Kurz gesagt

Die sieben Abschnitte sind bei jeder Bauart dieselben: Bedarfsklärung, Vor-Ort-Termin, Grafikentwurf, behördlicher Abschnitt, Fertigung, Montage, Übergabe und Einweisung – doch die fünf Bauarten laufen auf fünf verschiedenen Zweigen hindurch. Der Vor-Ort-Termin dauert eine halbe bis eine Stunde, die Fertigung in Sondermaßen je nach Bauart typischerweise 1 bis 4 Wochen, die Montage bei einer durchschnittlichen Tafel einen halben bis einen Tag, der behördliche Abschnitt dagegen kann von einigen Wochen bis zu einigen Monaten reichen – deshalb ist er der kritische Pfad des Ablaufs, und er ist zuerst zu starten, nicht zuletzt. Bei einer Außentafel, deren Anbringung ein behördliches Verfahren erfordert, sind vom Vor-Ort-Termin bis zur Übergabe 4 bis 8 Wochen die realistische Gesamtdurchlaufzeit; die letzte Spalte der Tabelle unten ist kürzer, weil sie nur Fertigung und Montage enthält, ohne Verfahren. Der Auftraggeber muss drei Dinge rechtzeitig bereitstellen: ein Vektorlogo (AI, EPS, PDF oder SVG), einen eigenen, mit Fehlerstromschutzschalter abgesicherten Stromkreis am Ort der Tafel und die schriftliche Zustimmung des Eigentümers, wenn die Fassade nicht ihm gehört. Bei der Helligkeit sind draußen 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Helligkeitsregelung das fachliche Minimum, unsere eigenen Outdoor-LED-Module liefern 5.000 bis 8.000 Nit. Im Innenbereich liegt der Bedarf bei 600 bis 1.200 Nit, unsere eigenen Indoor-Module liefern 800 bis 1.200 Nit.

Ratgeber2026-08-17

Ablauf der Werbetafel-Herstellung: fünf Bauarten, fünf verschiedene Wege

Auf dem Papier sind es beim Ablauf der Werbetafel-Herstellung immer dieselben sieben Abschnitte, in der Praxis aber fünf verschiedene Wege. Eine gedruckte Portaltafel, ein Leuchtkasten, eine Leuchtbuchstabenreihe, eine programmierbare LED-Anzeigetafel und eine Full-Color-Außenfläche zweigen an unterschiedlichen Stellen ab.

Reklámtábla készítés folyamata öt kivitel, öt különböző út

Was der Ablauf der Werbetafel-Herstellung umfasst, und wo er sich verzweigt

Der Ablauf der Werbetafel-Herstellung besteht aus sieben aufeinander aufbauenden Abschnitten: Bedarfsklärung, Vor-Ort-Termin, Grafikentwurf, behördlicher Abschnitt, Fertigung, Montage und schließlich Übergabe und Einweisung. Davon laufen nur drei – Entwurf, Fertigung und Montage – in der Hand des Ausführenden; der Erfolg der übrigen vier hängt daran, ob der Auftraggeber rechtzeitig Entscheidung, Datei, Zustimmung und Zugang vor Ort liefert. Die Aufgaben des Auftraggebers geht unser Beitrag über die Schritte der Firmenschild-Herstellung abschnittsweise und im Einzelnen durch; hier sehen wir uns bewusst etwas anderes an. Nämlich, wo und warum sich die sieben Abschnitte je nach gewählter Bauart und Verfahrenstyp verzweigen – denn es gibt kein einziges, einheitliches Werbetafel-Projekt. Eine gedruckte Portaltafel und eine Full-Color-LED-Außenfläche bestehen aus denselben sieben Abschnitten und haben doch andere Eingangsvoraussetzungen, einen anderen behördlichen Weg und eine um eine Größenordnung andere Durchlaufzeit. Deshalb lohnt es sich, schon vor dem ersten Telefonat drei Dinge zu klären: Was ist anzuzeigen, aus welcher Entfernung wird es betrachtet, und ändert sich der Inhalt? Diese drei Antworten bestimmen den Zweig, und der Zweig entscheidet über die Länge des Ablaufs und auch über die Preisstruktur. Interessieren Sie ausdrücklich die Schritte der technischen Montage – Unterkonstruktion, Verkabelung, Mapping, Kalibrierung –, beschreibt sie unser Beitrag zur Montage einer LED-Wand.

