Pixelpitch beim LED-Poster: P1.5, P2 oder P2.5 – welcher passt zu Ihnen
Über den Pixelpitch eines LED-Posters entscheidet eine einzige Frage: aus welcher Nähe es betrachtet wird. Zwischen P1.5, P2 und P2.5 liegt nicht der Unterschied zwischen besser und schlechter, sondern die Frage, aus wie vielen Metern sich das Bild zusammenfügt, ab wann es bequem zu betrachten ist und wie viel Information lesbar auf eine Fläche passt.

Was die P-Zahl beim LED-Poster genau bedeutet
Die Zahl hinter dem Buchstaben P gibt den Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter Pixel in Millimetern an. P2.5 bedeutet also eine Teilung von 2,5 mm, P2 von zwei, P1.5 von anderthalb. Daraus ergibt sich mit einer einzigen Division auch die Pixeldichte: Auf einem Quadratmeter liegen so viele Pixel, wie 1 geteilt durch das Quadrat des Pixelpitch in Metern ergibt. So enthält P2.5 genau 160.000 und P2 genau 250.000 Pixel je Quadratmeter. Der Nennwert von P1.5 wäre mit dieser Formel 444.444, auf dem Datenblatt des im Angebot geführten P1.5-Posterpanels stehen dagegen 422.753 px/m². Daraus zurückgerechnet beträgt die tatsächliche Teilung nicht 1,5, sondern 1,538 mm. Das ist kein Fehler und kein Trick: Die Hersteller passen die Teilung an das physische Maß des Panels an, damit auf die Panelbreite von 640 mm eine ganze Zahl von Pixeln fällt – 640 geteilt durch 1,538 ergibt genau 416. Stehen in einem Angebot bei P1.5 runde 444.000 px/m², verlangen Sie dazu auch die in Pixeln angegebene Auflösung, denn die beiden sind nicht dasselbe, und für die Inhaltsplanung ist nur Letztere brauchbar.
Die entscheidende Frage: aus welcher Nähe wird es betrachtet – Es gibt drei Abstandsschwellen, und sie werden regelmäßig verwechselt
Es geht um drei gut voneinander getrennte Abstände, und die meisten Missverständnisse entstehen daraus, dass für sie derselbe Name verwendet wird. Der erste ist das Datenblatt-Minimum: Auf unseren Moduldatenblättern stimmt der minimale empfohlene Betrachtungsabstand in Metern mit dem Millimeterwert des Pixelpitch überein, bei P2.5 also 2,5 Meter, bei P2 2 Meter, bei P1.8 1,8 Meter, bei P1.5 1,5 Meter. Aus geringerer Nähe fügt sich das Bild nicht mehr zusammen: Das Auge sieht die Bildpunkte einzeln, und die Fläche wirkt eher wie ein Raster als wie ein Bild. Der zweite ist der bequeme Betrachtungsabstand, und dafür gilt auf der gesamten Website dieselbe Regel: das 2,5- bis 3-Fache des Millimeterwerts des Pixelpitch in Metern. Bei P2.5 sind das 6,3 bis 7,5 Meter, bei P2 5 bis 6, bei P1.8 4,5 bis 5,4, bei P1.5 3,8 bis 4,5 Meter. Mit demselben Faktor arbeitet auch unser Hauptbeitrag über den Pixelpitch für große LED-Wände (P4 → 10 bis 12 Meter, P10 → 25 bis 30 Meter), und beim Poster gibt es keinen Grund, etwas anderes zu sagen. Der dritte ist die Auflösungsgrenze: Die Winkelauflösung des intakten menschlichen Auges beträgt rund 1 Bogenminute, zwei Bildpunkte verschmelzen deshalb vollständig, wenn der Pixelpitch unter einem kleineren Winkel erscheint. Das sind je Millimeter Pixelpitch rund 3,44 Meter, bei P2.5 also 8,6 Meter, bei P2 6,9 Meter, bei P1.8 6,2 Meter, bei P1.5 5,3 Meter. Gut zu sehen ist, dass die bequeme Spanne nicht zufällig beim 2,5- bis 3-Fachen liegt: Sie endet genau unterhalb der Entfernung, in der das Pixelraster auch physisch verschwindet. Und hier kommt die Besonderheit des Posters. Der Betrachter steht typischerweise innerhalb von 1 bis 3 Metern, die bequeme Spanne erreicht also keine Posterausführung, nicht einmal P1.5. Beim Poster ist deshalb das Datenblatt-Minimum die maßgebliche Untergrenze, und man muss wissen, dass das Pixelraster aus der Nähe sichtbar bleibt. Das ist kein Fehler: Hier ist nicht das Ziel, dass die Fläche wie eine Fotografie aussieht, sondern dass die Botschaft in zwei Sekunden ankommt. Über den Pixelpitch entscheiden deshalb zwei praktische Fragen: Ist das Datenblatt-Minimum am nächsten realen Blickpunkt erfüllt, und passt der Inhalt lesbar darauf?
