftware im Stil von NovaLCT) die fehlerhaften Pixel bei der Wartung automatisch meldet.
Wo die ICND2153 im LED-Wand-System sitzt
In einem abgetasteten Modul arbeiten der Treiber-IC und die Zeilenauswahl (Dekoder + schaltender MOSFET) im Gespann: Das Verhältnis 1:32 bedeutet, dass eine bestimmte Zeile nur 1/32 der Zeit leuchtet und das Auge den schnellen Wechsel als zusammenhängendes Bild sieht. Die Empfangskarte liefert die Bilddaten und den Graustufentakt dazu; wegen der integrierten PWM erzeugt der Chip die Helligkeitsstufen selbst, die Empfangskarte muss nicht je Einzelbild alle Graustufen durchtakten.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Bei abgetasteten (Scan-Typ-)Modulen mit dichterem Pixelpitch (Fine Pitch), wo genaue Graustufen und die automatische Erkennung fehlerhafter Pixel wichtig sind.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Die Ansteuerung per Abtastung (Scan) ergibt für sich genommen eine geringere effektive Bildwiederholrate als eine statische (1:1-)Ansteuerung – bei Kamera oder Liveübertragung kann das zu Streifen (Flicker) führen, wenn das Modul keine Betriebsart mit hoher Bildwiederholrate (High Refresh) hat.
Die ICND2153 in der Praxis
Die LED-Unterbrechungserkennung ist die eine Funktion, die der Auftraggeber in der Wartung sofort spürt: Die Wartungssoftware kann eine Karte der fehlerhaften Pixel erstellen, sodass die Wand nicht mit dem Auge abgesucht werden muss. Fragen Sie nach, ob das beim gelieferten Gespann aus Modul und Empfangskarte tatsächlich aktiv ist. Bei falsch eingestellter Spannung der Ghosting-mindernden Vorladung bleibt auf dunklem Hintergrund ein blasses, verwaschenes Nachbild – eine typische Beschwerde auch bei günstigeren Modulen mit demselben Chip, denn nicht der IC, sondern die Einstellung ist fehlerhaft. Die 1:32-Abtastung holt aus derselben Lampenperle weniger Licht heraus als 1:16, deshalb sollten Sie bei einer sonnenbeschienenen Außenwand gesondert nach dem Scan-Verhältnis fragen.
Alternativen zur ICND2153
Ist der Preis entscheidend und läuft die Wand aus der Ferne betrachtet bei voller Helligkeit, ist der ICND2038S günstiger. Kommt sie vor die Kamera (Übertragung, Studio, virtuelle Produktion), ist die höhere effektive Bildwiederholrate des Macroblock MBI5253 mit S-PWM die richtige Stufe; werden feine Übergänge und eine größere Bittiefe gebraucht, der MBI5153. Bei einem sehr dichten Mini-LED-Raster verringert der 48-kanalige MBI5353 die Zahl der Chips. Entscheidungskriterium: Kamera → S-PWM, Betrachtung aus der Nähe → hohe Bittiefe, Preis → Einstiegstreiber.
ICND2153 Handbuch und Datenblatt
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