Der nullte Schritt: drei Fragen, die Sie sich selbst beantworten müssen

Die erste Frage: Ändert sich der Inhalt? Sollen ein fester Firmenname und ein Logo hinaus, sind Leuchtbuchstaben oder ein Leuchtkasten die richtige Richtung. Wollen Sie auch Preis, Aktion, Öffnungszeiten oder Nachrichten anzeigen, braucht es eine programmierbare LED-Anzeigetafel, denn jede Änderung an einer gedruckten Front ist eine Neufertigung. Die zweite Frage: Aus welcher Entfernung wird sie betrachtet? Bei LED-Ausführungen ist der in Millimetern angegebene Pixelpitch der Ausgangspunkt. Das Bild fügt sich bereits ab einer Entfernung in Metern zusammen, die dem Millimeterwert des Pitch entspricht – so viel beträgt der minimale empfohlene Abstand unserer Moduldatenblätter, bei einer P4-Tafel 4 Meter –, bequem betrachten lässt es sich dagegen ab dem 2,5- bis 3-Fachen: bei P4 10 bis 12 Meter, bei P10 25 bis 30 Meter. Die dritte Frage: außen oder innen? Draußen sind 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Helligkeitsregelung das fachliche Minimum; unsere eigenen Outdoor-LED-Module liefern 5.000 bis 8.000 Nit. Beachten Sie dabei, dass die zulässige Leuchtdichte von Werbeanlagen örtlich geregelt sein kann, das obere Band also nicht unbegrenzt ausgeschöpft werden darf. Im Innenbereich liegt der Bedarf bei 600 bis 1.200 Nit, unsere eigenen Indoor-Module liefern 800 bis 1.200 Nit; eine zu helle Innentafel wirkt eher störend als wirkungsvoll.

Werbetafel-Bauarten aus Sicht des Ablaufs

Das Wort Werbetafel umfasst fünf ganz unterschiedliche Produkte, und jedes hat andere Eingangsvoraussetzungen, einen anderen Montagebedarf und eine andere Durchlaufzeit. Die folgende Tabelle vergleicht nicht Preis oder Lebensdauer – die finden Sie in unseren Beiträgen über Leuchtreklame –, sondern was Sie übergeben müssen, was im Außenbereich in erster Linie geprüft wird und mit wie viel Zeit ab dem freigegebenen Entwurf zu rechnen ist. Die letzte Spalte umfasst ausdrücklich die Zeit für Fertigung und Montage ohne behördliches Verfahren: Der behördliche Abschnitt kommt in Wochen gesondert hinzu, weshalb bei den Außenbauarten mit Verfahren in Klammern auch die vollständige Durchlaufzeit von 4 bis 8 Wochen steht. Der wichtigste Unterschied liegt jedoch nicht in der Zeit, sondern in der Inhaltsaktualisierung: Bei Lösungen mit gedruckter Front bedeutet jede Textänderung eine Neufertigung und eine neue Montage, während sich dasselbe bei programmierbaren LED-Tafeln vom Telefon aus in Minuten lösen lässt. Dieser Unterschied ist bei der Beschaffung nicht zu sehen, kann über fünf Jahre aber zu einem der größten Posten der Gesamtkosten werden.

Die fünf Zweige: Wo sich der Ablauf tatsächlich trennt

Der Zweig der nicht leuchtenden, gedruckten Tafel ist der kürzeste: kein Strombedarf, keine elektrische Vorbereitung, die Montage ist rein mechanische Befestigung, und der behördliche Abschnitt betrifft typischerweise nur Größe, Anbringung und Fassadenbild. Auf dem Zweig des Leuchtkastens kommen die 230-V-Einspeisung und der eigene Stromkreis hinzu, die Vorbereitung durch die Elektrofachkraft ist also ab dem Tag des Vor-Ort-Termins eine parallele Aufgabe; die Eingangsdatei genügt hier auch nicht vektoriell allein, es braucht auch einen Pantone- oder RAL-Code, denn die am Bildschirm ausgewählte Farbe lässt sich mit Folie nicht exakt reproduzieren. Der Zweig der Leuchtbuchstaben ist am empfindlichsten gegenüber der grafischen Eingangsdatei: Es braucht Buchstabenkonturen mit in Kurven umgewandelter Schrift, und wegen des Vorstands von der Wandfläche und der Abdichtung der Abstandsbefestigung wird die gedämmte Fassade hier zu einer eigenständigen technischen Frage. Auf dem Zweig der programmierbaren LED-Anzeigetafel erscheint erstmals die Datenverbindung als Pflichtelement – Netzwerkkabel, nachweislich stabiles WLAN oder eine Steuerung mit Mobilfunk –, dafür fällt die Inhaltsaktualisierung aus dem Fertigungsablauf heraus: Was auf den anderen Zweigen eine Neufertigung ist, ist hier eine Sache von Minuten. Der Zweig der Full-Color-LED-Werbetafel für den Außenbereich enthält alles, was zuvor einzeln auftrat, und fügt zwei Dinge hinzu: die Bemessung von Statik und Windlast sowie die Einhaltung der örtlich zulässigen Leuchtdichte. Sind Sie unsicher, auf welchem Zweig Sie stehen, entscheiden das die drei Fragen des nullten Schritts.