P1.5, P2 und P2.5 nebeneinander auf dem Panel mit 640 x 1920 mm
Das Rückgrat des Angebots bildet das stehende Posterpanel mit 640 x 1920 mm – daneben gibt es auch Ausführungen mit 60 x 160 und 80 x 200 cm, doch der Vergleich der Pixelpitches ist auf diesem einen Maß am klarsten. 640 x 1920 mm sind genau 1,23 Quadratmeter aktive Fläche, und auf diesem festen Maß bestimmt der Pixelpitch unmittelbar die Auflösung. Bei P2.5 sind es 256 x 768 Pixel, insgesamt 196.608 Bildpunkte. Bei P2 320 x 960 Pixel, insgesamt 307.200 Bildpunkte. Bei P1.5 ergeben sich aus der tatsächlichen Teilung von 1,538 mm 416 x 1248 Pixel, insgesamt 519.168 Bildpunkte. P1.5 enthält also 2,64-mal so viele Bildpunkte wie P2.5 und 1,69-mal so viele wie P2. Diesen Unterschied lohnt es sich in Pixeln und nicht in Prozent zu betrachten, weil bei der Inhaltsplanung genau diese Zahl zählt: Auf einer solchen Leinwand muss der Grafiker arbeiten. Das Display eines heutigen Smartphones ist typischerweise mehr als 1.000 Pixel breit; das P2.5-Poster liefert waagerecht rund ein Viertel davon – obwohl es physisch 64 Zentimeter breit ist. Die folgende Tabelle zeigt die Daten aller drei Ausführungen gemeinsam, ergänzt um das dazwischenliegende P1.8.
Wie viel Information passt darauf? Buchstabengröße, Zeilenzahl und QR-Code
Der Pixelpitch ist in der Praxis keine ästhetische, sondern eine Frage der Informationsdichte, und hier lässt sich an zwei getrennte Grenzen stoßen. Die erste ist die physische Versalhöhe. Auf der Website arbeiten wir durchgehend mit derselben Faustregel: 1 Zentimeter Versalhöhe ergibt rund 1,2 Meter planerischen, also bequemen Leseabstand, und die gerade noch entzifferbare Grenze liegt bei etwa dem Dreifachen. Für Bildschirminhalte gibt es einen ausdrücklichen Zuschlag: Bei mehrzeiligen, textdichteren Flächen lohnt es sich, mit dem Dreifachen der Grundregel zu rechnen, also mit 2,5 Zentimetern Versalhöhe je Meter, denn dort ist nicht ein einzelnes Wort zu erkennen, sondern es sind mehrere Zeilen durchzulesen. Die zweite Grenze ist das Raster, und beim Poster ist es die strengere. Gemischter Text aus Groß- und Kleinbuchstaben beginnt unterhalb von rund 12 bis 16 Pixeln Buchstabenhöhe körnig und ungleichmäßig zu werden, weshalb bei der Inhaltsplanung 16 Pixel die sinnvolle Untergrenze sind. Das bedeutet auf P2.5 40 mm, auf P2 32 mm und auf P1.5 25 mm physische Buchstabenhöhe. Nach der Grundregel sind diese aus 4,8, 3,8 beziehungsweise 3 Metern bequem lesbar; mit dem strengeren Zuschlag für mehrzeilige Bildschirminhalte dagegen aus 1,6, 1,3 und 1 Meter. Die beiden Zahlen zusammen beschreiben die reale Lage: Eine einzelne kurze Hauptbotschaft ist auf allen drei Ausführungen auch von einem entfernteren Punkt