Wir bauen LED-Wände in Győr und übergeben sie betriebsfertig in Innsbruck: als Anzeige im Empfangsbereich, als Bildfläche im Verkaufsraum, als Hallendisplay im Gewerbebau, als wetterfeste Installation an der Fassade. Die folgenden Abschnitte beantworten der Reihe nach jene Fragen, die in Tiroler Projekten erfahrungsgemäß zuerst gestellt werden – zur Leuchtdichte, zu den baubaren Maßen, zum Pixelabstand, zur Signalführung, zum Winterbetrieb und zur Betreuung über die Grenze hinweg. Anfahrt und Auslöse führen wir im Angebot als eigene Positionen, nachrechenbar Kilometer für Kilometer.
LED-Wand Innsbruck — Fertigung, Montage, Angebot
Austria · 608 km vom Werk in Győr
Innsbruck zählt rund 130.585 Einwohner und liegt in einem schmalen Tal – das prägt Displayprojekte hier stärker als jede Einwohnerzahl. Nördlich steigt die Nordkette bis über 2.200 Meter auf, südlich schließt der Patscherkofel das Tal. Dazwischen wandert das Tageslicht binnen weniger Stunden von grellem Hochgebirgslicht in tiefen Schatten: Eine Fläche, die vormittags im Gegenlicht steht, liegt am Nachmittag im Halbdunkel. Von unserer Fertigung in Győr bis an den Inn sind es 608 Straßenkilometer – unsere weiteste österreichische Strecke, weshalb wir Aufmaß, Montage und Einweisung hier anders takten als bei einem Projekt im Grenzgebiet.
Wie viel Leuchtdichte braucht eine Fläche im Inntal?
Innenwerte und Außenwerte auseinandergehalten
Im geschlossenen Raum arbeiten unsere Displays mit 700 bis 800 nit. Das genügt für ein Foyer, einen Schulungsraum oder eine Auslage, die sich hinter der Scheibe befindet und nicht gegen die Sonne ankämpfen muss. Draußen liegen die Werte bei 4500 bis 5500 nit, also rund sechsmal höher, und das Gehäuse ist als IP65 ausgeführt – staubdicht, gegen Strahlwasser aus jeder Richtung geschützt. Ein Detail unterscheidet Innsbruck von flacheren Standorten: Frisch verschneite Hänge über der Stadt werfen im Januar erhebliche Mengen Licht zurück ins Tal. Wer eine Fläche an der Maria-Theresien-Straße plant, rechnet deshalb nicht nur mit direkter Sonne, sondern zusätzlich mit dieser diffusen Aufhellung. Die Regelung fährt die Ausgangsleistung über einen Sensor mit, sodass die Anzeige nachts nicht überstrahlt.
Das LED-Poster: dieselbe Woche statt zweitägiger Anreise
Über 608 Kilometer zugestellt und von Ihnen selbst aufgestellt
Bei einer montierten Anlage hängt der Termin an unserer Fahrt: 608 Kilometer sind eine volle Tagesetappe, dazu kommen ein Vorbereitungstag am Objekt und eine Nächtigung, der Einsatz wird also zweitägig geplant. Das LED-Poster dreht diese Reihenfolge um. Die Einheit – 640 mal 1920 Millimeter Bild, 201 Zentimeter Bauhöhe, 45 Kilogramm auf Rollen – geht in den Versand, Sie schieben sie an ihren Platz und schließen sie an. Es braucht keinen Hubsteiger, keine Befestigungspunkte und kein statisches Gutachten. An einem Informationspunkt im Congress Innsbruck oder in einem Verkaufsraum steht die Fläche damit in der Woche der Bestellung und nicht erst zum nächsten freien Montagefenster.
Welcher Pixelabstand passt zu welchem Raum?
Von der Betrachtungsdistanz zur Bauentscheidung
Die Distanz zwischen Auge und Fläche entscheidet, nicht der Geschmack. Wird aus ein bis drei Metern gelesen – etwa an einem Informationspunkt im Congress Innsbruck, wo Besucher direkt davorstehen –, liegt der sinnvolle Bereich bei P1.5 bis P2.5. Auf mittlere Entfernung, wie in einem Ausstellungsraum oder einem Bürofoyer, genügt P2.5 bis P4. Große Distanzen kehren die Rechnung um. In den Rängen der Olympiaworld oder am Auslauf der Bergisel-Schanze sind zwanzig bis fünfzig Meter üblich; dort ist P4 bis P8 die richtige Wahl. Ein feineres Raster wäre auf diese Entfernung nicht mehr wahrnehmbar und würde die Anlage lediglich verteuern, weil deutlich mehr Leuchtdioden verbaut sind.
Wie gelangen die Inhalte auf die Wand?
Live-Signal, Zeitplan oder Funkstrecke
Zwei Wege stehen zur Verfügung. Der erste ist der HDMI-Eingang: Was am Rechner, am Kamerapult oder am Mediaplayer anliegt, erscheint unmittelbar auf der Fläche – der übliche Weg, wenn im Hörsaal der Universität Innsbruck ein Vortrag übertragen wird. Der zweite Weg ist zeitgesteuert; Inhalte werden über das Netzwerk oder per USB-Stick hinterlegt und laufen nach hinterlegtem Kalender ab. Beide Wege funktionieren auch über WLAN. Das ist in Innsbrucker Bestandsgebäuden oft der entscheidende Punkt: Es muss kein Datenkabel bis zum Bildschirm gezogen, keine Decke geöffnet und kein Schlitz in eine historische Wand gefräst werden. Die Anzeige benötigt am Montageort dann nur noch Strom.
Was verlangt der Winterbetrieb der Anlage ab?
Kälte, Kondensat und Windlast
Kälte allein macht einer Außenanlage wenig aus – die Elektronik erzeugt selbst Wärme, und die Dichtungsebene nach IP65 hält Schmelzwasser fern. Kritischer ist der Wechsel: Eine Fläche, die tagsüber in der Sonne steht und nachts unter den Gefrierpunkt fällt, muss die Feuchtigkeit im Inneren beherrschen. Genau dafür sind die Gehäuse ausgelegt. Der zweite Punkt betrifft die Statik. Föhnlagen bringen im Inntal Windgeschwindigkeiten, die eine Fassadenmontage in der Ebene nicht kennt. Die Unterkonstruktion rechnet daher ein örtlicher Statiker; von uns bekommt er die Zahlen, die er dafür braucht – Flächengewicht, Angriffsfläche, Befestigungspunkte und Modulraster. Wir liefern die technischen Unterlagen, die Vorschriften vor Ort prüft Ihr Planer.
Wer kümmert sich nach der Übergabe um die Wand?
Gewährleistung, Reservemodule, Ferndiagnose
Je nach Ausführung gilt ein oder zwei Jahre Gewährleistung. Im Lieferumfang sind Reservemodule enthalten – nicht als Verkaufsargument, sondern weil ein Modultausch die einzige Reparatur ist, die eine eingewiesene Person vor Ort in wenigen Minuten selbst durchführen kann. Bei der Übergabe zeigen wir genau das: Verriegelung lösen, Modul abnehmen, Ersatz einsetzen. Über die Netzwerkanbindung sehen wir aus der Ferne, ob Steuerung, Signal und Zeitplan sauber laufen. Erst wenn tatsächlich Hardware betroffen ist, kommt jemand die 608 Kilometer nach Tirol. Ein solcher Termin wird angekündigt und in Tagesfenstern geplant; die Fahrt- und Übernachtungskosten stehen dann so im Angebot, wie sie anfallen.