Vor-Ort-Termin: Was gemessen wird und was Sie vorbereiten sollten

Der Vor-Ort-Termin ist eine Arbeit von einer halben bis einer Stunde, und dieser Abschnitt entscheidet über Größe, Technologie und Befestigungsart. Der Aufmaßnehmer erfasst Zustand und Material der Wandfläche – Ziegel, Beton, Sandwichpaneel oder gedämmte Fassade, zu jedem gehört eine andere Befestigung –, die Entfernung des nächsten Stromentnahmepunkts, den typischen Betrachtungsabstand und Blickwinkel, die Richtung der Sonneneinstrahlung sowie die Frage, ob der Ort mit Hubarbeitsbühne oder Gerüst erreichbar ist. Der Betrachtungsabstand ist hier keine Formsache: Nach ihm entscheidet sich der Pixelpitch, und bequemes Betrachten liegt beim 2,5- bis 3-Fachen des Millimeterwerts des Pitch in Metern. Sie sollten drei Dinge vorab klären: Wem gehört die Fassade, liegt bei einer Mietsache die schriftliche Zustimmung des Eigentümers vor, und braucht es in einer Eigentümergemeinschaft einen Beschluss der Versammlung? Deren Beschaffung kann Wochen dauern, und zeigt sich ihr Fehlen erst am Tag des Vor-Ort-Termins, verschiebt sich das Projekt um genau diese Zeit. Bei dieser Gelegenheit sollten Sie auch erwähnen, wenn Sie später an eine größere Fläche denken: In die Bemessung von Unterkonstruktion und Stromkreis passt das dann noch hinein.

Grafikentwurf: die Datei, ohne die die Fertigung nicht startet

Die Eingangsgröße der Fertigung ist nicht die Vorstellung in Ihrem Kopf, sondern eine konkrete Datei. Es braucht ein Vektorlogo – in den Formaten AI, EPS, PDF oder SVG –, denn nur das lässt sich ohne Qualitätsverlust auf die Größe der Tafel vergrößern. Steht nur ein von einer Website gespeichertes JPG oder PNG zur Verfügung, muss das Logo neu gezeichnet werden, was eigene Arbeit und eigene Zeit bedeutet. Die Schrift sollten Sie in Kurven umgewandelt übergeben, damit sie in der Druck- oder Schnittdatei nicht ausgetauscht wird. Die Farbe geben Sie mit Pantone- oder RAL-Code an, nicht am Bildschirm ausgewählt: Die am Monitor gesehene RGB-Farbe lässt sich mit Lack, Folie oder LED nicht exakt reproduzieren. Bei einer gedruckten Front ist die Auflösung immer auf das Endmaß und den tatsächlichen Betrachtungsabstand zu rechnen, nicht auf die Größe der Originaldatei – den konkret erwarteten Wert erfragen Sie beim Fertiger, denn er unterscheidet sich je Bauart und Drucktechnologie. Verlangen Sie die Visualisierung im Tag- und im Nachtzustand und geben Sie die endgültige Fassung schriftlich frei – diese Freigabe ist der offizielle Startschuss der Fertigung.

Behördlicher Abschnitt: der kritische Pfad des Ablaufs

An diesem Punkt gilt: Ob und in welcher Form die Anbringung anzeige- oder genehmigungspflichtig ist, richtet sich nach den örtlich geltenden Vorschriften, und diese unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich. Zu trennen sind in aller Regel zwei Fälle: die eigene Geschäftsbeschriftung an der eigenen Fassade – Firmenschild, Auslegerschild, Geschäftskennzeichnung – und die Werbeanlage, die fremde Werbung trägt und von öffentlichem Grund aus sichtbar ist. Für die beiden können unterschiedliche Verfahren, unterschiedliche Zuständigkeiten und unterschiedliche Gestaltungsvorgaben gelten. Auch die zulässige Leuchtdichte kann örtlich begrenzt sein, insbesondere nach Sonnenuntergang – deshalb sind eine automatische Helligkeitsregelung und ein nächtliches Helligkeitsprofil an einer Außentafel kein verzichtbarer Posten. Die tatsächliche Durchlaufzeit verlängert nicht die Bearbeitungsfrist, sondern die vorherige Abstimmung, eine mögliche Nachforderung von Unterlagen und parallel laufende Verfahren – an einer Straße kann etwa die Zustimmung des Straßenbaulastträgers nötig sein –, weshalb dieser Abschnitt von einigen Wochen bis zu einigen Monaten reichen kann. Daraus folgt, dass die häufige Reihenfolge falsch ist, bei der der Auftraggeber die Tafel zuerst fertigen lässt: Ergibt sich aus dem Verfahren eine kleinere Größe oder eine geringere Helligkeit, ist die fertige Tafel unbrauchbar. Die richtige Reihenfolge ist, dass dieser Abschnitt parallel zum Entwurf startet, noch vor der Fertigungsbestellung. Die Anforderungen unterscheiden sich von Ort zu Ort und von Standort zu Standort; dieser Abschnitt ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung, maßgeblich ist im konkreten Fall die zuständige Stelle.

