16-kanaliger konstantstromgeregelter LED-Treiber mit integrierter PrecisionDrive-Technologie zur Beseitigung des Ghosting.
Macroblock · Treiber-IC (Driver IC), 16-kanalig, konstantstromgeregelt
Macroblock MBI5124 LED-Wand-Bauteil
Der taiwanische Hersteller Macroblock ist einer der verbreitetsten Treiber-IC-Hersteller in der LED-Display-Industrie. Der MBI5124 ist ein 16-kanaliger konstantstromgeregelter Treiber, dessen Ausgangsstrom sich bei 5 V Versorgung zwischen 1 und 25 mA und bei 3,3 V zwischen 1 und 10 mA je Kanal einstellen lässt; die Technologie PrecisionDrive™ des Herstellers ist ausdrücklich auf den Betrieb mit geringem Strom und geringer Helligkeit optimiert (etwa für den Innenbereich und abgedunkelte Säle).
Die Stromabweichung zwischen den Kanälen liegt laut Herstellerdatenblatt unter 2,5 %, die Abweichung zwischen den Chips unter 3 %, was praktische Bedeutung hat: Je größer diese Streuung, desto stärker zeigt sich die Modulgrenze (ein Streifen an der Fügung der Module) auf einer gleichmäßig grauen oder weißen Fläche. Der IC enthält außerdem eine integrierte Vorladeschaltung zur Verringerung des Ghosting.
Wo die MBI5124 im LED-Wand-System sitzt
Von den 16-kanaligen Treibern sitzen auf einem Modul so viele, wie Farbkanäle von Pixelspalten anzusteuern sind; in einer Kette (Daisy Chain) verbunden geben sie den seriellen Datenstrom der Empfangskarte aneinander weiter. Beim MBI5124 erzeugt nicht der Chip die Graustufen eigenständig, sondern die Zeitsteuerung der Empfangskarte über die Austastleitung (OE) – die Bildqualität hängt hier also an der gemeinsamen Abstimmung von Empfangskarte und Treiber und nicht am IC allein. Die Zeilenauswahl übernehmen ein getrennter Dekoder und eine Schaltstufe.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Bei Displays im Innenbereich, die auch bei geringer Helligkeit ein gleichmäßiges Bild verlangen (etwa Studio, Besprechungsraum, Schaufenster), wo die Unsichtbarkeit der Modulgrenzen eine wichtige Qualitätsanforderung ist.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Die Stromgenauigkeit des Datenblatts bezieht sich nur auf den Treiber-IC – für die endgültige Farbübereinstimmung muss der Modulhersteller auch den Bin (die Fertigungscharge) der Lampenperlen auf den Treiber abstimmen; ein guter Treiber-IC allein korrigiert eine schlechte Auswahl der Lampenperlen nicht.
Die MBI5124 in der Praxis
Die Streuung von ±2,5 % zwischen den Kanälen und ±3 % zwischen den Chips laut Datenblatt wird dort sichtbar, wo die Module aufeinandertreffen: Auf einem gleichmäßig grauen oder hellen Pastellbild zeichnen sich bei einer Wand mit schlechter Streuung die Modulgrenzen als Gitterlinien ab. Verlangen Sie bei der Abnahmeprüfung deshalb ein gleichmäßig graues Testbild bei 20–30 % Helligkeit – auf Weiß und im Bewegtbild versteckt sich dieser Fehler. Die Optimierung von PrecisionDrive auf geringen Strom gilt genau der Situation, in der eine Innenwand mit einem Bruchteil der Nennhelligkeit betrieben wird; läuft die Wand dauerhaft auf 100 %, kommt dieser Vorteil nicht zum Tragen, dafür altert die Lampenperle schneller und die Wärmebelastung ist höher.
Alternativen zur MBI5124
Ist das Modul abgetastet und wird eine eigenständige PWM gebraucht, sind Chipone ICND2153 oder Macroblock MBI5153 das Gegenstück; für den Kameraeinsatz die S-PWM des MBI5253. Nach unten ist der ICND2038S der günstigere Einstieg, dafür bei geringer Helligkeit weniger genau. Der teurere Treiber rechnet sich dort, wo die Wand in einem abgedunkelten Raum, bei geringer Helligkeit und aus der Nähe betrachtet wird – bei einer Außentafel, die im Sonnenlicht mit voller Helligkeit läuft, ist der Unterschied praktisch nicht sichtbar.
MBI5124 Handbuch und Datenblatt
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