Firmenschild herstellen Schritt für Schritt: vom Vor-Ort-Termin bis zur Montage
Die Herstellung eines Firmenschilds besteht aus acht Schritten, und bei einem leuchtenden Außenschild, dessen Anbringung ein behördliches Verfahren erfordert, vergehen von der Bestellung bis zur Montage typischerweise 4 bis 8 Wochen. Der längste Posten ist oft nicht die Fertigung, sondern die grafische Freigabe und die Vorbereitung des Verfahrens.

Was als Firmenschild gilt – und was nicht – Firmenschild, Auslegerschild und Namensschild abgegrenzt
Das Firmenschild ist die Fläche, die am Betriebsstandort oder an der Fassade des Ladenlokals das Unternehmen kenntlich macht: Firmenname, Logo, Tätigkeit, gegebenenfalls Öffnungszeiten. Es hat drei große Familien: die nicht leuchtende flache Tafel, das leuchtende (LED-)Firmenschild – Leuchtkasten, Leuchtbuchstaben, LED-Neon-Schriftzug – und die programmierbare Anzeige mit wechselbarem Inhalt. Das sind einander konkurrierende Lösungen für denselben Platz an der Fassade. Vom Firmenschild abzugrenzen ist das Auslegerschild: Es steht rechtwinklig zur Wandfläche auf einer Konsole und unterliegt wegen der auskragenden Konstruktion oft einer strengeren Beurteilung, auch was die Nutzung öffentlichen Grundes betrifft. Nicht hierher gehören das gravierte Kunststoff-Namensschild, das Bürotürschild und die Gedenktafel: Sie entstehen in anderer Fertigungstechnik und in einem anderen Gewerk. Wenn das Ziel ist, dass Ihr Unternehmen auch nach Einbruch der Dunkelheit von der Straße aus sichtbar ist, suchen Sie eine Lösung im leuchtenden Zweig, und davon handelt dieser Beitrag. In unserer Kategorie Leuchtreklame und Werbetafeln lässt sich das gesamte Angebot ansehen, den weiteren technischen Überblick über die drei Technologien (Leuchtkasten, Buchstabenreihe, LED-Matrix) gibt unser Beitrag zu den Leuchtschild-Technologien.
Die acht Schritte der Firmenschild-Herstellung im Überblick
Der Ablauf ist folgender: (1) Bedarfsklärung – was kommuniziert werden muss und von wo aus es gesehen wird; (2) kostenloser Vor-Ort-Termin – Maße, Fassadentyp, Stromeinspeisung; (3) Technologiewahl – Leuchtkasten, Leuchtbuchstaben oder programmierbare LED; (4) Grafik- und Visualisierungsentwurf im Tag- und im Nachtzustand; (5) die behördliche Anzeige beziehungsweise Genehmigung bei der zuständigen Stelle; (6) Fertigung; (7) Befestigung und elektrischer Anschluss; (8) Übergabe, Dokumentation, Einweisung. Die Schritte 3 bis 5 überlappen sich teilweise, und genau darauf kommt es an: Startet das Verfahren erst nach dem fertigen Schild, beißt sich das Projekt in den eigenen Schwanz, denn ein abgelehntes Gestaltungselement bedeutet Neuplanung und Neufertigung. Dieser Beitrag konzentriert sich von hier an durchgehend auf die Aufgaben des Auftraggebers, Schritt für Schritt: Der Auftraggeber hat an drei Punkten etwas zu tun – die Vektordatei des Logos, die Zustimmung des Fassadeneigentümers und die Festlegung des Stromentnahmepunkts –, alles Übrige übernimmt der Ausführende. Geht es nicht um ein Firmenschild, sondern um eine Werbetafel im weiteren Sinn, haben wir die Verzweigungen nach Bauart und Verfahrenstyp (nicht leuchtend, Leuchtkasten, Leuchtbuchstaben, programmierbar, Full-Color) in unserem Beitrag zum Ablauf der Werbetafel-Herstellung durchgegangen – die wiederholen wir hier nicht.