Fertigung: der Punkt, ab dem sich nichts mehr ändern lässt

Auf Grundlage des freigegebenen Entwurfs starten Materialbestellung und Zuschnitt, und das ist der Punkt, ab dem sich Größe und Ausführung nicht mehr ohne Mehrkosten ändern lassen. Bei LED-Tafeln lohnt es sich, das gesondert zu verstehen: Die Flächengröße bestimmen Modul- und Kabinettmaß, die Auflösung lässt sich nicht auf ein beliebiges Maß schneiden, weshalb die endgültige Breite und Höhe der Tafel immer ein ganzzahliges Vielfaches der Modulgröße sind. Die qualitätvolle Fertigung hat drei überprüfbare Kennzeichen. Erstens: Alle Module der Fläche sollten aus einer einzigen Fertigungscharge und derselben Farbkategorie stammen, denn eine gemischte Charge ergibt eine fleckige, streifige Fläche – das können Sie auch schriftlich verlangen, und es zählt auch Jahre später bei der Bestellung eines Ersatzmoduls. Zweitens: Bei Außenausführung mindestens Schutzart IP65 an der Front; Indoor-LED-Module sind IP31 und dürfen deshalb für keinen Preisunterschied nach draußen. Drittens: Werkseitige Inbetriebnahme, Pixel- und Farbtest noch vor der Verpackung – lassen Sie sich davon ein Foto oder ein kurzes Video geben. Die Fertigungszeit hängt von der Bauart ab: Bei einer gedruckten Tafel sind 1 bis 2 Wochen typisch, bei einer programmierbaren LED-Anzeigetafel 1 bis 3, bei einem Leuchtkasten und einer Full-Color-Außenfläche 2 bis 4. Halten Sie das bei der Annahme des Angebots schriftlich fest, statt es mündlich zu besprechen – und verwechseln Sie es nicht mit der Gesamtdurchlaufzeit, in die auch der behördliche Abschnitt hineinzählt.

Elektrische und bauliche Vorbereitung: das organisiert der Auftraggeber

Die leuchtende oder LED-bestückte Werbetafel ist kein für die Steckdose konstruiertes Gerät. Die richtige Ausführung ist ein eigener, mit Fehlerstromschutzschalter (FI) abgesicherter Stromkreis mit einer bis zum Ort der Tafel geführten Kabeltrasse, im Außenbereich mit einer IP-geschützten Abzweigdose abgeschlossen. Wollen Sie die Tafel nachts nicht durchgehend betreiben, ist auch der Einbau von Zeitschaltuhr oder Dämmerungsschalter hier zu verlangen, nicht nachträglich. Bei programmierbaren Tafeln braucht es zudem eine Datenverbindung: entweder ein Netzwerkkabel am Ort der Tafel oder ein nachweislich stabiles WLAN-Signal oder eine Steuerung mit Mobilfunk, wenn die Tafel weit vom Büro entfernt ist. An einer gedämmten Fassade verlangt das Durchbohren der Befestigungspunkte eine nachträgliche Abdichtung, sonst gelangt Niederschlag in die Dämmung. Diese Arbeiten führt typischerweise die Elektrofachkraft des Auftraggebers aus, verlangen Sie deshalb rechtzeitig das elektrische Datenblatt des Ausführenden – Nenn- und Spitzenleistung –, damit die Fachkraft danach dimensionieren kann.

Der Montagetag: Was Sie vor Ort bereitstellen müssen

Die Montage einer durchschnittlich großen Tafel ist eine Arbeit von einem halben bis einem Tag; bei Projekten mit individueller Unterkonstruktion oder großer Fläche kann sie sich über mehrere Tage ziehen. Am Montagetag hängen vier Dinge an Ihnen: Es muss freier Platz für Hubarbeitsbühne oder Gerüst sein, die Nutzung des öffentlichen Grundes muss geregelt sein, wenn das Gerät auf Gehweg oder Straße steht, es muss Strom und Zugang zum Standort geben, und es muss jemand da sein, der entscheiden kann, wenn unterwegs eine Frage auftaucht. Bei leuchtenden und LED-bestückten Ausführungen lohnt es sich, morgens zu beginnen, denn die endgültige Helligkeitseinstellung ist nach Einbruch der Dunkelheit zu prüfen: Tagsüber wirkt jede Tafel blasser, als sie nachts tatsächlich sein wird.

Übergabe: die sechs Dokumente, die Sie unbedingt verlangen sollten

Die Übergabe besteht nicht aus der Schlüsselübergabe, sondern aus einem Dokumentenpaket, das Sie Jahre später brauchen werden. Verlangen Sie: (1) die bemaßte Befestigungs- und Montagezeichnung, (2) das elektrische Datenblatt mit Nenn- und Spitzenleistung, damit sich die Belastbarkeit der Einspeisung jederzeit prüfen lässt, (3) den Garantieschein mit den Bedingungen und der Art der Fehlermeldung, (4) die Bedienungsanleitung in Ihrer Sprache, (5) sämtliche Zugangsdaten der Steuerung – Netzwerkname, Passwort, Software, Lizenz – auf Ihren Namen ausgestellt und (6) den genauen Typ und Pixelpitch des verbauten Moduls oder Panels. Die letzten beiden werden am seltensten verlangt und sind doch die wichtigsten Punkte: Fehlender Steuerungszugang macht Sie dem Ausführenden ausgeliefert, und ohne Kenntnis des Modultyps ist Jahre später auch die Bestellung eines Ersatzmoduls mühsam. Teil der Übergabe ist auch die Einweisung, nach deren Ende Sie Inhalte selbst tauschen und zeitlich steuern können.