des Raums zu lesen, mehrzeiligen, informationsdichten Inhalt liest dagegen niemand anders als aus der Nähe durch. Der Unterschied zeigt sich in der Zeilenzahl: Mit 16 Pixel hohen Buchstaben und anderthalbfachem Zeilenabstand, also 24 Pixel Zeilenhöhe, passen auf das 1920 mm hohe Panel bei P2.5 theoretisch 32, bei P2 40 und bei P1.5 52 Textzeilen – mit realem, luftigem Satz lohnt es sich, mit rund der Hälfte davon zu planen. Der QR-Code zeigt den Unterschied noch schärfer. Ein QR-Code der Version 2 mit 25 x 25 Modulen ist samt der nach Norm verpflichtenden Ruhezone von vier Modulen 33 Module breit, und es ist Planungspraxis, je Modul mindestens 3 physische Pixel vorzusehen, damit das Raster die Modulgrenzen nicht verwischt – das sind 99 Pixel. Das ergibt auf P2.5 ein Quadrat mit 25 cm, auf P2 mit 20 cm und auf P1.5 mit 15 cm Seitenlänge. Auf einem 64 cm breiten Poster nimmt der P2.5-QR-Code also 39 Prozent der Gesamtbreite ein. Enthält das Motiv einen QR-Code, entscheidet diese eine Zahl oft für sich allein über den Pixelpitch.
P2.5: für die Mehrzahl der Standorte die richtige Antwort
Im Verkaufsraum, im Restaurant, am Messestand, im Flur und im Wartebereich bleibt der Betrachter typischerweise nicht näher als 2,5 Meter vor der Fläche stehen, weil er keinen Grund dazu hat: Er geht daran vorbei oder steht einige Meter davon entfernt in der Schlange. An diesen Standorten erfüllt P2.5 sein Datenblatt-Minimum, und ist der Raum groß genug, dass die Mehrheit der Betrachter die Fläche auch aus mehr als 6 Metern sieht, ist es bereits in seiner bequemen Spanne – dort hat die feinere Ausführung mit bloßem Auge keinen sichtbaren Vorteil, liefert aber mit weniger LED-Chips und weniger Treiberelektronik dasselbe geschäftliche Ergebnis. In der Spanne zwischen 2,5 und 6 Metern bleibt P2.5 eine gute Wahl für große, kontrastreiche Kompositionen mit wenigen Wörtern; erscheinen auf dem Motiv dagegen eine detailreiche Produktaufnahme, ein kleines Logo oder ein QR-Code, lohnt es sich in dieser Spanne, auf P2 zu wechseln. Das P2.5-Poster ist sowohl in Indoor- als auch in Outdoor-Ausführung erhältlich, was ein wichtiger Unterschied ist: Die Outdoor-Variante entsteht in einem witterungsbeständigen Gehäuse und liefert erheblich mehr Helligkeit, damit sie auch in direktem Sonnenlicht sichtbar bleibt. P2.5 ist zudem auch inhaltlich die nachsichtigste Wahl: Es ist auf weniger Pixel zu gestalten, weshalb der Grafiker zur großen, kontrastreichen Komposition mit wenigen Wörtern gezwungen ist, die auf einem LED-Poster ohnehin am besten funktioniert. Wer das Papierplakat ablöst, für den genügt typischerweise P2.5, und die Differenz ist besser in die Inhaltsproduktion oder in ein zweites Gerät investiert.