Schritt 1: Bedarfsklärung – sechs Fragen, die Sie sich selbst beantworten müssen
Für ein gutes Angebot müssen sechs Dinge bekannt sein. Was soll das Schild sagen: nur Firmenname und Logo oder auch Preis und Öffnungszeiten? Ändert sich der Inhalt monatlich, oder bleibt er jahrelang derselbe? Aus welcher Entfernung wird es betrachtet: vom Gehweg aus 5 Metern oder von einer vierspurigen Straße aus 40 Metern? Muss es auch nachts funktionieren, oder geht es nur um die Wirkung am Tag? Ist die Fassade gemietet oder Eigentum? Und schließlich: Planen Sie eine Erweiterung, etwa später ein zweites Schild an der Seitenfassade? Diese sechs Antworten entscheiden über Technologie und Größe. Ändert sich der Inhalt nie, kann eine programmierbare LED-Anzeigetafel unnötig viel; werben Sie dagegen wöchentlich mit Aktionen, bedeutet ein fester Leuchtkasten bei jeder Änderung eine neue Front und einen neuen Druck.
Schritt 2: Vor-Ort-Termin – was die Fachkraft misst
Der kostenlose Vor-Ort-Termin dauert 30 bis 60 Minuten und erfasst acht Angaben: das genaue Maß der verfügbaren Fläche, Typ und Tragfähigkeit der Fassade (Ziegel, Beton, Wärmedämmverbundsystem, Glasportal, Holzkonstruktion), die Ebenheit der Wandfläche, Lage und freie Kapazität des nächsten Stromentnahmepunkts, den tatsächlichen Betrachtungsabstand und Blickwinkel, die Lichtverhältnisse der Umgebung (Straßenbeleuchtung, benachbarte Leuchtreklamen, Schatten eines Vordachs), den Bedarf an Gerüst oder Hubarbeitsbühne für die Befestigung sowie die Exposition, die die Windlast beeinflusst. Das Meiste davon lässt sich anhand von Fotos nicht beurteilen – der Wandaufbau, die freie elektrische Kapazität und der reale Blickwinkel ganz sicher nicht. Ohne Vor-Ort-Termin ist deshalb nur eine Schätzung möglich, die die Gegebenheiten vor Ort nachträglich verändern; bei uns ist die Anfahrt genau deshalb unverbindlich.
Schritt 3: Technologiewahl – welches Firmenschild wann richtig ist
Es gibt sechs echte Alternativen, und die Entscheidung leiten zwei Fragen: Ändert sich der Inhalt, und aus welcher Entfernung muss es sichtbar sein? Für den festen Firmennamen sind Leuchtkasten und Leuchtbuchstaben die klassische Lösung; der rückwärts leuchtende Halo-Buchstabe ist zurückhaltender und deshalb in anspruchsvollem oder geschütztem Umfeld oft die akzeptierte Form. In unserem Katalog ist der individuelle Fassadenbuchstabe ab 15 cm Versalhöhe bestellbar – das ist die verbindliche Untergrenze und auch technisch die sinnvolle Grenze: Unter 100 mm lässt sich ein Profilbuchstabe nur noch schwer gleichmäßig ausleuchten, und unter 60 bis 80 mm ist der Weg wegen Lichtquelle und Randstärke nicht mehr gangbar. Bei kleineren Schriftzügen liefert der Leuchtkasten das gleichmäßigere Licht. Der LED-Neon-Schriftzug gehört mit dekorativer Wirkung ins Schaufenster und in den Innenraum. Sollen dagegen auch Preis, Öffnungszeiten oder Aktionen erscheinen, braucht es eine einfarbige programmierbare LED-Anzeigetafel oder eine LED-Laufschrift; für Bild und Video ein Full-Color-Display. Die Tabelle unten vergleicht die sechs Haupttypen entlang der für die Entscheidung nötigen Kriterien – die Verbrauchs- und Helligkeitswerte sind Größenordnungen aus unserer eigenen Modul- und Produktdatenbank, die verbindliche Angabe steht immer im technischen Datenblatt des konkreten Produkts.
