Röviden

Eine programmierbare Textanzeige lohnt sich genau dann, wenn sich der Inhalt regelmäßig ändert – und sonst nicht. Wir sagen das gleich zu Beginn, weil wir regelmäßig Anfragen bekommen, bei denen ein gedrucktes Schild die bessere und um ein Vielfaches günstigere Lösung wäre. Wo die Anzeige aber passt, liefern wir sie fertig eingerichtet, montieren sie und übergeben sie mit einem Satz Vorlagen und einer Bedienung, die eine Aushilfe nach zehn Minuten beherrscht.

Laufschrift Frankfurt am Main — Fertigung, Montage, Angebot

Germany 845 km vom Werk in Győr

Frankfurt ist eine Stadt der Zahlen, die sich stündlich ändern, und genau dort haben Textanzeigen ihren Platz. Rund um den Hauptbahnhof stehen sie in den Fenstern der Wechselstuben und zeigen Kurse. In den Werkstätten im Gallus und im Ostend nennen sie Wartezeiten und die nächste freie Annahme. Am Werkstor eines Betriebs im Industriepark Höchst kündigen sie den Schichtwechsel an, und in Kantinen steht darauf, was es heute gibt. Was diese Anwendungen verbindet, ist nicht die Technik, sondern eine einzige Eigenschaft der Information: Sie ist morgen falsch.

Zuerst prüfen, ob sich überhaupt täglich etwas ändert

Wechselnde Zahl oder feste Aussage

Wir gehen mit Ihnen die geplanten Inhalte durch und trennen sie in zwei Gruppen: was sich ändert und was steht. Öffnungszeiten, die seit Jahren gleich sind, gehören auf eine Folie an der Tür. Der aktuelle Kurs, die Nummer, die gerade aufgerufen wird, die Wartezeit in Minuten, das Tagesgericht – das gehört auf eine Anzeige. Bleibt nach dieser Sortierung nur eine einzige veränderliche Zeile übrig, reicht ein kleines Gerät. Bleibt gar nichts übrig, raten wir ab, auch wenn das ein ungewöhnlicher Verkaufsansatz ist.

Den Standort nach der Verweildauer wählen

Wartebereich, Tresen, Werkseinfahrt

Wie lange jemand vor der Anzeige steht, bestimmt ihre Größe und den Betriebsmodus stärker als alles andere. In einem Wartebereich hat der Leser Minuten – dort funktioniert auch eine längere Aufzählung, ruhig und in stehenden Seiten. An einem Tresen sind es Sekunden im Vorbeigehen. An einer Werkseinfahrt, an der Fahrzeuge mit zwanzig Stundenkilometern passieren, bleibt ein Bruchteil davon; dort ist der laufende Text schlicht ungeeignet, und wir setzen große, stehende Zeichen ein, die man beim Heranfahren erfasst.

Die Textlänge an die Lesezeit koppeln

Stehende Leser, gehende Leser, rollender Verkehr

Aus der Verweildauer folgt eine Obergrenze für den Text, und die halten wir bei der Einrichtung konsequent ein. Für den fahrenden Leser gilt: höchstens drei Wörter je Seite, keine Zahlenkolonnen, keine Abkürzungen, die man erst auflösen muss. Für den gehenden Leser sind fünf bis sieben Wörter das Maximum. Nur der wartende Leser verträgt mehr. Wir hinterlegen die Vorlagen deshalb bereits in der passenden Länge, damit später niemand versucht, einen ganzen Satz in eine Zeile zu zwängen, die dafür nie gedacht war.

Die Eingabe an einen Arbeitsplatz binden

Funknetz an der Theke, Speicherstick ohne Netz

Die Anzeige wird von dem Rechner beschrieben, an dem ohnehin gearbeitet wird – an der Annahme, im Büro hinter dem Tresen, in der Pforte. Die Übertragung läuft über das Funknetz, sodass zur Anzeige kein Datenkabel verlegt werden muss; das ist besonders dort hilfreich, wo die Tafel über einem Tor oder in einem Fensterband hängt. An Standorten ohne Netzabdeckung, wie sie in Werkhallen vorkommen, übergeben wir die Programme über einen Speicherstick. Beide Wege lassen sich kombinieren und schließen einander nicht aus.

Das Verhalten bei Netzausfall festlegen

Letztes Programm bleibt stehen

Eine Anzeige, die bei jedem Netzausfall schwarz wird, ist im Betrieb unbrauchbar. Unsere Geräte halten das zuletzt übertragene Programm einschließlich aller Zeitpläne im eigenen Speicher und arbeiten es weiter ab, auch wenn tagelang keine Verbindung besteht. Die interne Uhr läuft gepuffert weiter, sodass nach einem Stromausfall die richtige Seite erscheint und nicht die vom Vortag. Erst eine inhaltliche Änderung braucht wieder eine Verbindung. Wir prüfen dieses Verhalten bei der Übergabe gemeinsam mit Ihnen, indem wir das Netz kurz trennen.

Die Halterung zur Bauform passend wählen

Ausleger, Deckenabhängung, Fensterschiene

Für eine Anzeige über einer Toreinfahrt verwenden wir einen Wandausleger mit rückseitiger Kabelführung, damit nichts sichtbar herabhängt. Im Innenraum hängen wir bevorzugt von der Decke ab, weil die Höhe dann frei einstellbar ist und die Anzeige über die Köpfe hinweg gelesen wird. Im Schaufenster arbeiten wir mit einer Schiene oder mit zwei Seilen, halten einige Zentimeter Abstand zur Scheibe und neigen leicht nach unten – das nimmt der Spiegelung die Schärfe und sorgt gleichzeitig dafür, dass sich keine Wärme staut.

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