Wir setzen feste Anzeigeflächen aus liegenden Bauteilen zusammen; jedes einzelne misst 32 Zentimeter in der Breite und 16 in der Höhe. Aus dieser Kachel entsteht jedes Format, und aus dem Format ergeben sich Rahmen, Gewicht, Anschlusswert und Wartungszugang. Gefertigt wird in Győr, aufgebaut wird in Bremen, übergeben wird betriebsbereit – mit eingerichteter Zuspielung und einem Satz Reservebauteile, der im Haus bleibt.
LED-Wand Bremen — Fertigung, Montage, Angebot
Germany · 1017 km vom Werk in Győr
Bremen führt zwei Adressbücher. Im ersten stehen der Marktplatz mit dem Roland, die Böttcherstraße und der Schnoor – Lagen, in denen jede sichtbare Veränderung an einem Haus begründet werden muss. Im zweiten stehen die Airport-Stadt, die Überseestadt und die Gewerbeflächen in Hemelingen, wo Zulieferer der Luft- und Raumfahrt in Hallen arbeiten, die von vornherein für Technik gebaut wurden. Eine fest eingebaute Bildfläche findet ihren Platz fast immer im zweiten Adressbuch, und genau dort setzt unsere Planung an: bei der Halle, dem Empfangsbereich, der Schulungsfläche.
Vier Bremer Adressen, vier Aufgabenstellungen
Warum der Ort die Technik vorgibt
Ein Empfangsbereich in der Airport-Stadt, ein Ladenlokal an der Obernstraße, ein Loftbüro im Speicher XI und eine Freifläche an der Schlachte verlangen vier verschiedene Anlagen, obwohl in allen vier Fällen dieselben Bauteile stecken. Verschieden sind der Leseabstand, das Umgebungslicht, die lichte Höhe und die Frage, wer später an die Rückseite gelangt. Diese vier Größen nehmen wir vor jedem Angebot auf, denn daraus leiten sich Raster, Leuchtdichte und Unterkonstruktion ab – nicht umgekehrt. Wer zuerst eine Wunschdiagonale festlegt und danach den passenden Platz sucht, bezahlt die Planung zweimal.
Das Bauteilmaß als Rechengrundlage
Zwölf Kacheln nebeneinander, dreizehn Reihen übereinander
Ein Beispiel aus der Überseestadt: Die freie Wandfläche zwischen zwei Stützen misst 3,90 mal 2,20 Meter. Daraus wird eine Bildfläche aus zwölf Bauteilen nebeneinander und dreizehn Reihen übereinander, also 3,84 mal 2,08 Meter. Die übrigen sechs beziehungsweise zwölf Zentimeter nimmt der umlaufende Rahmen auf. Diese Rechnung stellen wir vor der Preisangabe auf und legen sie dem Angebot bei, weil ein rundes Wunschmaß auf dem Papier später ein krummes Ergebnis an der Wand ergibt. Wächst die Fläche, wächst sie in Sprüngen von 32 beziehungsweise 16 Zentimetern – Zwischenwerte gibt es nicht.
Leseabstand im Empfang und in der Werkhalle
Zwei Meter oder zwanzig – das ändert die Kalkulation
Steht ein Besucher zwei Meter vor der Fläche und liest dort einen Namen, arbeiten wir im Bereich P1.5 bis P2.5. Sitzt das Publikum in einer Schulungsfläche, und beginnt die erste Stuhlreihe erst bei fünf Metern, genügt P2.5 bis P4 – bei identischer Größe ein deutlich kleinerer Betrag auf der Rechnung. In einer Halle in Hemelingen, in der die Anzeige über zwanzig Meter hinweg abgelesen wird, ist jede Stufe unterhalb von P4 verschenktes Geld; dort liegt der sinnvolle Bereich zwischen P4 und P8. Im Gebäudeinneren bleibt die Leuchtdichte bei 700 bis 800 nit, weil eine hellere Fläche die Wartenden davor blendet.
Das rollende Plakat als Gegenentwurf
640 mal 1920 Millimeter, 45 Kilogramm, kein Gerüst
Nicht jede Aufgabe rechtfertigt eine verankerte Wand. Das LED-Poster steht hochkant auf einem Fahrgestell: 640 mal 1920 Millimeter Bildfläche, 201 Zentimeter Gesamthöhe, 45 Kilogramm. Es wird nicht montiert, sondern geschoben und in die Steckdose gesteckt. Damit entfallen Gerüst, Hubsteiger, Fassadenbefestigung und statische Beurteilung vollständig; aufgestellt wird es von Ihren eigenen Leuten. Bei 1.017 Kilometern zwischen Győr und Bremen liegt darin der eigentliche Unterschied: Eine verschraubte Wand bindet einen Vorbereitungstag, eine Übernachtung und zwei Fahrtage, das Poster steht in derselben Woche im Schalterraum einer Filiale an der Obernstraße oder in der Hotellobby am Domshof und arbeitet. Für Innenräume liefern wir es als P1.5 GOB oder P2 GOB mit 700 bis 800 nit, für den überdachten Außenbereich als kabinettierte Ausführung mit 4.500 bis 5.000 nit. Wer später mehr Bildfläche braucht, schiebt eine zweite Einheit daneben und betreibt beide als eine einzige Darstellung.
Außenflächen zwischen Weser und Westwind
Dichtes Gehäuse, hohe Leuchtdichte, geregelter Abend
Sobald die Anlage im Freien hängt, ändert sich die Bauart grundlegend. Das Gehäuse ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, Schutzart IP65; die Leuchtdichte beginnt bei 4.500 nit, damit das Bild gegen Mittagslicht bestehen kann, und wir halten bis 5.500 nit als Reserve für südlich ausgerichtete Flächen bereit, etwa an der Schlachte oder rund um das Weserstadion. Nach Einbruch der Dunkelheit regelt ein Sensor weit herunter, sonst wird aus einer Information eine Blendquelle. Wer über eine Fahrbahn hinweg liest, braucht ohnehin kein feines Raster: Bei fünfzehn bis zwanzig Metern Abstand ist P6 bis P8 üblich, und jede feinere Stufe kostet Geld ohne sichtbaren Gewinn.
Zwei Fahrtage und ein Kistensatz Reserve
Was 1.017 Kilometer im Terminplan wirklich bedeuten
Bremen liegt 1.017 Straßenkilometer von unserem Werk entfernt. Praktisch heißt das: ein Anreisetag, ein bis zwei Tage Aufbau, eine Rückfahrt und Übernachtung für die Monteure. Anfahrt und Auslösung erscheinen als eigene Zeilen im Angebot und stecken nicht im Quadratmeterpreis. Zum Lieferumfang gehören Reservebauteile, die bei Ihnen verbleiben; ein einzelnes ausgefallenes Stück lässt sich damit ohne Anreise tauschen, und wir leiten die Handgriffe telefonisch an. Vor jeder Fahrt sehen wir uns die Anlage aus der Ferne an, weil sich ein Zuspielfehler sonst leicht als Hardwareschaden ausgibt. Die Gewährleistung beträgt zwölf oder vierundzwanzig Monate; welcher Wert für Ihre Anlage gilt, steht schriftlich im Angebot.