Schritt 4: Grafikentwurf und die Dimensionierung der Versalhöhe – woher die Faustregel 1 cm ≈ 1,2 Meter kommt
Die Visualisierung zeigt das Schild sowohl im Tag- als auch im Nachtzustand an der realen Fassade – die Nachtansicht ist mindestens ebenso wichtig, denn der Kontrast der Leuchtfläche ist ein völlig anderer als am Tag. Die Dimensionierung ist dagegen keine Geschmacksfrage. Die in der Schilderfertigung gebräuchliche Faustregel geht auf die Lesbarkeitsuntersuchungen des amerikanischen United States Sign Council (USSC) zurück: 1 Zoll (2,54 cm) Versalhöhe ergibt rund 10 Fuß (etwa 3 Meter) bequemen Leseabstand. Metrisch umgerechnet sind das 1 cm ≈ 1,2 Meter, für einen aus 12 Metern lesbaren Firmennamen braucht es also rund 10 cm, aus 25 Metern 20 cm und aus 50 Metern rund 40 cm Versalhöhe. Zwei wichtige Ergänzungen gehören dazu. Die eine: Das Verhältnis 1,2 ist ein PLANUNGSWERT, gibt also den bequemen Leseabstand an. Die gerade noch entzifferbare Grenze liegt bei etwa dem Dreifachen – ein 10-cm-Buchstabe ließe sich also aus 30 bis 35 Metern theoretisch noch entziffern –, doch darauf darf nicht geplant werden: Dort ist der Schriftzug nur noch mit Mühe zu entschlüsseln, und im Vorbeigehen macht sich das niemand. Die andere: Bei schwacher Beleuchtung, verzierter Schrift oder schrägem Blickwinkel empfiehlt die Branche 20 bis 30 Prozent Zuschlag auf das Planungsmaß. Dafür ist das Logo im Vektorformat (AI, EPS, SVG oder Vektor-PDF) zu übergeben – ein von einer Website heruntergeladenes JPG bleibt vergrößert pixelig, und Buchstaben lassen sich daraus nicht schneiden. Die Entwurfsvariante ist schriftlich freizugeben, die Fertigung startet erst danach.
Schritt 5: Behördliches Verfahren und Zustimmungen – was örtlich geregelt ist
Ob und in welcher Form die Anbringung eines Firmenschilds anzeige- oder genehmigungspflichtig ist, richtet sich nach den örtlich geltenden Vorschriften, und diese unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich – deshalb wird dasselbe Schild in zwei benachbarten Gemeinden unterschiedlich beurteilt. Örtlich geregelt sein können auch Größe, Gestaltung, Art der Beleuchtung und die zulässige Leuchtdichte, ebenso die Nutzung des Luftraums über öffentlichem Grund bei einem auskragenden Auslegerschild. Auch die Bearbeitungsdauer eines solchen Verfahrens ist örtlich verschieden; klären Sie deshalb frühzeitig bei der zuständigen Stelle Ihrer Gemeinde, welches Verfahren an Ihrem Standort gilt und mit welchen Fristen zu rechnen ist. In denkmalgeschützter oder gestalterisch besonders geschützter Umgebung ist mit strengeren Anforderungen zu rechnen. Bei einem gemieteten Ladenlokal ist zusätzlich die schriftliche Zustimmung des Eigentümers, in einer Eigentümergemeinschaft in der Regel die der Versammlung oder der Verwaltung nötig – deren Beschaffung allein kann mehrere Wochen dauern und liegt nicht bei der Behörde. Die technische Dokumentation (Maße, Leistung, Helligkeit, Befestigungsart) stellen wir zusammen. Dieser Absatz ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung: Die genauen örtlichen Vorgaben sind immer bei der zuständigen Stelle zu prüfen. Die weiteren Gesichtspunkte zu Außenflächen und den Ablauf eines solchen Verfahrens haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.
Schritt 6: Fertigung – was das gute Schild vom schlechten unterscheidet
Die Fertigungszeit hängt von Technologie und Größe ab. In unserem Katalog dauert die Fertigung einer Leuchtreklame in Kastenbauweise 7 bis 10 Arbeitstage, die eines individuellen, geschweißten Fassadenbuchstabens aus Metall 14 bis 21 Arbeitstage – größenordnungsmäßig also 2 bis 4 Wochen als realistischer Rahmen. In dieser Phase entscheidet sich die Lebensdauer, und sie hängt an fünf Dingen. Das erste ist die Farbgleichheit der Lichtquelle: Die LEDs eines Schilds müssen aus einer einzigen Fertigungscharge stammen, denn eine gemischte Charge ergibt nachts eine fleckige, in kältere und wärmere Felder zerfallende Fläche – tagsüber kaum sichtbar, nach Einbruch der Dunkelheit sofort. Das zweite sind Qualität und Leistungsreserve des Netzteils: Ein dauerhaft an seiner Grenze arbeitendes Netzteil fällt als Erstes aus. Das dritte sind die richtige Schutzart und eine wirklich wasserdichte Kabelverbindung, kein Isolierband; hier sind drei Stufen zu trennen: Indoor-LED-Module sind IP31, bei überdachter Außenlage beziehungsweise in Kastenbauweise kommt IP44 bis IP54 vor – in unserem Katalog ist die Leuchtreklame in Kastenbauweise mit 100x50 cm IP54 –, für die freie Außenlage gilt dagegen IP65 als Erwartung und für das Netzteil IP67 oder ein geschlossenes, belüftetes Gehäuse. Das vierte ist der von vorn zu öffnende, modulare Aufbau, denn er ermöglicht, ein defektes Modul ohne Eingriff in die Fassade zu tauschen. Das fünfte ist die richtige Wahl der Helligkeit: Das fachliche Minimum sind 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Helligkeitsregelung; unsere eigenen Outdoor-LED-Module liefern 5.000 bis 8.000 Nit. Beachten Sie dabei, dass die zulässige Leuchtdichte von Werbeanlagen – insbesondere nach Sonnenuntergang – örtlich geregelt sein kann. Im Innenbereich liegt der Bedarf bei 600 bis 1.200 Nit, unsere eigenen Indoor-Module liefern 800 bis 1.200 Nit.
