200-W-Netzteil in offener Leiterplattenausführung mit hoher Leistungsdichte – für den Einbau in einen kompakten LED-Schrank.
MEAN WELL · Netzteil, offene Ausführung (grüne Leiterplatte), hohe Leistungsdichte
Mean Well EPP-200 LED-Wand-Bauteil
Die EPP-Reihe ist die Netzteilfamilie von Mean Well in offener Ausführung auf grüner Leiterplatte (PCB), die ausdrücklich von einer hohen Leistungsdichte gekennzeichnet ist (viel Leistung auf kleinem Raum) – das EPP-200 gibt seine 200 Watt auf einer Grundfläche von rund 10 × 5 cm ab. Diese Eigenschaft macht es für den Einbau in einen engen, geschlossenen LED-Modulschrank oder in ein Kabinett geeignet, wo der Platz knapp, die Kühlung (die Luftströmung des Schranks) aber angemessen gelöst ist.
Die Familie ist in mehreren Ausgangsspannungsvarianten (12–48 V) mit integrierter PFC erhältlich. Wichtig ist: Wegen der offenen Leiterplattenausführung schützt die EPP-Reihe für sich genommen nicht gegen Staub oder Feuchtigkeit – den Schutz muss das geschlossene Gehäuse des Moduls oder des Schranks sicherstellen.
Wo die EPP-200 im LED-Wand-System sitzt
Das EPP kommt in das Innere des Kabinetts, hinter die Module, typischerweise an die Metallrückwand geschraubt, damit die Rückwand auch als Wärmeableiter arbeitet. Sein DC-Ausgang geht über ein kurzes Kabel großen Querschnitts auf die Verteilerschiene des Kabinetts, von dort auf das Stromkabel der Module. Da es eine offene Leiterplatte ist, liefern auch den Berührungs- und den Staubschutz das geschlossene Gehäuse des Kabinetts – Lüftungsöffnungen, Lüfter und die Anordnung des Netzteils müssen zusammenwirken, sonst heizt sich das Netzteil selbst auf.
WANN ES DIE RICHTIGE WAHL IST
Als in einen kompakten, geschlossenen LED-Modulschrank oder in ein Kabinett eingebaute Stromversorgung, wo der Platz knapp ist, aber die eigene Kühlung/Luftströmung des Schranks gelöst ist.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN
Wegen der offenen Leiterplattenausführung ist das EPP für sich genommen weder staubgeschützt noch wasserdicht – das kann nur die geschlossene Bauweise des umschließenden Moduls bzw. Schranks sicherstellen, anders als bei der eigenen Schutzart IP67 der HLG-Reihe.
Die EPP-200 in der Praxis
Die offene Ausführung hat zwei praktische Folgen. Erstens: Beim Öffnen des Kabinetts arbeitet der Monteur neben einer unter Spannung stehenden, blanken Leiterplatte, deshalb ist die Freischaltung in die Serviceanweisung zu schreiben – das ist keine Formalität, sondern die häufigste Unfallquelle bei der Wartung einer LED-Wand. Zweitens: Der Staub sammelt sich auf der Leiterplatte und kann in feuchter Umgebung binnen weniger Jahre Kriechströme verursachen, deshalb ist die Reinigung der Kabinettfilter nicht verzichtbar. Rechnen Sie bei der Dimensionierung auch hier mit dem Verbrauch eines vollständig weißen Bildes, mit 20–30 % Reserve – ein größeres Netzteil passt nachträglich nicht mehr in das Kabinett, dieser Fehler lässt sich also nicht günstig beheben.
Alternativen zur EPP-200
Ist das Kabinett ausdrücklich für ein LED-Display gebaut, ist das G-Energy JPS200V genau auf diesen Einbauplatz bemessen (195 × 110 × 30 mm) und kommt mit 5-V-Ausgang – das EPP lässt sich wegen seiner Ausgänge von 12–48 V bei vielen Modulen nur mittelbar einsetzen. Für ein in einen Schrank montiertes System ohne Platznot ist das geschlossene Gehäuse des LRS-350 sicherer. Entscheidungskriterium: die Versorgungsspannung des Moduls und die verfügbare Einbautiefe.
EPP-200 Handbuch und Datenblatt
Die Dokumente liegen auf der Seite des Herstellers und öffnen in einem neuen Fenster — so erhalten Sie immer die aktuellste Fassung. Ihren Inhalt kopieren und übersetzen wir nicht.
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