Die ersten 30 Tage: Jetzt zeigt sich alles

Der erste Monat der Tafel ist im Grunde ein Betriebstest. Sehen Sie sich Ihre eigene Tafel abends von außen an: Die häufigste Beschwerde aus der Nachbarschaft betrifft die zu helle Außenfläche, und das lässt sich mit automatischer Helligkeitsregelung oder einem nächtlichen Helligkeitsprofil in Minuten beheben, während aus einer gemeldeten Beschwerde bereits eine behördliche Abstimmung werden kann. Beachten Sie, dass die zulässige Leuchtdichte von Werbeanlagen nach Sonnenuntergang örtlich begrenzt sein kann – das nächtliche Profil ist also danach einzustellen. Bei Außenausführungen lohnt es sich, nach den ersten Regenfällen nachzusehen, ob sich an der Innenseite der Front Kondenswasser bildet; das deutet auf einen Abdichtungsfehler hin und ist eine Garantiefrage. Tritt an der Fläche ein einzelner Pixelfehler auf, melden Sie ihn sofort und warten Sie nicht das Ende der Garantiezeit ab. Stellen Sie schließlich die zeitliche Steuerung des Inhalts ein: Eine programmierbare Tafel bringt dann geschäftlichen Ertrag, wenn sie sich an Öffnungszeiten und Tageszeit anpasst, nicht wenn monatelang dasselbe Bild darauf läuft.

Wovon der Preis abhängt: Preisfaktoren, keine Beträge

Bei einer Werbetafel gibt es keinen sinnvollen Listenpreis, denn die Endsumme ergibt sich aus dem Zusammenspiel von neun Faktoren: der Flächengröße in Quadratmetern, der gewählten Bauart (gedruckt, Leuchtkasten, Leuchtbuchstaben oder LED), bei LED dem Pixelpitch (die feinere Auflösung bedeutet je Quadratmeter mehr LEDs und mehr Treiberelektronik), dem Niveau von Helligkeit und Schutzart, der Gestaltung der Unterkonstruktion, dem Gerätebedarf für die Arbeit in der Höhe, der Länge der Einspeisungsausführung, der Art der Ansteuerung (WLAN, Netzwerkkabel, Mobilfunk oder Cloud) und schließlich der Entfernung des Montageorts. Ein anständiges Angebot zeigt all das auf eigenen Zeilen, denn nur so lassen sich zwei Angebote vergleichen: Wenn im einen die Unterkonstruktion und die behördliche Abwicklung enthalten sind und im anderen nicht, sprechen die beiden Endsummen nicht von demselben Projekt.

Werbetafel innen und außen: Wo sich der Ablauf unterscheidet

Bei einer Innentafel ist der Ablauf kürzer: Ein behördlicher Abschnitt stellt sich typischerweise nicht, der Helligkeitsbedarf liegt bei 600 bis 1.200 Nit (unsere eigenen Indoor-Module liefern 800 bis 1.200 Nit), und die Montage hängt an der Ebenheit der Wandfläche und der Befestigung. Kommt die Tafel vor eine Kamera – Studio, Konferenz, Live-Übertragung –, ist die Bildwiederholrate die entscheidende technische Angabe: Die fachliche Empfehlung sind mindestens 3.840 Hz, denn darunter kann auf der Aufnahme Streifenbildung erscheinen. Feiner geteilte Module beherrschen diesen Wert typischerweise, die großen Outdoor-Module mit P8- bis P10-Teilung arbeiten dagegen oft nur mit 1.920 Hz – Letztere gehören nicht auf eine für die Kamera bestimmte Fläche. Draußen ist jeder Abschnitt länger: behördliche Abstimmung, Statik- und Windlastgesichtspunkte, IP65-Front, das fachliche Minimum von 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Regelung (unsere Module liefern 5.000 bis 8.000 Nit, die zulässige Leuchtdichte kann jedoch örtlich begrenzt sein), Schutz gegen Kondensation und Arbeit in der Höhe. Dieselbe Flächengröße ist draußen also nicht einfach teurer, sondern hat auch eine längere Durchlaufzeit – die Zeitpläne eines Innen- und eines Außenprojekts dürfen nie mit demselben Kalender geplant werden.