P2: der Gleichgewichtspunkt für Schaufenster, Empfang und Bankfiliale
P2 ist dort angebracht, wo der nächste Betrachter zwischen 2 und 2,5 Metern stehen bleibt, das Datenblatt-Minimum von P2.5 also bereits knapp ist – beziehungsweise dort, wo der Betrachtungsabstand zwar größer ist, der Inhalt aber detailreich. Typisch dafür sind der 2 Meter breite Gehwegstreifen vor der Schaufensterscheibe, die Fläche neben dem Empfangstresen, die Wartezone im Kundenraum einer Bankfiliale oder der engere Teil eines Einkaufszentrumsflurs. Das Datenblatt-Minimum von P2 beträgt 2 Meter, seine bequeme Spanne 5 bis 6 Meter, und das Pixelraster verschwindet bei 6,9 Metern vollständig. Das Raster mit 320 x 960 Pixeln trägt bereits die detailliertere Produktaufnahme, das kleinere Logo und auch den QR-Code mit 20 cm. Das im Angebot erhältliche Premium-P2-Poster mit 80 x 200 cm entsteht mit 1.000 Nit Helligkeit und einem 4K-fähigen Android-Mediaplayer, was zur größeren Fläche eine anteilige Leuchtdichte und auch komplexe Inhalte ermöglicht. Das P2 mit 640 x 1920 mm ist zudem in vergossener GOB-Ausführung erhältlich, die der Fläche Schlag- und Kratzschutz gibt. Wenn die Entscheidung auf eine einzige Regel zu vereinfachen ist: Bei einem nächsten Blickpunkt zwischen 2 und 2,5 Metern ist P2 die Untergrenze, und zwischen 2,5 und 6 Metern der sichere Mittelweg, wenn das Motiv detailreich ist – weder in der Bildqualität noch bei den Kosten führt es ins Extrem.
P1.5: wenn der Betrachter auf Armlänge steht
P1.5 ist dann angebracht, wenn man wirklich an die Fläche herantreten kann und auch wird: die Innenwand eines Premium-Einzelhandelsgeschäfts, der Empfang eines Hotels, das Foyer vor einem Besprechungsraum, ein Markenpräsentationsraum, wo der Besucher das Bild aus anderthalb bis zwei Metern betrachtet und die Fläche selbst Teil des Qualitätsversprechens der Marke ist. Wichtig zu wissen: Die feinste Posterteilung im Angebot ist P1.5, und auch ihr Datenblatt-Minimum beträgt 1,5 Meter – bleibt der Betrachter noch näher stehen, wird das Bild keiner Posterausführung körnungsfrei sein, dann ist der Inhalt auf größere Elemente zu planen. Im Angebot entsteht diese Ausführung in vergossener GOB- beziehungsweise COB-Technologie, mit 3.840 Hz Bildwiederholrate, 700 bis 800 Nit Grundhelligkeit, die bei Bedarf auf 1.500 Nit angehoben werden kann, mit 160 Grad Betrachtungswinkel und einem Geräuschpegel unter 20 dB. Letzteres kommt selten zur Sprache, dabei verschlechtert hörbares Lüftergeräusch in einer ruhigen Hotellobby oder einem Wartezimmer den Eindruck spürbar. Auch die Anschlussmöglichkeiten sind reicher: Neben HDMI-, DVI- und SDI-Eingang stehen auch WiFi 6 und Bluetooth 5.0 im Datenblatt, das Poster lässt sich also von einer Live-Signalquelle, sogar von einer Kamera, ansteuern und nicht nur aus einer aus der Cloud zeitgesteuerten Dateiliste. P1.5 ist also nicht einfach feiner, sondern eine andere technische Klasse, und das lohnt es sich bei der Angebotsanfrage als eigene Frage zu behandeln.
P1.8: gibt es auf dem Markt, bei uns aber nicht erhältlich
Zwischen P1.5 und P2 gibt es auf dem Markt eine Zwischenausführung, das P1.8, im selben Postergehäuse mit 640 x 1920 mm. WICHTIG: Im Angebot unseres Fertigungspartners gibt es so etwas NICHT — für den Innenbereich sind P1.5 GOB, P2 GOB und P2.5 erhältlich, für den Außenbereich P2.5 und P3 in Kabinettbauweise. Wir schreiben trotzdem darüber, weil Ihnen das Modell bei anderen Anbietern begegnen kann und es sich lohnt zu wissen, was es bedeutet. 640 geteilt durch 1,8 ergibt keine ganze Zahl, weshalb das tatsächliche Raster bei P1.8-Panels fast sicher vom Nennwert abweicht — dort sollten Sie die in Pixeln angegebene Auflösung ausdrücklich schriftlich verlangen. In der Praxis beträgt der Unterschied zwischen P1.8 und P1.5 beim Betrachtungsabstand einige Dezimeter; wird die Fläche also für eine so nahe Betrachtung gebraucht, ist bei uns das P1.5 GOB die Antwort.
