Röviden

Wir planen, fertigen und montieren fest installierte LED-Flächen für Foyers, Verkaufsräume, Besprechungsbereiche und Fassaden. Von unserem Standort in Győr sind es 863 Straßenkilometer bis Frankfurt, eine Strecke, die wir an einem Tag fahren. Der Aufbau beginnt deshalb grundsätzlich am Folgetag. In den Wochen davor liegt die eigentliche Arbeit: Aufmaß, Transportweg, Statik, Anschlusswert und die Abstimmung mit denjenigen, die im Gebäude die Regeln machen.

Germany · 845 km vom Werk in Győr

LED-Wand Frankfurt am Main — Fertigung, Montage, Angebot

Frankfurt schaut nach oben, und das hat Folgen für jede fest eingebaute Bildfläche. Im Bankenviertel liegen die Publikumsflächen in Foyers hinter raumhohen Glasfassaden, mit viel Tageslicht und wenig Wandfläche. Im Europaviertel, in der Skyline Plaza oder im Nordwestzentrum sind es dagegen Innenräume mit kontrolliertem Kunstlicht und klar definierten Blickachsen. Beide Situationen verlangen technisch etwas völlig anderes – und beide teilen ein Problem, das in flacheren Städten keines ist: Bevor irgendetwas montiert werden kann, muss das Material erst einmal nach oben.

Die Transportwege im Gebäude vorab abgehen

Anlieferzone, Lastenaufzug, Türbreiten

In einem Hochhaus im Bankenviertel scheitert eine Montage eher am Aufzug als an der Wand. Wir messen deshalb beim Aufmaßtermin nicht nur die Fläche, sondern auch den Weg dorthin: lichte Höhe und Tiefe des Lastenaufzugs, Türbreiten, Schwellen, Kurvenradien im Flur, Tragfähigkeit der Rampe an der Anlieferung. Danach richtet sich die Größe der Transportkisten. Wo der Aufzug knapp ist, konfektionieren wir in kleineren Einheiten – das kostet Aufbauzeit, ist aber unendlich viel billiger als ein Kran an einer Frankfurter Hochhausfassade.

Das Wandformat auf ganze Elemente bringen

5,12 Meter breit, 2,88 Meter hoch

Das Bauteil misst 32 Zentimeter in der Breite und 16 in der Höhe und liegt immer quer. Die Wandmaße ergeben sich daraus als Vielfache: 5,12 Meter sind sechzehn Elemente nebeneinander, 2,88 Meter sind achtzehn Reihen. Für ein Foyer bedeutet das, dass wir früh gemeinsam entscheiden müssen, ob die Fläche die Wand ausfüllt oder bewusst als Bild in einem Rahmen sitzt. Die zweite Variante ist gestalterisch meist die bessere und technisch die einfachere, weil die verbleibenden Zentimeter im Rahmen verschwinden.

Das LED-Poster durch den vorhandenen Aufzug bringen

45 Kilogramm auf zwei Rollen

Im Hochhausbestand am Westend scheitert eine gebaute Fläche selten am Budget und häufig an der Anlieferung: Die Rahmenteile passen nicht in den Personenaufzug, und der Lastenaufzug ist tagsüber vergeben. Ein LED-Poster wiegt 45 Kilogramm, rollt auf eigenen Rädern und ist schmaler als eine Bürotür. Zwei Personen bringen es in den fünfzehnten Stock, ohne die Anlieferzone zu sperren. Aufgebaut wird anschließend nichts: Das Gerät steht, sobald die Verpackung ab ist, und lässt sich innerhalb der Etage jederzeit an eine andere Stelle schieben — an der Bockenheimer Landstraße ein Argument, das sich in Quadratmetern rechnet.

Tageslicht im Foyer einplanen

Glasfassade, Sonnenstand, Kontrastverlust

Innenmodule arbeiten mit 700 bis 800 Nit, und das genügt in jedem normal beleuchteten Raum. Hinter einer nach Süden oder Westen ausgerichteten Glasfassade sieht es anders aus: Fällt am Nachmittag direktes Sonnenlicht auf die Fläche, bricht der Kontrast ein, und kein Helligkeitswert der Welt gleicht das vollständig aus. Wir prüfen deshalb den Sonnenstand über den Tag und schlagen entweder eine andere Wand vor, einen Blendschutz, oder für den Teilbereich Elemente mit höherer Leuchtkraft. Ein dunkles Gehäuse hilft zusätzlich, weil weniger Umgebungslicht zurückgeworfen wird.

Die Zuspielung an die Haus-IT anpassen

HDMI-Eingang, Funknetz, Betrieb ohne Serverzugriff

In Frankfurter Verwaltungsgebäuden ist die Netzanbindung selten so frei, wie Technikplanungen es gerne hätten. Wir richten die Anlage deshalb so ein, dass sie auch ohne dauerhafte Verbindung vollständig arbeitet: Der Wochenplan liegt im Gerät, die Wiedergabe läuft eigenständig weiter, und für Präsentationen steht ein HDMI-Eingang bereit, an den ein Rechner direkt angeschlossen wird. Aktualisierungen der Inhalte laufen über das Funknetz, sodass zur Fläche kein zusätzliches Datenkabel gelegt werden muss. Welche Freigaben Ihre IT dafür erteilt, klären wir vor der Montage, nicht danach.

Anfahrt und Gewährleistung schriftlich festhalten

863 Kilometer, ein Fahrtag, getrennte Positionen

Fahrtkosten, Übernachtung und Auslösung erscheinen als eigene Zeilen und stecken nicht im Quadratmeterpreis. So bleibt erkennbar, was Sie für Technik bezahlen und was für Logistik. Zur Übergabe gehört eine Einweisung Ihres Haustechnikers, dazu ein Satz Ersatzteile, der im Objekt verbleibt. Auf die Anlage geben wir zwölf Monate Gewährleistung, auf Wunsch vierundzwanzig. Wird eine Fahrt nötig, versuchen wir sie mit anderen Terminen im Rhein-Main-Gebiet zusammenzulegen, damit die Anfahrt nicht auf einem einzigen Auftrag lastet.

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