Ein Ausführender oder mehrere: Wo die Verantwortung verloren geht

Wenn die Grafik von einer Werbeagentur, die Tafel von einem Fertiger, der Anschluss von einer Elektrofachkraft und das Gerüst von einer vierten Firma kommen, hat das Projekt drei Schnittstellen, an denen niemand für das Ganze verantwortlich ist. In der Praxis dreht sich der Streit nicht um die Qualität der Arbeit, sondern darum, in wessen Zuständigkeit ein Phänomen fällt: Ist die ungleichmäßige Helligkeit ein Fertigungsfehler oder ein Problem der Stromversorgung, ist der Wassereintritt ein Abdichtungsfehler oder ein Fehler der Bohrung? Aus einer Hand bestellt stellt sich diese Frage gar nicht, weil ein einziger Vertragspartner vom Vor-Ort-Termin bis zur Einweisung verantwortet. Arbeiten Sie dennoch mit mehreren Beteiligten, halten Sie zumindest schriftlich fest, wer der Koordinator des Projekts ist und wessen Aufgabe die Abnahme welchen Abschnitts ist.

Experten-Tipp

Fordern Sie ein detailliertes Angebot an und verlangen Sie darin auf eigenen Zeilen die Unterkonstruktion, die Ausführung der Einspeisung, die behördliche Abwicklung, den Gerätebedarf für die Arbeit in der Höhe und die Einweisung. Die meisten günstigeren Angebote sind nicht günstiger, sondern enthalten weniger: Unterkonstruktion und Arbeit in der Höhe sind bei einer Fassadentafel zusammen oft ein größerer Posten, als der zwischen zwei Angebotssummen sichtbare Preisunterschied. Verlangen Sie in demselben Angebot schriftlich die Fertigungs- und die Montagefrist getrennt von der Gesamtdurchlaufzeit samt Verfahren sowie die Angabe, innerhalb wie vieler Stunden oder Tage der Service im Störungsfall vor Ort ist – diese Zahl sagt weit mehr über den Lieferanten als jeder Marketingsatz.

Häufige Fehler

1. Die Fertigungszeit wird mit der Gesamtdurchlaufzeit verwechselt, und der behördliche Abschnitt startet erst nach der Fertigung. Die Fertigung dauert je nach Bauart 1 bis 4 Wochen, bei einer Außentafel mit Verfahren beträgt die Gesamtdurchlaufzeit dagegen 4 bis 8 Wochen – und ergibt sich aus dem Verfahren eine kleinere Größe oder eine geringere Helligkeit, ist die bereits gefertigte Tafel unbrauchbar. 2. Der Auftraggeber setzt voraus, dass für seine eigene Geschäftsbeschriftung und für eine fremde Werbung tragende Werbeanlage dieselben Regeln gelten. Für die beiden können unterschiedliche Verfahren und Zuständigkeiten bestehen – das ist vorab örtlich zu klären. 3. Das Logo liegt nur im JPG- oder PNG-Format vor. Ohne Vektordatei (AI, EPS, PDF, SVG) muss das Logo neu gezeichnet werden, was den Fertigungsbeginn um Tage bis Wochen verschiebt. 4. Die Tafel bekommt ihren Strom über eine Verlängerung oder einen vorhandenen Beleuchtungskreis. Die richtige Lösung ist ein eigener, mit Fehlerstromschutzschalter abgesicherter Stromkreis, im Außenbereich mit einer IP-geschützten Abzweigdose abgeschlossen. 5. Unterkonstruktion und Windlast bemisst niemand, weil das Angebot nur von der Tafel handelte. Bei einer Außenfläche an der Fassade ist das die häufigste nachträgliche Mehrausgabe. 6. Der Auftraggeber verlangt bei der Übergabe die Zugangsdaten der Steuerung nicht und muss deshalb bei jeder kleinen Textänderung den Ausführenden rufen. 7. Die Helligkeit wird nur bei Tag geprüft. Die zulässige Leuchtdichte nach Sonnenuntergang kann örtlich begrenzt sein, weshalb die Tafel ohne nächtliches Helligkeitsprofil blenden kann, was zu Beschwerden aus der Nachbarschaft und zu behördlicher Abstimmung führen kann. 8. Bei einer Mietsache fehlt die schriftliche Zustimmung des Eigentümers oder in einer Eigentümergemeinschaft der Beschluss der Versammlung, und das zeigt sich erst am Montagetag.

