Programmierbare Textanzeigen entstehen aus denselben liegenden Elementen wie unsere großen Flächen: 32 Zentimeter breit, 16 Zentimeter hoch. Länge und Bauhöhe wachsen in festen Schritten. Anders als bei einer Anzeige im Büroflur planen wir hier zuerst die Umgebung ein – Staub, Kondenswasser, Erschütterung und Griffhöhe – und erst danach den Text.
Laufschrift Duisburg — Fertigung, Montage, Angebot
Germany · 1082 km vom Werk in Győr
Eine Textanzeige in Duisburg arbeitet selten in sauberer Luft. Rund um Ruhrort und auf den Umschlagflächen in Rheinhausen liegt feiner Staub auf jeder waagerechten Kante, vom Rhein steigt in kühlen Nächten Feuchte auf, und in Hallen kommt die Erschütterung von Kranfahrten und Staplerverkehr dazu. In einer Ladenzeile an der Königstraße oder an der Weseler Straße in Marxloh ist die Umgebung freundlicher, dafür steht die Anzeige in Griffweite. Was eine Laufschrift hier tatsächlich aushalten muss, entscheidet über Bauart, Anbringung und die Frage, wie oft jemand hinmuss.
Den Aufstellort auf Staub und Feuchte einordnen
Drei Umgebungen, drei Bauarten
Ein Büroflur, eine Umschlaghalle und eine überdachte Rampe sind drei völlig verschiedene Aufgaben. Im geschlossenen, trockenen Raum genügt die Innenausführung mit 700 bis 800 nit. In einer staubigen Halle wählen wir eine geschlossene Bauform, auch wenn dort kein Regen fällt, weil sich Feinstaub sonst in den Lüftungswegen absetzt. An halboffenen Stellen, wo Nebel und Kondenswasser hinkommen, verwenden wir die dichte Ausführung mit Schutzart IP65 und einer Leuchtdichte ab 4.500 nit. Diese Einordnung nehmen wir vor Ort vor – ein Foto zeigt Staub und Feuchte nicht.
Kondenswasser hinter der Scheibe verhindern
Abstand, Luft und der Morgen nach einer kalten Nacht
Eine Anzeige unmittelbar hinter einer Schaufensterscheibe ist ein klassischer Fall für beschlagenes Glas. Nachts kühlt die Scheibe aus, tagsüber erwärmt sich die Luft dahinter, und ohne Zirkulation schlägt sich Feuchte genau dort nieder, wo der Text stehen soll. Wir montieren deshalb mit einigen Zentimetern Abstand zum Glas und lassen die Luft oben und unten frei; in Räumen mit hoher Luftfeuchte kommt eine leichte Dauerbelüftung dazu. Die Anzeige selbst erzeugt Abwärme, die dabei hilft – aber nur, wenn sie abziehen kann.
Die Anbringhöhe gegen Griffweite wählen
Was in Reichweite hängt, wird angefasst
In einer belebten Einkaufsstraße gilt eine einfache Regel: Was in zwei Metern Höhe hängt, wird berührt, beklebt oder angestoßen. Wir setzen Anzeigen in solchen Lagen entweder deutlich höher oder schützen die Front mit einer klaren Abdeckung, die sich reinigen und im Bedarfsfall tauschen lässt. In Hallen kommt der umgekehrte Fall vor: Dort ist die Gefahr der Stapler, nicht die Hand. Ein seitlicher Anfahrschutz oder eine um einen Meter versetzte Position kostet wenig und erspart den teuersten aller Schäden – den mechanischen.
Die Anzeige an eine vorhandene Leitung hängen
Strom ja, eigenes Datenkabel nein
Für den Betrieb braucht die Tafel eine Stromzuleitung, mehr nicht. Die Inhalte kommen drahtlos aus dem Hausnetz, über eine vorhandene Netzwerkdose oder mit einem Speicherstick. In den Bestandsbauten rund um Ruhrort und den Innenhafen ist das der entscheidende Punkt: Eine neue Datenleitung durch Brandabschnitte und über Höfe zu ziehen kostet mehr als die Anzeige selbst. Bei schwachem Funkempfang in Stahlhallen setzen wir einen Zugangspunkt in Sichtweite oder greifen doch auf die Netzwerkdose zurück; welcher Weg trägt, messen wir beim Ortstermin und nicht nach der Montage.
Die Reinigung in den Hausablauf aufnehmen
Zweimal im Jahr zwanzig Minuten
Der häufigste Grund für eine Anzeige, die nach zwei Jahren müde wirkt, ist keine defekte Elektronik, sondern eine Staubschicht auf der Front. Wir legen bei der Übergabe fest, wer die Fläche in welchem Abstand reinigt und womit – trocken absaugen statt nass wischen, keine Lösungsmittel, und die Lüftungsöffnungen der Rückseite nicht vergessen. In den Hallen rund um den Duisburger Hafen heißt das zweimal jährlich, in einem Ladengeschäft in Hamborn einmal. Zwanzig Minuten Arbeit erhalten die Ablesbarkeit, für die Sie bezahlt haben.
Den Störungsfall vor dem ersten Betriebstag durchspielen
Fernprüfung, Reservesatz und erst dann 1.082 Kilometer
Wir richten den Fernzugang gemeinsam mit Ihnen ein und prüfen ihn, solange wir noch vor Ort sind. Kommt später eine Meldung, sehen wir zuerst nach, ob es an der Zuspielung, an der Zeitsteuerung oder an einem Element liegt. Für den letzten Fall liegt ein Reservesatz an einem festen Platz im Haus – nicht in einem Schrank, den nach zwei Jahren niemand mehr findet, sondern dokumentiert und beschriftet. Der Tausch dauert wenige Minuten und wird telefonisch angeleitet. Eine Anfahrt über 1.082 Kilometer planen wir erst, wenn ein größerer Schaden feststeht; das ist bei dieser Entfernung kein Detail, sondern der Unterschied zwischen einer Woche und einem Tag Ausfall.

