Die folgenden Schritte führen von der Fassade zur fertigen Anlage. Wir bauen einzelne Leuchtbuchstaben, geschlossene Kastenschilder und wechselnde Anzeigefelder; welche Bauart passt, entscheidet sich am Standort und nicht am Entwurf.
Leuchtreklame Dortmund — Fertigung, Montage, Angebot
Der Westenhellweg gilt seit Jahren als eine der meistbegangenen Einkaufsstraßen Deutschlands, und das prägt jede Werbeanlage dort. Die Fassaden stehen dicht, der Blick der Passanten geht nach vorn, nicht nach oben, und die Konkurrenz um Aufmerksamkeit ist erdrückend. Wenige hundert Meter weiter, am Ostenhellweg, an der Kampstraße und rund um die Reinoldikirche, ändert sich das Tempo bereits deutlich — und damit auch, welche Anlage überhaupt sinnvoll ist.
Den Standort nach Gehtempo und Blickhöhe beurteilen
Warum Westenhellweg und Kampstraße verschiedene Anlagen brauchen
Auf dem Westenhellweg bewegen sich Menschen dicht gedrängt und lesen Schilder aus wenigen Metern, meist auf Augenhöhe oder knapp darüber. Ein Ausleger quer zur Fassade wirkt dort besser als ein Schriftzug hoch über dem Schaufenster, den bei diesem Gedränge kaum jemand sieht. Am Alten Markt mit Außengastronomie kehrt sich das um: Dort schaut man in Ruhe nach oben.
Die Bauart nach Nutzung und Untergrund wählen
Buchstabe, Kasten oder Anzeigefeld
Danach fällt die Entscheidung über die Bauform. Einzelbuchstaben eignen sich für einen feststehenden Namen und lassen die Fassade sichtbar. Ein geschlossener Kasten trägt Schriftzug und Logo gemeinsam und ist die robusteste Lösung in stark frequentierten Lagen. Ein wechselndes Anzeigefeld von 1,92 Metern Breite und 0,48 Metern Höhe — sechs mal drei Bauteile — rechnet sich erst, wenn der Inhalt tatsächlich regelmäßig wechselt.
Die Zeichenhöhe aus der Leseentfernung ableiten
Eine Rechenregel, die selten trügt
Als grober Anhalt gilt: Ein Zentimeter Zeichenhöhe trägt etwa dreißig Zentimeter weit. Für ein Schild, das quer über den Westenhellweg gelesen werden soll, landen wir damit bei zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimetern Zeichenhöhe. In einer schmalen Seitenstraße genügen zehn. Wer größer baut als nötig, zahlt doppelt: einmal in der Herstellung und einmal im Stromverbrauch über die gesamte Nutzungsdauer.
Die Unterlagen für den Antrag zusammenstellen
Was von uns kommt und was nicht
Vor der Fertigung stellen wir die technischen Anlagen zusammen, die eine Antragstellung benötigt: bemaßte Zeichnung, Fassadenansicht mit eingesetzter Anlage, Gewicht, Befestigungsart, Leistungsaufnahme und die vorgesehenen Helligkeitswerte. Für Werbeanlagen gelten örtliche Vorschriften, und über deren Auslegung im Einzelfall entscheidet die zuständige Stelle. Zusagen zum Ausgang eines Verfahrens machen wir grundsätzlich nicht.
Die Befestigung am vorhandenen Untergrund planen
Klinker, Putz und Wärmedämmung
Anschließend prüfen wir, worin die Anlage überhaupt verankert wird. Klinker im Ruhrgebiet trägt gut, verlangt aber Bohrungen in den Stein und nicht in die Fuge. Bei nachträglich gedämmten Fassaden führen Abstandshalter die Last durch die Dämmebene bis in den tragenden Untergrund; eine Verschraubung im Dämmstoff allein ist keine Befestigung. Diese Prüfung gehört ins Aufmaß, nicht in die Montage.
Betrieb, Absenkung und Service über 1.059 Kilometer regeln
Nach der Montage beginnt die längste Phase
Zum Schluss stellen wir die Betriebswerte ein: ein Tageswert, ein niedrigerer Abendwert und ein Umschaltpunkt, der dem Sonnenstand folgt statt einer starren Uhr. Da zwischen Győr und Dortmund 1.059 Kilometer liegen, erhalten Sie einen Ersatzteilsatz mit Netzteilen, damit ein Ausfall vor Ort behoben werden kann. Die Gewährleistung läuft ein Jahr, in bestimmten Ausführungen zwei.