GOB-Oberfläche: beim Poster oft wichtiger als der Pixelpitch
Beim GOB-Verfahren (Glue on Board) werden die LEDs an der Paneloberfläche mit transparentem Harz vergossen, sodass eine zusammenhängende, ebene Schutzschicht entsteht. Beim LED-Poster zählt das besonders viel, denn das Gerät steht auf Bodenhöhe, auf einem Rollfuß, typischerweise im Publikumsverkehr: Einkaufswagen, Koffer, Kinderhände, Reinigungsmaschine und feuchtes Wischen treffen es. Auf einer mit herkömmlichen, hervorstehenden SMD-LEDs bestückten Fläche können diese Einwirkungen Schäden verursachen, und die Fläche lässt sich nicht sicher abwischen. Die GOB-Fläche ist dagegen schlag- und kratzfest, mit einem feuchten Tuch zu reinigen, und das Harz hält auch die Feuchtigkeit von der Elektronik fern. Je feiner der Pixelpitch, desto dichter stehen die LEDs und desto größer ist das mechanische Risiko, weshalb im Angebot das P1.5-Poster von vornherein in GOB-Ausführung entsteht und auch das P2 so erhältlich ist. Bei für Veranstaltungen bestimmten, viel bewegten Postern lohnt es sich dagegen auch bei P2.5 darüber nachzudenken, selbst wenn der Pixelpitch allein es nicht rechtfertigen würde. Über den Aufbau der LED-Chips und die Unterschiede der Technologien SMD, DIP und COB haben wir in einem eigenen Beitrag ausführlich geschrieben.
Helligkeit: für innen genügen 800 Nit, für ein sonniges Schaufenster nicht
Im Innenbereich liegt der Bedarf bei 600 bis 1.200 Nit, unsere eigenen Indoor-Module liefern 800 bis 1.200 Nit. Unsere Poster-Produktseiten bewegen sich innerhalb dieser Spanne: Die P2.5-Ausführung mit 60 x 160 cm liefert 800, das Premium-P2 mit 80 x 200 cm 1.000 Nit, und das P1.5-GOB-Poster startet bei 700 bis 800 Nit und lässt sich bis 1.500 Nit hochschalten. Bei künstlicher Beleuchtung genügt das. In einem der Sonne ausgesetzten Schaufenster ist dieses Niveau jedoch zu niedrig, und hier sprechen wir von einer ganz anderen Größenordnung: Das fachliche Minimum sind 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Helligkeitsregelung, und unsere eigenen Outdoor-LED-Module liefern 5.000 bis 8.000 Nit – das Outdoor-P2 ist auf 5.000, das Outdoor-P2.5 auf 5.500 Nit ausgelegt, die Outdoor-Module mit größerem Pixelpitch gehen noch darüber hinaus. Bei einer Werbeanlage gibt es allerdings auch eine Obergrenze: Die zulässige Leuchtdichte kann örtlich begrenzt sein, insbesondere nach Sonnenuntergang; klären Sie das bei der zuständigen Stelle Ihrer Gemeinde. Bei einem zur Straße gerichteten Outdoor-Poster ist die automatische Helligkeitsregelung deshalb kein Komfortextra, sondern das Mittel, die Vorgaben einzuhalten – und sie senkt nebenbei auch den Verbrauch. Das ist eines der häufigsten und teuersten Missverständnisse beim Kauf eines LED-Posters, denn von außen sehen Indoor- und Outdoor-Ausführung fast gleich aus, während das Indoor-Poster im Mittagslicht hinter dem Glas schlicht verblasst. Zur Entscheidung braucht es kein Messgerät: Scheint die Sonne jemals direkt auf den vorgesehenen Platz, braucht es eine witterungsbeständige Outdoor-Ausführung, und ein solches P2.5-Poster ist im Angebot erhältlich.
3.840 Hz: warum es zählt, wenn es jemals vor eine Kamera kommt
Die Posterpanels des Angebots entstehen mit 3.840 Hz Bildwiederholrate, und das ist keine Marketingzahl. Bei niedrigerer Bildwiederholrate erscheinen auf der mit Telefon oder Videokamera gemachten Aufnahme waagerechte Streifen und Flimmern, weil die Verschlusszeit der Kamera und der Schalttakt der LEDs nicht zusammenfallen. Wollen Sie das Poster jemals in Social-Media-Inhalten, auf einem Pressefoto, in einem Eventvideo oder in einer Firmenaufnahme zeigen, sind 3.840 Hz die praktische Untergrenze. Einer der wichtigsten geschäftlichen Nutzen von LED-Postern besteht gerade darin, dass sie zum sichtbaren Element der Markenkommunikation werden, sie kommen also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dann vor eine Kamera, wenn das beim Kauf kein Gesichtspunkt war. Die Bildwiederholrate hängt nicht mit dem Pixelpitch zusammen: In unserer Moduldatenbank haben die Indoor-Module mit feinem Pixelpitch alle 3.840 Hz, die für die Ferne bestimmten Outdoor-Ausführungen mit großem Pixelpitch entstehen dagegen auch mit 1.920 Hz – verlangen Sie diese Angabe deshalb als eigene Zeile im Angebot, statt sie vorauszusetzen.