Werbetafel-Bauarten aus Sicht des Fertigungsablaufs (die letzte Spalte versteht sich ohne behördliches Verfahren)
BauartWas Sie übergeben müssenWas im Außenbereich vor allem geprüft wirdMontagebedarfInhaltsaktualisierungFertigungs- + Montagezeit, ohne Verfahren
Nicht leuchtende, gedruckte TafelVektorlogo, endgültiger TextGröße, Anbringung, Fassadenbildnur mechanische Befestigung, kein Strom nötigneuer Druck und neue Montage1 bis 2 Wochen
Leuchtkasten (hinterleuchtet)Vektorgrafik + Pantone-/RAL-CodeGröße der Leuchtfläche, nächtliche Helligkeit230-V-Anschluss, eigener StromkreisFrontwechsel, also neuer Druck2 bis 4 Wochen (bei Außenausführung mit Verfahren Gesamtdurchlaufzeit 4 bis 8 Wochen)
Leuchtbuchstaben, AuslegerschildVektor-Buchstabenkontur, Schrift in KurvenFassadenbild, Buchstabengröße, Vorstand von der Wandfläche230 V, Abstandsbefestigung, Abdichtungnicht aktualisierbar, Neufertigung2 bis 3 Wochen (bei Außenausführung mit Verfahren Gesamtdurchlaufzeit 4 bis 8 Wochen)
Programmierbare LED-Anzeigetafel, Laufschriftder anzuzeigende Text und die ZeitsteuerungHelligkeit, Blinken, Häufigkeit des Inhaltswechsels230 V + Datenverbindung (Netzwerk, WLAN oder Mobilfunk)vom Telefon aus, in Minuten1 bis 3 Wochen (bei Außenausführung mit Verfahren Gesamtdurchlaufzeit 4 bis 8 Wochen)
Full-Color-LED-Werbetafel für außenBild- und Videoinhalt im richtigen SeitenverhältnisHelligkeit, Bewegtbild, Flächengröße, Sichtbarkeit von der Straßeeigener Stromkreis, Unterkonstruktion, Datenverbindungaus der Ferne, unbegrenzt2 bis 4 Wochen (Gesamtdurchlaufzeit 4 bis 8 Wochen)
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Häufige Fragen zum Thema

Wie lange dauert die Herstellung einer Werbetafel?

Bei einer einfachen Innenausführung vom Vor-Ort-Termin bis zur Übergabe typischerweise 1 bis 3 Wochen. Bei einer Außentafel, deren Anbringung ein behördliches Verfahren erfordert, sind 4 bis 8 Wochen die realistische Gesamtdurchlaufzeit, und davon entfallen auf Fertigung plus Montage je nach Bauart nur 1 bis 4 Wochen – die übrige Zeit sind der behördliche Abschnitt und die Entwurfsfreigabe. Die Zeiten in der Tabelle dieses Beitrags beziehen sich ausdrücklich auf den Fertigungs- und Montageabschnitt ohne Verfahren. Verzögert sich ein Projekt, ist in den meisten Fällen nicht die Fertigung der Engpass, sondern die auf Freigabe wartende Visualisierung oder das zu spät gestartete Verfahren.

Worin unterscheidet sich der Ablauf zwischen den verschiedenen Werbetafel-Bauarten?

Die sieben Abschnitte sind dieselben, doch die Zweige weichen ab. Bei der nicht leuchtenden, gedruckten Tafel gibt es keine elektrische Vorbereitung und keine Datenverbindung. Beim Leuchtkasten und bei den Leuchtbuchstaben kommen der eigene 230-V-Stromkreis und die farbcodierte grafische Eingangsdatei hinzu. Bei der programmierbaren LED-Anzeigetafel ist die Datenverbindung ein Pflichtelement, dafür fällt die Inhaltsaktualisierung aus der Fertigung heraus. Bei der Full-Color-Außenfläche kommen zu alledem die Bemessung von Statik und Windlast sowie die Einhaltung der örtlich zulässigen Leuchtdichte.

Welche Datei muss ich für mein Logo übergeben?

Eine Vektordatei: in den Formaten AI, EPS, PDF oder SVG, denn diese lässt sich ohne Qualitätsverlust auf die Größe der Tafel vergrößern. Die Schrift sollten Sie in Kurven umgewandelt senden und die Farbe mit Pantone- oder RAL-Code angeben. Steht nur ein JPG oder PNG zur Verfügung, muss das Logo neu gezeichnet werden, was eigene Arbeit und zusätzliche Durchlaufzeit bedeutet.

Braucht eine Werbetafel im Außenbereich eine Genehmigung?

Das hängt davon ab, was an die Wand kommt. Ob und in welcher Form die Anbringung anzeige- oder genehmigungspflichtig ist, richtet sich nach den örtlich geltenden Vorschriften. Zu trennen sind in aller Regel die eigene Geschäftsbeschriftung an der eigenen Fassade – Firmenschild, Auslegerschild, Geschäftskennzeichnung – und die Werbeanlage, die fremde Werbung trägt und von öffentlichem Grund aus sichtbar ist; für beide können unterschiedliche Verfahren und Zuständigkeiten gelten. Die genaue Anforderung unterscheidet sich von Ort zu Ort und von Standort zu Standort, weshalb sich eine Abstimmung in einer frühen Planungsphase lohnt. Dies ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.

Wer kümmert sich um den Strom, braucht es eine eigene Elektrofachkraft?

Die Ausführung des Stromkreises bis zum Ort der Tafel ist typischerweise Aufgabe der Elektrofachkraft des Auftraggebers, der Anschluss und die Inbetriebnahme der Tafel Aufgabe des Ausführenden. Die richtige Ausführung ist ein eigener, mit Fehlerstromschutzschalter abgesicherter Stromkreis, im Außenbereich mit IP-geschützter Abzweigdose. Die erforderliche Leistung nennt das elektrische Datenblatt des Ausführenden – verlangen Sie es noch vor Beginn der Montage, damit die Fachkraft danach dimensionieren kann.

Wovon hängt der Preis einer Werbetafel ab?

