Das Kartenformat-Geschwister des TB60, mit denselben 2,3 Millionen Pixeln Belastbarkeit, in einbaufähiger Ausführung.
NovaStar · asynchroner/synchroner Multimedia-Player
NovaStar Taurus T60 asynchrone LED-Steuerung
Der T60 ist das Spitzenmodell der T-Linie innerhalb der Taurus-Reihe, funktional dem TB60 ähnlich (max. 2 300 000 Pixel Belastbarkeit, synchroner und asynchroner Modus), jedoch im Kartenformat ohne Gehäuse, ausgelegt für den Einbau in ein eigenes Gehäuse oder in vorhandene Elektronik. Er unterstützt auch die synchrone Wiedergabe auf mehreren Displays und lässt sich damit ebenfalls bei größeren Installationen mit geteilter Fläche einsetzen.
Die T-Reihe (T30/T50/T60) ist typischerweise bei Herstellern und Systemintegratoren beliebt, die die NovaStar-Steuerelektronik in ein eigenes Gehäuse und ein eigenes Industriedesign einbauen wollen, im Gegensatz zur fertigen, eigenständigen Gehäuseausführung der TB-Reihe. Auch hier muss das 4G-/5G-Modul gesondert gekauft werden.
Wo die Taurus T60 im LED-Wand-System sitzt
Derselbe Signalweg wie beim TB60, nur ohne Gehäuse: Das vom internen 32-GB-Speicher oder vom HDMI-Eingang startende Bild gelangt über fünf Gigabit-LED-Ports und Cat5e-/Cat6-Kabel zu den Empfangskarten, von dort über HUB75E zu den Modulen. Ein Port trägt bei 60 Hz rund 650 000 Pixel, die 2 300 000 Pixel entsprechen also der Auslastung von etwa vier Ports. Die Karte baut der Systemintegrator in sein eigenes Gehäuse, seinen Mastkasten oder hinter das Kabinett ein und speist sie mit 5–12 V DC. Die Softwareumgebung bleibt unverändert: ViPlex Express (PC), ViPlex Handy (mobil), die VNNOX-Cloud und NovaLCT für die physische Belegung der Wand.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Wenn der Controller in ein eigenes Gehäuse oder in eine individuelle Elektronikkonstruktion integriert werden muss und keine fertige Gehäuselösung gesucht ist.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Eine Karte ohne Gehäuse, für den Schutz (Staub, Feuchtigkeit, mechanische Beschädigung) muss also der Systemintegrator sorgen; auch hier gehört das 4G-/5G-Modul nicht zur Grundausstattung.
Die Taurus T60 in der Praxis
Die Logik der Inbetriebnahme entspricht der der Gehäusegeschwister – WLAN im AP-Modus, Passwortwechsel, Zeitzone und NTP, Helligkeitsplanung –, der Unterschied liegt in der Mechanik. Als Karte ohne Gehäuse liegen Schutz gegen Staub, Kondensation und Vibration sowie Kühlung und Erdung in der Verantwortung des Integrators; in einem Mastkasten im Freien sind der vollständig geschlossene Einbau ohne Belüftung und das Kondenswasser die häufigsten Fehler. Wegen der Versorgung mit 5–12 V DC sind auch Leitungsquerschnitt und Spannungsabfall zu planen, denn bei zu niedriger Eingangsspannung startet das Gerät zufällig neu. Die Platzierung der WLAN-Antenne in einem Metallgehäuse ist eine eigene Frage: Ohne eine nach außen geführte Antennendurchführung wird der drahtlose Zugriff unbrauchbar. Auch hier gehört das 4G-/5G-Modul nicht zur Grundausstattung. Bei einem Internetausfall läuft der heruntergeladene Inhalt weiter, nur Aktualisierung und Fernüberwachung bleiben stehen.
Alternativen zur Taurus T60
Ist kein individueller Einbau nötig, liefert der TB60 dasselbe im fertigen, geschützten Gehäuse – mit geringerem Planungsrisiko. Für kleinere Pixelzahlen genügen die niedrigeren Mitglieder der T-Linie (T30/T50) oder der TB40. In Kartenausführung sind der Sysolution Y50 und der Huidu HD-C16L die direkten Wettbewerber, Letzterer steuert mit 12 HUB75E-Ports die Module auch ohne separate Empfangskarte an. Sind dagegen ein Livevideosignal, ein Kamerabild oder ein veranstaltungstechnischer Quellenwechsel die Aufgabe, ist statt einer asynchronen Karte ein synchroner Sender (VX400/VX600) mit fester Quelle die richtige Aufstellung.
Taurus T60 Handbuch und Datenblatt
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