Die Logik der Preisbildung: warum sie nicht proportional zur Pixelzahl ist
Statt konkreter Beträge lohnt es sich, die Struktur zu verstehen, denn daran lässt sich jedes Angebot prüfen. Auf dem P1.5-Panel stecken 2,64-mal so viele LED-Chips und anteilig mehr Treiberschaltungen wie auf dem P2.5, die Materialkosten des Panels sind also erheblich höher – doch nicht genau in diesem Verhältnis, weil der Träger, der Rahmen und ein Teil der Elektronik nicht von der Pixeldichte abhängen. Der Endpreis folgt der Pixelzahl noch weniger, denn mehrere Bestandteile des Posters sind unabhängig vom Pixelpitch dieselben: das Aluminiumgehäuse und der Rollfuß, das Netzteil, der Mediaplayer, die Steuerung, der Transport, die Montage und die Einweisung. Diese Posten bleiben auch bei der feineren Ausführung unverändert und machen anteilig deshalb einen immer kleineren Teil aus. Daraus folgen zwei praktische Schlüsse. Zum einen ist die Differenz zwischen P2.5 und P2 anteilig kleiner, als man nach der Pixelzahl erwarten würde, wenn der Betrachtungsabstand also ein Grenzfall ist, lohnt sich P2 häufig. Zum anderen ist es irreführend, ausschließlich Panelpreise zu vergleichen: Verlangen Sie immer ein detailliertes Angebot, in dem Panel, Stativ, Steuerung, Mediaplayer, Transport, Montage und Einweisung auf eigenen Zeilen stehen, denn nur so lassen sich zwei Angebote vergleichen.
Verbrauch: Nicht die Pixeldichte treibt ihn, sondern die Helligkeit
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass der feinere Pixelpitch automatisch sehr viel mehr verbraucht. Den Verbrauch bestimmen in erster Linie die eingestellte Helligkeit und die Helligkeit des dargestellten Inhalts, nicht die Zahl der Pixel: Auf dieselbe Nit-Zahl eingestellt erzeugt das dichtere Panel dieselbe Leuchtdichte mit mehr, aber einzeln weniger Strom aufnehmenden LEDs. Als allgemeiner, für die gesamte Website gültiger Wert liegt der durchschnittliche Betriebsverbrauch einer LED-Fläche bei 150 bis 300 W je Quadratmeter. Darin nehmen laut unseren eigenen Moduldatenblättern die Indoor-Ausführungen im Durchschnittsbetrieb 220 bis 280 und die Outdoor-Ausführungen 200 bis 300 W/m² auf, der Spitzenwert – bei vollflächigem Weiß – liegt bei unseren Indoor-Modulen bei 580 bis 650 W/m²; in den Katalogdaten beträgt der Durchschnittswert 38 bis 43 Prozent der Spitze. Bezogen auf die aktive Fläche von 1,23 Quadratmetern des Posters mit 640 x 1920 mm bedeutet das rund 270 bis 345 W durchschnittliche Betriebs- und 710 bis 800 W Spitzenleistung, bei einer Indoor-Einstellung von 800 Nit eher die untere Hälfte der Spanne. Das ist größenordnungsmäßig der Verbrauch eines Desktop-Computers, nicht der einer Klimaanlage. Die nächtliche zeitgesteuerte Abschaltung und die automatische Helligkeitsregelung senken gemeinsam die Jahresrechnung erheblich und verlangsamen auch die Alterung der LEDs.
