Eine Leuchtanlage besteht bei uns wahlweise aus einzelnen Buchstabenkörpern, aus einem geschlossenen Leuchtkasten oder aus einer echten Bildfläche im Rastermaß 32 mal 16 Zentimeter. Alle drei Bauarten lassen sich beleuchtet oder hinterleuchtet ausführen, alle drei brauchen einen tragfähigen Untergrund, eine Zuleitung und eine Nachtregelung. Wir messen auf, fertigen in Győr und montieren in Bremen.
Leuchtreklame Bremen — Fertigung, Montage, Angebot
In Bremen hängen die meisten Firmenschilder nicht an eigenen Häusern. Wer an der Obernstraße, in der Sögestraße oder an einer Bürofassade in der Überseestadt seinen Namen anbringt, tut das an einer angemieteten Fläche – und der Mietvertrag ist bei einer Leuchtanlage genauso einschränkend wie die Bauphysik. Rückbaubarkeit, vorhandene Befestigungspunkte, gemeinsame Zuleitungen: Diese Fragen entscheiden in dieser Stadt öfter über die Bauart als der Entwurf des Grafikers.
Die Bauartenfrage vor dem Entwurf
Einzelbuchstabe, Kasten oder Bildfläche
Einzelne Buchstabenkörper wirken wertig und lassen die Fassade zwischen den Zeichen sichtbar; sie kosten pro Zeichen und brauchen eine saubere Ausrichtung auf der Wand. Ein geschlossener Kasten ist günstiger, robuster gegen Feuchte und wird als Ganzes montiert, wirkt aber flächiger. Die dritte Möglichkeit ist eine Anzeigefläche aus Bauteilen, die Inhalte wechseln kann – sinnvoll überall dort, wo sich Angebote, Öffnungszeiten oder Aktionen tatsächlich ändern. Wir empfehlen die dritte Variante nur, wenn jemand benannt ist, der die Inhalte auch wirklich pflegt.
Der Mietvertrag als technische Vorgabe
Was am Ende der Mietzeit zurückgebaut wird
Bei angemieteten Fassadenflächen fragen wir zuerst nach der Rückbauklausel. Sie bestimmt, wie befestigt werden darf: mit möglichst wenigen Durchdringungen, über eine gemeinsame Montageschiene statt über dreißig Einzeldübel, und mit Punkten, die sich später schließen lassen. Sind bereits Befestigungen einer früheren Anlage vorhanden, prüfen wir, ob sie tragen und ob unser Raster darauf passt. Das spart Löcher, Zeit und die Diskussion mit dem Vermieter. Diese Aufnahme gehört zum Aufmaßtermin, nicht in die Bauphase.
Klinker, Fuge und Wärmedämmung
Drei Bremer Untergründe, drei Befestigungsarten
Der Bremer Bestand ist in weiten Teilen aus Backstein. Dort verankern wir in den Stein und nicht in die Mörtelfuge, weil eine Fuge weder die Last noch die Windkraft dauerhaft hält. Bei einem gedämmten Neubau in der Überseestadt geht die Befestigung durch die Dämmebene bis auf den tragenden Kern, mit druckfesten Distanzelementen, damit die Anlage nicht in der Dämmung arbeitet. Auf Beton ist die Sache einfach, dort bestimmt allein der Wartungszugang die Anordnung. Welcher Fall vorliegt, sehen wir am Gebäude, nicht auf dem Foto.
Zeichenhöhe zwischen Sögestraße und Ausfallstraße
Dieselbe Schrift, zwei völlig verschiedene Größen
In der Sögestraße oder rund um den Domshof stehen die Leute höchstens fünfundzwanzig Meter von Ihrem Schild entfernt und gehen langsam; dort wird ein zwanzig Zentimeter hoher Buchstabe mühelos gelesen. An einer breiten, befahrenen Straße mit Straßenbahn liest niemand aus fünfundzwanzig Metern – dort beginnt die Leseweite bei sechzig Metern, und die Zeichen brauchen das Zwei- bis Dreifache an Höhe. Deshalb gehen wir vor dem Entwurf den Gehweg ab und fotografieren aus der Entfernung, aus der die Kundschaft tatsächlich kommt. Ein Schild, das nur aus zwei Metern gut aussieht, ist eine teure Dekoration.
Abendhelligkeit in Wohnnachbarschaft
Zwei Werte und eine Schaltuhr
Eine Anlage, die tagsüber gegen Sonnenlicht ankommen muss, ist nach zweiundzwanzig Uhr in einer ruhigen Lage schlicht zu hell. Wir hinterlegen deshalb immer zwei Helligkeitswerte und einen Umschaltzeitpunkt, ergänzt um einen Sensor, der auf trübe Tage reagiert. In gemischt genutzten Häusern – unten Laden, oben Wohnung – legen wir zusätzlich fest, ab wann die Anlage ganz abschaltet; in ruhigen Lagen wie rund um den Schnoor oder Am Wall ist dieser Punkt der wichtigste im ganzen Projekt. Das nimmt der häufigsten Beschwerde die Grundlage, bevor sie entsteht, und senkt nebenbei den Verbrauch spürbar.
Antrag, Anschluss und die Jahre danach
Unterlagen von uns, Entscheidung bei der Behörde
Für Werbeanlagen gelten örtliche Vorschriften, und in geschützten Lagen sind sie strenger als anderswo. Wir versprechen keine Genehmigung – das kann niemand seriös. Wir liefern die technischen Anlagen zum Antrag: Maßzeichnung, Ansicht in der Fassade, Gewichts- und Befestigungsangaben, elektrische Werte und die vorgesehenen Betriebszeiten. Für den späteren Betrieb bekommen Sie Ersatzteile mitgeliefert, dazu einen Fernzugang zur Prüfung der Anlage; erst wenn dabei ein Bauteilfehler feststeht, fahren wir die 1.017 Kilometer. Für die Gewährleistung gelten je nach Ausstattung zwölf oder vierundzwanzig Monate.