Schritt 7: Befestigung und elektrischer Anschluss nach Fassadentyp
Die Art der Befestigung hängt von der Fassade ab. An Ziegel- oder Betonwand ist direktes Dübeln möglich. An einer wärmegedämmten Fassade (Wärmedämmverbundsystem) gibt ein in die Dämmung gesetzter Dübel dagegen keine dauerhafte Tragfähigkeit: Hier braucht es eine bis in die tragende Wand durchgehende, wärmebrückenfrei abgedichtete Befestigung. Bleibt sie aus, sitzt die Last des Schilds auf der Dämmschicht, die Befestigung kann mit der Zeit nachgeben, und durch die offenen Bohrungen kann Wasser hinter die Dämmung gelangen – die nachträgliche Instandsetzung ist dann nicht nur Schildmontage, sondern auch Fassadensanierung. Für ein Glasportal eignet sich ein System mit Abstandshaltern, geklebt oder geklemmt. Auf der elektrischen Seite ist eine eigene, mit eigenem Leitungsschutzschalter abgesicherte Einspeisung ideal, im Außenbereich mit wasserdichten Verbindungen, dazu ein Dämmerungs- oder Zeitschalter, damit das Schild nicht am Hauptschalter des Geschäfts hängt – sonst bleibt es nach Ladenschluss dunkel, genau dann, wenn es am meisten wert wäre. Bei programmierbarer oder Full-Color-Ausführung sind Netzteil und Einspeisung immer auf den Spitzenverbrauch auszulegen, nicht auf den Durchschnitt.
Schritt 8: Übergabe, Dokumentation und Einweisung
Bei der Übergabe müssen Sie vier Dinge bekommen: den Garantieschein mit den genauen Garantiebedingungen, das technische Datenblatt (Maße, Leistung, Helligkeit, Schutzart, verwendeter Modultyp), das Schema des elektrischen Anschlusses und – bei einer programmierbaren Tafel – die Zugänge zur Steuersoftware. Die Einweisung ist bei uns Teil der Übergabe, kein gesonderter Posten: Wir zeigen vor Ort das Einspielen von Inhalten, die Zeitsteuerung und die Helligkeitsregelung, bis Sie sicher damit umgehen. Lassen Sie sich auch die genaue Typbezeichnung des verwendeten Moduls geben, denn sie ermöglicht, dass Jahre später Ersatz beschafft werden kann. Nach der Übergabe unterstützen wir telefonisch und per Fernwartung, auch nach Ablauf der Garantiezeit – die häufigsten Anfragen sind nämlich keine Fehler, sondern Bedienfragen.
Wie lange dauert das Ganze, und wo verzögert es sich üblicherweise?