Erweiterung: aus fünf Postern eine Videowand von 6,14 Quadratmetern
Eine der am meisten unterschätzten Eigenschaften moderner LED-Poster ist, dass sie sich verketten und per Software als eine einzige zusammenhängende Fläche ansteuern lassen – im Angebot steht auch eine fertige Videowand-Konfiguration aus fünf Panels. Fünf Panels mit 640 x 1920 mm nebeneinandergestellt ergeben eine Fläche von 3.200 x 1.920 mm, also 6,14 Quadratmeter. Die zusammenhängende Auflösung ergibt sich je nach Pixelpitch: bei P2.5 1280 x 768, bei P2 1600 x 960, bei P1.5 2080 x 1248 Pixel. Nach der Einstufung unserer eigenen Dimensionierungslogik gehören die ersten beiden zur HD-Klasse, die P1.5-Zusammenstellung fällt dagegen bereits in die Full-HD-Klasse, sie genügt also auch für Markenfilme und Live-Signalquellen. Für die Entscheidung bedeutet das, dass Sie die endgültige Größe nicht jetzt festlegen müssen: Sie können mit einem oder zwei Panels beginnen und im Takt des Budgets erweitern – vorausgesetzt, Sie wählen beim ersten Kauf einen verkettbaren Typ, und jede Erweiterung erfolgt mit einem Panel desselben Pixelpitch. Es lohnt sich allerdings, die Erweiterung schon bei der ersten Bestellung anzukündigen: Zwischen Panels aus verschiedenen Fertigungschargen kann ein sichtbarer Farbunterschied bleiben, darüber haben wir in unserem Beitrag zum Vergleich der LED-Technologien ausführlicher geschrieben.
Entscheidungsreihenfolge in fünf Schritten
Die ganze Wahl lässt sich auf fünf Fragen vereinfachen, in dieser Reihenfolge. Erstens: Auf wie viele Meter bleibt der nächste Betrachter tatsächlich stehen? Das Datenblatt-Minimum ist die harte Untergrenze, über 2,5 Metern ist P2.5, zwischen 2 und 2,5 Metern P2, zwischen 1,8 und 2 Metern P1.8, zwischen 1,5 und 1,8 Metern P1.5 der Ausgangspunkt – und sieht die Mehrheit der Betrachter die Fläche auch aus mehr als 6 Metern, ist P2.5 bereits in seiner bequemen Spanne, ein Schritt darüber hinaus ist überflüssig. Zweitens: Scheint jemals direktes Sonnenlicht auf die Fläche? Wenn ja, braucht es eine Outdoor-Ausführung, denn in puncto Helligkeit überschreibt das alles andere. Drittens: Was wird das kleinste Element des Motivs? Wenn ein QR-Code oder kleingedruckte Information, rechnen Sie deren physische Größe mit den obigen Faktoren aus, bevor Sie einen Pixelpitch wählen. Viertens: Wie geschützt ist die Fläche physisch? Steht sie im Publikumsverkehr oder bewegen Sie sie viel, verlangen Sie eine GOB-Ausführung. Fünftens: Planen Sie eine Erweiterung? Wenn ja, wählen Sie einen verkettbaren Typ und halten Sie schriftlich fest, dass die spätere Erweiterung mit einem Panel desselben Pixelpitch erfolgt. Haben Sie diese fünf Fragen durchlaufen, ist die restliche Entscheidung nur noch eine Frage von Maß und Gehäuse, wobei ein kostenloser Vor-Ort-Termin schnell hilft.
Experten-Tipp
Die günstigste und verlässlichste Prüfung, die Sie zu Hause in fünf Minuten durchführen können: Öffnen Sie das geplante Motiv in einem Bildbearbeitungsprogramm und skalieren Sie es genau auf die Pixelauflösung, die das Poster liefert – bei P2.5 auf 256 x 768, bei P2 auf 320 x 960, bei P1.5 auf 416 x 1248 Pixel. Sehen Sie sich das Bild danach bei 100 Prozent Zoom am Monitor an. Was Sie dort nicht lesen können, werden Sie auch auf dem Poster nicht lesen, denn das Poster baut das Bild physisch aus ebenso vielen Bildpunkten auf. Dieser Test filtert die meisten falschen Pixelpitch-Entscheidungen noch vor der Angebotsanfrage heraus und gibt auch dem Grafiker ein genaues Leinwandmaß. Ergänzend messen Sie mit dem Maßband vor Ort, wo Menschen tatsächlich stehen bleiben und wo sie nur vorbeigehen – schätzen Sie nicht, denn das ist die einzige Eingangsgröße, aus der die übrigen Zahlen folgen, und sie entscheidet, ob das Datenblatt-Minimum überhaupt erfüllt ist.
