Röviden

Unsere festen Anzeigeflächen bestehen aus liegenden Elementen; ein Element deckt 32 mal 16 Zentimeter ab. Daraus ergeben sich Format, Rahmen, Gewicht und Anschlusswert. Wir fertigen in Győr und bauen in Duisburg auf. Nachfolgend die sechs Schritte, die wir in dieser Reihenfolge gehen – wobei der erste nichts mit Technik zu tun hat.

LED-Wand Duisburg — Fertigung, Montage, Angebot

Germany 1082 km vom Werk in Győr

Duisburg arbeitet am Wasser. Der Duisburger Hafen ist der größte Binnenhafen Europas, und was ihn umgibt – Umschlagflächen, Werkstore, Speditionshallen, Leitwarten – prägt auch die Anforderungen an eine fest eingebaute Bildfläche. Hier hängt eine Anzeige selten in einer klimatisierten Lobby, sondern über einer Toreinfahrt, in einer Halle mit Staub und Hallenkran oder an einer Fassade, die vom Rhein her Feuchte abbekommt. Wer in dieser Umgebung plant, beginnt nicht bei der Bildschirmdiagonale, sondern bei der Zufahrt und beim Umgebungsschmutz.

Die Zufahrt bis vor die Halle abfahren

Was ein Sattelzug im Hafengebiet schafft und was nicht

Bevor irgendetwas gerechnet wird, klären wir den Weg des Materials. Schranke, Werkstor, Wendekreis, Rampenhöhe, Zufahrtszeiten, gegebenenfalls eine Voranmeldung beim Werkschutz: In Logistik- und Industrielagen entscheidet das über einen halben Arbeitstag. Steht der Aufstellort im Obergeschoss, kommen Aufzugmaße und Treppenbreiten dazu, denn die Bauteile kommen in Kisten und nicht als fertige Wand. Diese Angaben holen wir vor dem Angebot ein. Ein Aufbautag, an dem das Fahrzeug zwei Stunden vor einer geschlossenen Schranke steht, ist die teuerste vermeidbare Position im ganzen Projekt.

Die gewünschte Bildfläche in ganze Elemente zerlegen

Rechnen in Schritten von 32 und 16 Zentimetern

Ein reales Beispiel aus einer Halle in Rheinhausen: Frei war eine Wandfläche von sechs mal dreieinhalb Metern. Daraus wurde eine Bildfläche aus achtzehn Elementen nebeneinander und einundzwanzig Reihen übereinander – 5,76 mal 3,36 Meter. Die restlichen vierundzwanzig beziehungsweise vierzehn Zentimeter blieben als Luft für Rahmen und Ausrichtung. Zwischenmaße gibt es nicht: Die Fläche wächst in ganzen Elementen oder gar nicht. Diese Aufstellung liegt jedem Angebot bei, damit die Zahl auf dem Papier und das Maß an der Wand dieselbe Zahl sind.

Das Raster an der Leitwarte anders ansetzen als am Werkstor

Zwei Anlagen im selben Haus, zwei Auflösungen

In einer Leitwarte sitzen Menschen zwei bis drei Meter vor der Fläche und lesen Zahlenkolonnen; dort ist P1.5 bis P2.5 angebracht, und alles Gröbere ermüdet nach einer Schicht. Eine Anzeige über einer Toreinfahrt, die aus fünfzehn bis zwanzig Metern vom Fahrersitz aus erfasst wird, ist mit P4 bis P8 sinnvoll bestückt; feiner zu bauen wäre reine Geldverbrennung. Dazwischen liegt der Besprechungsraum mit erster Reihe bei fünf Metern, für den P2.5 bis P4 passt. Wir bestimmen den kürzesten tatsächlichen Leseabstand am Ort, weil er die größte einzelne Preisstellschraube im gesamten Projekt ist.

Ein LED-Poster dort einplanen, wo kein Monteur nötig ist

Aufstellen statt anschrauben – bei 1.082 Kilometern der Unterschied

Für viele Aufgaben ist eine geschraubte Wand schlicht die falsche Bauform. Das LED-Poster ist eine hochkant stehende digitale Plakatfläche auf fahrbarem Gestell; die Bildfläche misst 64 mal 192 Zentimeter, der Rahmen ragt 201 Zentimeter hoch, das Gerät bringt 45 Kilogramm auf die Waage. Aufgebaut wird nichts – es wird gerollt, hingestellt und eingesteckt. Weder Gerüst noch Hubsteiger noch eine Verankerung in der Fassade sind erforderlich, und eine statische Beurteilung entfällt ebenfalls; das Aufstellen übernimmt Ihr eigenes Personal. Bei 1.082 Straßenkilometern zwischen unserem Werk und Duisburg fällt das ins Gewicht: Während eine feste Wand einen Vorbereitungstag, Übernachtungen und zwei Fahrtage bindet, ist das Gerät binnen einer Woche vor Ort – im Schalterraum an der Königstraße, im Wartebereich eines Ärztehauses oder im Empfang einer Spedition am Innenhafen. Es lässt sich mit anderen Einheiten in Reihe schalten und als ein einziges Bild betreiben, sodass Sie mit einem Gerät beginnen und später erweitern können. Für innen liefern wir P1.5 GOB, P2 GOB oder P2.5 mit 700 bis 800 nit, für draußen die kabinettierte Ausführung mit 4.500 bis 5.000 nit. Ein Akku für vier bis sechs Stunden ist optional erhältlich, ebenso eine zusammenklappbare Bauform und eine Variante im fahrbaren Koffer.

Die Anlage gegen Staub, Feuchte und Erschütterung auslegen

Was Hafenluft und Hallenbetrieb der Technik abverlangen

Im Freien ist die Bauart dicht ausgeführt, Schutzart IP65, mit einer Leuchtdichte ab 4.500 nit und einer Reserve bis 5.500 nit für Flächen, die mittags voll in der Sonne stehen; abends senkt ein Sensor ab. In Hallen ist nicht das Wasser das Thema, sondern der Feinstaub, der sich auf jeder waagerechten Kante absetzt und die Kühlung behindert. Wir planen dort größere Wartungsabstände und einen Reinigungsintervall ein und stimmen die Aufhängung mit dem Hallenbetrieb ab, damit Erschütterungen aus Kranfahrten nicht direkt in die Konstruktion gehen. Vom Rhein her kommt außerdem Feuchte, die in kalten Nächten kondensiert – ein Grund mehr für die dichte Bauart auch an halboffenen Stellen wie einer überdachten Rampe.

Zwei Fahrtage über 1.082 Kilometer einkalkulieren

Anreise, Aufbau, Übergabe und was danach im Haus bleibt

Zwischen unserem Werk und Duisburg liegen 1.082 Straßenkilometer; daraus werden ein Anreisetag, ein bis zwei Aufbautage, Übernachtungen und eine Rückfahrt. Diese Positionen stehen einzeln im Angebot – Kilometer, Fahrzeit, Auslösung, Unterkunft – und nicht anteilig im Quadratmeterpreis versteckt. Zur Lieferung gehören Reserveelemente, die bei Ihnen bleiben; damit lässt sich ein ausgefallenes Stück ohne Anreise tauschen, wir leiten die Handgriffe an. Bevor ein Fahrzeug losfährt, sehen wir per Fernzugriff nach, denn Fehler in der Zuspielung geben sich regelmäßig als vermeintlicher Hardwareschaden aus. Die Gewährleistung umfasst zwölf oder vierundzwanzig Monate, abhängig von der vereinbarten Ausführung.

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