Ein realistischer Zeitplan für ein leuchtendes Außen-Firmenschild, dessen Anbringung ein behördliches Verfahren erfordert: Vor-Ort-Termin binnen weniger Tage nach der Anfrage, Visualisierung und detailliertes Angebot weitere 2 bis 5 Arbeitstage, nach der Freigabe 2 bis 4 Wochen Fertigung, Montage bei einem kleineren Firmenschild ein Arbeitstag, bei einer größeren, gerüstpflichtigen Fläche 2 bis 3 Tage. Insgesamt 4 bis 8 Wochen. Ist das Schild für innen, einfach ausgeführt und nicht anzeigepflichtig, sind es 1 bis 3 Wochen. Verzögerungen entstehen an drei Stellen, und alle drei sind vermeidbar. Die erste ist die grafische Freigabe: Liegt das Logo nicht vektoriell vor oder hängt die Entscheidung an mehreren Personen, kann sich das allein über Wochen ziehen. Die zweite ist das behördliche Verfahren, wenn es erst nach der Fertigung startet – die Bearbeitungsfrist ist zwar örtlich geregelt und oft überschaubar, doch das Zusammenstellen der Dokumentation, das Einholen der Zustimmungen von Eigentümer und Eigentümergemeinschaft und eine eventuelle Umplanung dauern ein Vielfaches davon. Die dritte ist der Stromentnahmepunkt: Ist bis zur Fassade eine neue Verkabelung nötig, muss sie mit einer Elektrofachkraft terminiert werden, und das zeigt sich am Montagetag zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Wovon der Preis eines Firmenschilds abhängt
Einen konkreten Betrag lässt sich ohne Vor-Ort-Termin nicht verantwortungsvoll nennen, die Logik der Preisbildung ist aber durchschaubar. Sieben Posten bewegen sie: die Größe der Fläche (in m², bei Leuchtbuchstaben Zahl und Höhe der Buchstaben), die Technologie (nicht leuchtende flache Tafel, Leuchtkasten, Leuchtbuchstaben, programmierbare LED), die Außenausführung und die Schutzart, Unterkonstruktion und Komplexität der Befestigung (Abstandskonsole, Vordach, Durchführung durch das Wärmedämmverbundsystem), die Länge der elektrischen Ausführung, die Montagebedingungen (Gerüst, Hubarbeitsbühne, Verkehrssicherung) und die Steuerung, wenn auch wechselnder Inhalt gefordert ist. Es gibt zwei Preisgrundlagen, und das lohnt zu wissen: Leuchtbuchstaben werden üblicherweise je Zeichen, Leuchtkasten und Display je Quadratmeter gerechnet – deshalb kann ein kurzer Firmenname mit Buchstaben, ein langer dagegen mit einem Kasten günstiger sein. Die detaillierte Aufschlüsselung der Preisfaktoren und die Methode zum Vergleich von Angeboten haben wir in unserem Beitrag zu den Kosten eines leuchtenden Firmenschilds durchgeführt. Fordern Sie immer ein detailliertes Angebot, in dem Schild, Unterkonstruktion, Elektroarbeit und Montage auf eigenen Zeilen stehen – so lassen sich zwei Angebote vergleichen, und es gibt keine nachträglichen Überraschungen.
Betrieb: Verbrauch, Reinigung, Garantie
Der Betrieb eines leuchtenden Firmenschilds ist günstiger, als die meisten erwarten. Ein konkretes Beispiel aus unserem eigenen Angebot: Eine Leuchtreklame in Kastenbauweise mit 100x50 cm nimmt 25 bis 30 W auf, und der darin verbaute LED-Streifen ist auf 50.000 Stunden Lebensdauer ausgelegt; auf die Leuchtkästen und Rahmenschilder unseres Katalogs bezogen sind das 30 bis 70 W/m² leuchtender Fläche. Bei leuchtenden Fassadenbuchstaben ergeben sich 3 bis 8 W je Buchstabe (Angabe unserer Produktseite für Fassadenbuchstaben aus Edelstahl), ein achtbuchstabiger Firmenname arbeitet also größenordnungsmäßig mit dem Verbrauch einer einzigen herkömmlichen Glühlampe. Ein Full-Color-LED-Display braucht ein Vielfaches davon: Der durchschnittliche Betriebsverbrauch liegt bei 150 bis 300 W/m², laut unseren eigenen Moduldatenblättern innen bei 220 bis 280 und außen bei 200 bis 300 W/m². In der Spitze – bei vollflächigem Weiß – ist allgemein mit 600 bis 800 W/m² zu rechnen, bei unseren eigenen Indoor-Modulen mit 580 bis 650 W/m²; das Netzteil ist immer auf diesen Spitzenwert auszulegen, nicht auf den Durchschnitt. Der genaue Verbrauch steht immer im Datenblatt des konkreten Produkts, im Einzelnen; für die Schätzung lassen sich auch unsere Rechner verwenden. Zur Reinigung genügen im Außenbereich ein bis zwei Termine im Jahr, gegen Staub und Pollen, mit kratzfreiem Reinigungsmittel. Aus Garantiesicht ist nicht in erster Linie die Dauer die wichtige Frage, sondern ob dahinter Service und Ersatzteilversorgung im Land stehen: Bei modularem Aufbau ist die Reparatur ein Modultausch und nicht die Demontage des ganzen Schilds.