Häufige Fehler
1. Es wird ein Indoor-Poster mit 800 Nit für ein sonnenbeschienenes Schaufenster bestellt, wo das Bild im Mittagslicht verblasst – an einen solchen Platz gehört eine witterungsbeständige Outdoor-Ausführung, deren Helligkeit oberhalb von 5.000 Nit beginnt. 2. Es wird die feinste Ausführung P1.5 für einen Standort gewählt, an dem der Betrachter nie näher als 6 Meter herankommt: Dort ist P2.5 bereits in seiner bequemen Betrachtungsabstandsspanne, das 2,64-fache Pixelplus sieht also niemand, es erscheint nur auf der Rechnung. 3. Es wird nicht gemessen, wo der nächste Betrachter tatsächlich stehen bleibt, und das Poster kommt näher als das Datenblatt-Minimum – innerhalb von anderthalb Metern zerfällt auch das Bild eines P1.5 in ein Raster. 4. Der Inhalt eines gedruckten A4-Plakats wird unverändert auf das Poster übertragen, samt kleingedruckter Fußnote, die auf einem 256 Pixel breiten Raster unlesbar bleibt. 5. Es wird ein QR-Code ohne Größenprüfung auf das Motiv gesetzt, dabei ist ein einfacher QR-Code der Version 2 auf P2.5 samt Ruhezone 25 cm lang – 39 Prozent der Panelbreite. 6. Die GOB-Frage wird nicht geklärt, dabei steht das Poster auf Bodenhöhe im Publikumsverkehr, wo hervorstehende SMD-LEDs durch Stöße beschädigt werden und die Fläche sich nicht sicher abwischen lässt. 7. Es wird nicht nach der Bildwiederholrate gefragt, und dann streift das Bild im Social-Media-Video und in der Firmenaufnahme: 3.840 Hz sind die praktische Untergrenze, und das hängt nicht mit dem Pixelpitch zusammen. 8. Es wird ausschließlich der Quadratmeterpreis des Panels verglichen, ohne Stativ, Steuerung, Mediaplayer, Transport, Montage und Einweisung, und so wird zwischen zwei unvergleichbaren Angeboten gewählt.
| Pixelpitch | Pixel / m² | Auflösung auf dem Panel 640 x 1920 mm | Datenblatt-Minimum des Betrachtungsabstands | Bequemer Betrachtungsabstand (Pitch x 2,5–3) | Vollständiges Verschwinden des Pixelrasters (1 Bogenminute) | Seitenlänge des QR-Codes (33 Module, 3 px/Modul) | Typischer Standort |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| P1.5 (tatsächliche Teilung 1,538 mm) | 422.753 (Datenblattwert) | 416 x 1248 px = 519.168 Bildpunkte | ca. 1,5 m | ca. 3,8–4,5 m | ca. 5,3 m | 15 cm | Premium-Geschäft, Hotelempfang, Besprechungsfoyer – mit einem Blickpunkt von 1,5 bis 2 Metern |
| P1.8 (bei uns nicht erhältlich) | ca. 309.000 (nominell) | Raster je Hersteller verschieden – verlangen Sie es in Pixeln | ca. 1,8 m | ca. 4,5–5,4 m | ca. 6,2 m | 18 cm | Zwischenstufe, wenn der nächste Blickpunkt bei 1,8 bis 2 Metern liegt |
| P2 (2,0 mm) | 250.000 | 320 x 960 px = 307.200 Bildpunkte | ca. 2 m | ca. 5–6 m | ca. 6,9 m | 20 cm | Schaufenster, Empfang, Bankfiliale, Einkaufszentrumsflur – ab einem Blickpunkt von 2 bis 2,5 Metern |
| P2.5 (2,5 mm) | 160.000 | 256 x 768 px = 196.608 Bildpunkte | ca. 2,5 m | ca. 6,3–7,5 m | ca. 8,6 m | 25 cm | Verkaufsraum, Restaurant, Messestand, Wartebereich – über 2,5 Meter |
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