Von der Flächengröße, der Bauart, bei LED vom Pixelpitch und von der Helligkeit, von der Schutzart, von der Unterkonstruktion, vom Gerätebedarf für die Arbeit in der Höhe, von der Länge der Einspeisungsausführung, von der Art der Ansteuerung und von der Entfernung des Montageorts. Einen genauen Preis lässt sich erst nach einem Vor-Ort-Termin nennen, und Sie sollten ihn in detaillierter Aufschlüsselung verlangen, denn die Endsummen zweier Angebote sind nur vergleichbar, wenn sie dieselben Posten enthalten.

Lässt sich der Entwurf ändern, wenn die Fertigung bereits gestartet ist?

Nach Materialbestellung und Zuschnitt lassen sich Größe und Ausführung nur noch mit Mehrkosten ändern. Bei LED-Tafeln ist die Größe zudem ein ganzzahliges Vielfaches der Modulgröße, sie lässt sich also nicht beliebig umschneiden. Deshalb ist die schriftliche Freigabe der Visualisierung der wichtigste Entscheidungspunkt des Ablaufs: Jede Änderung davor ist kostenlos, danach nicht mehr.

Wie viel Helligkeit braucht es außen und innen?

Draußen sind 4.500 bis 5.000 Nit in Verbindung mit automatischer Helligkeitsregelung das fachliche Minimum, unsere eigenen Outdoor-LED-Module liefern 5.000 bis 8.000 Nit. Beachten Sie, dass die zulässige Leuchtdichte von Werbeanlagen örtlich begrenzt sein kann, das obere Band der Module also nicht unbegrenzt ausgeschöpft werden darf: Genau deshalb braucht es die automatische Regelung und ein nächtliches Profil. Im Innenbereich liegt der Bedarf bei 600 bis 1.200 Nit, unsere eigenen Indoor-Module liefern 800 bis 1.200 Nit; in einem hellen Raum mit großen Glasflächen braucht es das obere Ende der Spanne.

Aus welcher Entfernung lässt sich eine LED-Werbetafel bequem betrachten?

Das Bild fügt sich bereits ab einer Entfernung in Metern zusammen, die dem Millimeterwert des Pixelpitch entspricht – das ist der minimale empfohlene Abstand unserer Moduldatenblätter –, bequem betrachten lässt es sich dagegen ab dem 2,5- bis 3-Fachen. Eine P4-Tafel ist also ab 4 Metern bereits lesbar, wirkt aber erst aus 10 bis 12 Metern wirklich gut; eine P10-Fläche aus 25 bis 30 Metern. In der Praxis entscheidet deshalb der beim Vor-Ort-Termin gemessene typische Betrachtungsabstand über den Pixelpitch, nicht umgekehrt.

Was muss ich bei der Übergabe verlangen?

Sechs Dinge: die bemaßte Befestigungszeichnung, das elektrische Datenblatt mit Nenn- und Spitzenleistung, den Garantieschein mit der Art der Fehlermeldung, die Bedienungsanleitung in Ihrer Sprache, sämtliche Zugangsdaten der Steuerung auf Ihren Namen sowie den genauen Typ und Pixelpitch des verbauten Moduls oder Panels. Die letzten beiden werden am seltensten verlangt, dabei müssen Sie ohne Steuerungszugang bei jeder Textänderung den Ausführenden rufen, und ohne Kenntnis des Modultyps ist Jahre später ein Ersatzmodul schwer zu bestellen.

Lässt sich die Werbetafel später erweitern?

Bei einem modularen LED-System ja, durch Hinzufügen weiterer Module – vorausgesetzt, die Kapazität der Steuerung und die Belastbarkeit der Einspeisung tragen die Erweiterung von vornherein. Deshalb lohnt es sich, schon beim Vor-Ort-Termin zu erwähnen, wenn Sie später an eine größere Fläche denken: In die Bemessung von Unterkonstruktion und Stromkreis passt das dann noch hinein, nachträglich ist das Neuziehen der Einspeisung dagegen eine eigene Arbeit. Bei der Erweiterung zählt auch, dass das Ersatzmodul aus derselben Fertigungscharge stammt, sonst bleibt auf der Fläche ein sichtbarer Farbunterschied.

Wie lange hält eine LED-Werbetafel?

Auf den Datenblättern der Module stehen einheitlich 100.000 Betriebsstunden, und das ist ein Wert vom Typ L50: Er bezeichnet, wann die Helligkeit auf die Hälfte des Ausgangsniveaus fällt, nicht dass die Tafel stehen bleibt. Bei 12 Stunden Betriebszeit täglich entspricht das mehr als zwanzig Kalenderjahren, in der Realität entscheiden aber Wärmebelastung, eingestellte Helligkeit und Wartung darüber, wie lange das Bild gleichmäßig bleibt. Praktisch wichtiger ist die Frage der Reparierbarkeit: Ist die Tafel von vorn zu warten und der Modultyp dokumentiert, ist der Tausch eines defekten Moduls eine kurze Arbeit ohne Gerüst.

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