Firmenschild oder LED-Display? Wann sich der Schritt weiter lohnt
Es gibt eine einfache Entscheidungsfrage, die sich durchrechnen lässt. Sehen Sie nach, wie oft Sie im vergangenen Jahr den Inhalt des Schilds gewechselt hätten – neuer Preis, saisonale Aktion, neue Leistung. Wäre das mehr als viermal vorgekommen, bedeutet jedes Mal beim festen Schild eine neue Front, einen neuen Druck und eine neue Anfahrt, und das summiert sich: Dann lohnt es, den Aufpreis der programmierbaren Lösung dagegen abzuwägen. Bleiben Firmenname und Logo dagegen jahrelang unverändert, ist das feste Leuchtschild das bessere Geschäft: Es verbraucht weniger, hat weniger Fehlerquellen, und es gibt nichts zu bedienen. An vielen Standorten ist die Kombination aus beidem richtig: ein dauerhafter leuchtender Firmenname an der Fassade und daneben eine kleinere, wechselbare LED-Fläche für die aktuelle Botschaft. Auf unserer LED-Wand-Seite lassen sich die Lösungen des Bewegtbild-Zweigs ansehen.
Was Sie zum ersten Termin mitbringen sollten
Fünf Dinge beschleunigen den Ablauf am stärksten. Erstens: die Vektordatei des Logos oder zumindest die Information, bei wem sie liegt. Zweitens: ein Foto der Fassade, auf dem auch die Nachbargebäude zu sehen sind – daraus ergeben sich der reale Betrachtungsabstand und die Lichtverhältnisse der Umgebung. Drittens: das ungefähre Maß der verfügbaren Fläche. Viertens: der Stand der Zustimmung von Eigentümer oder Eigentümergemeinschaft, wenn die Immobilie nicht Ihnen gehört. Fünftens: die Entscheidung, ob Sie auch wechselnde Inhalte möchten. Mit diesen fünf Informationen lässt sich schon am Tag des Vor-Ort-Termins eine konkrete Richtung angeben, und binnen weniger Tage entsteht ein detailliertes Angebot. Das Erscheinungsbild können Sie vorab auch mit unserem Konfigurator ausprobieren, bevor wir irgendetwas fertigen. Wenn Sie so weit sind, fordern Sie einen kostenlosen Vor-Ort-Termin an.
Experten-Tipp
Starten Sie die Vorbereitung des behördlichen Verfahrens am Tag der Freigabe der Visualisierung, nicht nach der Fertigung. Die Bearbeitungsfrist ist örtlich geregelt und oft überschaubar, doch das Zusammenstellen der Dokumentation und das Einholen der Zustimmungen von Eigentümer oder Eigentümergemeinschaft dauern erheblich länger – läuft dieser Strang parallel zu den 2 bis 4 Wochen Fertigung, verschiebt er die Übergabe nicht; startet er danach, bedeutet ein einziges abgelehntes Gestaltungselement Neuplanung und Neufertigung. Dasselbe gilt für den Stromentnahmepunkt: Die Verkabelung bis zur Fassade gehört während der Fertigung erledigt, nicht am Montagetag entdeckt. Und lassen Sie sich schriftlich ins Angebot schreiben, dass die Konstruktion von vorn zu öffnen ist – das ist das Detail, das in fünf Jahren entscheidet, ob der Tausch eines defekten Moduls zwanzig Minuten dauert oder Hubarbeitsbühne plus Eingriff in die Fassade bedeutet.
Häufige Fehler
1. Das behördliche Verfahren bleibt für die Zeit nach der Fertigung liegen – die örtlichen Gestaltungsvorgaben zeigen sich dann erst, und das fertige Schild muss umgeplant werden. 2. Die Versalhöhe wird nach dem verfügbaren Platz dimensioniert statt nach dem tatsächlichen Leseabstand – unterhalb der planerischen Faustregel 1 cm ≈ 1,2 m (USSC) ist der Firmenname nicht mehr bequem lesbar, höchstens noch entzifferbar. 3. Die Buchstabengröße wird auf die Entzifferbarkeitsgrenze (etwa das Dreifache des Verhältnisses 1,2) statt auf den bequemen Leseabstand geplant – auf dem Papier genügt das Schild damit, von der Straße aus liest es aber niemand. 4. An einer wärmegedämmten Fassade wird das Schild mit einem in die Dämmung gesetzten Dübel befestigt statt mit einer bis in die tragende Wand durchgehenden, abgedichteten Befestigung. 5. Profilbuchstaben werden mit weniger als 15 cm Höhe angefragt: Die kleinste in unserem Katalog bestellbare Versalhöhe beträgt 15 cm, und unter 100 mm ist auch die gleichmäßige Ausleuchtung nicht mehr zu lösen. 6. Das Schild hängt am Hauptschalter des Geschäfts, es gibt keinen Dämmerungs- oder Zeitschalter – nach Ladenschluss bleibt es dunkel, genau dann, wenn es am meisten wert wäre. 7. Das Logo liegt nur als JPG vor: Vergrößert bleibt es pixelig, geschnittene Buchstaben lassen sich daraus nicht fertigen, und die Freigabe verzögert sich um Wochen. 8. Das Netzteil wird auf den durchschnittlichen statt auf den Spitzenverbrauch ausgelegt – bei einem Full-Color-Display sind die 600 bis 800 W/m² Spitze maßgeblich, nicht der Betriebsdurchschnitt von 150 bis 300 W/m².
| Typ | Wechselbarer Inhalt | Lesbarkeit bei Nacht | Orientierende technische Angabe | Reparierbarkeit | Wann wählen |
|---|---|---|---|---|---|
| Nicht leuchtende flache Tafel (bedruckt/foliert) | nein, nur durch kompletten Tausch | nur mit äußerer Anstrahlung | verbraucht für sich genommen nichts | nicht reparabel, muss ersetzt werden | Innenempfang, gut beleuchtete Fassade, kleinstes Budget |
| Leuchtkasten (LED-Leuchtkasten) | nein, doch die Front ist austauschbar | gleichmäßig, hervorragend | Katalogbeispiel: Ausführung 100x50 cm 25 bis 30 W, IP54 (überdachte Außenlage); spezifisch 30 bis 70 W/m² leuchtender Fläche | LED-Streifen und Netzteil getrennt austauschbar | fester Firmenname und Logo auf einheitlicher, geschlossener Fläche; längerer oder mehrzeiliger Schriftzug |
| Frontleuchtende (front-lit) Leuchtbuchstaben | nein | kräftige, markante Kontur | Sonderanfertigung, in unserem Katalog ab 15 cm Versalhöhe; 3 bis 8 W je Buchstabe, IP65 | Buchstabe für Buchstabe reparabel | Premium-Fassade, kurzer Firmenname aus eigenständigen Buchstaben |
| Rückwärts leuchtende (Halo-)Buchstaben | nein | feiner, zurückhaltender Lichthof | Sonderanfertigung, Metallkörper + rückseitige LED-Beleuchtung; ab 15 cm Versalhöhe, 3 bis 8 W je Buchstabe | Buchstabe für Buchstabe reparabel | anspruchsvolles oder denkmalgeschütztes Umfeld |
| Einfarbige programmierbare LED-Anzeigetafel / Laufschrift | ja, Text und Zahlen | sehr gut, Helligkeit regelbar | deutlich weniger als beim Full-Color-Display, weil gleichzeitig weniger LEDs leuchten | Modultausch, bei von vorn zu öffnender Bauart schnell | Anzeige von Preis, Öffnungszeiten, Aktion, Temperatur |
| Full-Color-LED-Display / LED-Wand | ja, Bild und Video | am besten; fachliches Minimum draußen 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Regelung, unsere Outdoor-Module 5.000 bis 8.000 Nit, die Indoor-Module 800 bis 1.200 Nit; die zulässige Leuchtdichte von Werbeanlagen kann örtlich geregelt sein | durchschnittlicher Betriebsverbrauch 150 bis 300 W/m², in der Spitze 600 bis 800 W/m²; unsere Module: indoor 220 bis 280 (Spitze 580 bis 650), outdoor 200 bis 300 (Spitze 600 bis 800) W/m² | Modultausch, bei von vorn zu öffnender Bauart schnell | regelmäßig wechselnder Inhalt, Vermarktung eigener Werbefläche |
Ein paar Fragen, und Sie erhalten den empfohlenen Pixelpitch, das Maß und den Richtpreis.
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