Röviden

Diese Seite beschreibt fest installierte Bildflächen für Karlsruher Standorte: die Bauteilgeometrie, die Rasterklassen, den Unterschied zwischen Innen- und Außenausführung, die Wärme- und Strombilanz sowie den Wareneingang nach 817 Kilometern Transport aus Győr. Ein eigener Abschnitt gilt dem stehenden LED-Poster, weil sich damit eine große Bildfläche in Etappen aufbauen lässt, statt sie in einem Zug zu bestellen.

LED-Wand Karlsruhe — Fertigung, Montage, Angebot

Germany 817 km vom Werk in Győr

Karlsruhe hat für Bildflächen eine ungewöhnlich große Bandbreite an Lichtverhältnissen, und das liegt an der Bauweise der Stadt. Seit dem Umbau der Kaiserstraße durch die Kombilösung liegen die Stadtbahnhaltestellen unter der Erde, und dort herrscht rund um die Uhr dasselbe Kunstlicht — ohne Sonnenstand, ohne Jahreszeit. Ein paar Treppenstufen höher, in den verglasten Passagen am Ettlinger Tor, schwankt die Helligkeit im Tagesverlauf um ein Vielfaches. Und im Hallenbau des ZKM, einer ehemaligen Munitionsfabrik mit hohen Fensterreihen, ist das Licht wieder anders verteilt. Wir legen eine Anlage deshalb nicht auf einen Katalogwert aus, sondern auf die Helligkeitsspanne, die an genau dieser Stelle im Lauf eines Tages tatsächlich auftritt.

Lichtverhältnisse und Auslegungshelligkeit

Konstantes Kunstlicht, wechselndes Tageslicht, Übergangszonen

Für einen Raum mit gleichbleibender künstlicher Beleuchtung genügt eine feste Einstellung; dort arbeiten unsere Innenflächen bei 700 bis 800 nit und bleiben den ganzen Tag dabei. In einem Gebäude mit Glasdach oder großen Fensterflächen ist eine solche Festeinstellung falsch, weil sie mittags zu schwach und abends zu grell wirkt. Dafür liefern wir mit Helligkeitssensor und mehreren hinterlegten Stufen. Der aufwendigste Fall ist die Zone dazwischen — eine Fläche, die aus einer hellen Halle heraus durch eine Glasfront nach außen gelesen werden soll. Dort entscheidet nicht die Innenhelligkeit, sondern das Gegenlicht auf der Scheibe.

Rasterklassen und ihre Kostenfolgen

Warum eine Verdoppelung der Feinheit den Preis nicht verdoppelt, sondern mehr

Die Rasterweite gibt an, wie dicht die Leuchtpunkte sitzen. Für Standorte, an denen Menschen dicht davor stehen, sind P1.5 bis P2.5 nötig; für Verkaufs- und Ausstellungsflächen mit fünf bis acht Metern Abstand reichen P2.5 bis P4; für Flächen, die aus großer Entfernung gelesen werden, genügen P4 bis P8. Der Preisunterschied entsteht nicht linear: Halbiert man den Punktabstand, vervierfacht sich die Zahl der Leuchtpunkte pro Quadratmeter, und damit steigen Bauteilpreis, Datenmenge und Steuerungsaufwand zugleich. Wer den kürzesten realen Betrachtungsabstand ehrlich angibt, spart hier den größten Einzelbetrag des ganzen Projekts.

Innenausführung, Außenausführung und der überdachte Zwischenfall

Arkaden, Vordächer und offene Passagen

Innen und außen sind klar geregelt: drinnen die leichtere Bauart, draußen die Ausführung nach IP65 mit geschlossener Rückwand und einer Betriebshelligkeit von 4.500 bis 5.500 nit. Schwierig ist der dritte Fall, und er kommt in Karlsruhe häufig vor: eine Fläche unter einem Vordach, in einer offenen Arkade oder in einem Durchgang, der zwar überdacht, aber nicht geschlossen ist. Dort gibt es keinen Regen, aber Feuchtigkeit, Staub, Frost und im Sommer Zugluft mit Straßenschmutz. Wir setzen an solchen Stellen die wetterfeste Bauart ein, betreiben sie aber mit deutlich abgesenkter Helligkeit — die Dichtigkeit wird gebraucht, die volle Lichtleistung nicht.

Fünf Poster als eine zusammenhängende Bildfläche

320 mal 192 Zentimeter, in Etappen bestellbar

Die stehenden LED-Poster lassen sich in Reihe schalten und dann nicht nur nebeneinander aufstellen, sondern als ein einziges Bild ansteuern. Die beliebteste Aufstellung sind fünf Einheiten zu je 64 Zentimetern Breite: das ergibt eine geschlossene Fläche von 320 Zentimetern Breite und 192 Zentimetern Höhe, also annähernd das Format 16:9, ohne dass ein einziger Dübel gesetzt wird. Der praktische Vorteil liegt in der Reihenfolge: Sie müssen die Endgröße nicht am Anfang festlegen. Ein Ausstellungsraum in der Oststadt beginnt mit einer Einheit neben dem Eingang, stellt im nächsten Jahr zwei weitere daneben und hat am Ende eine Videowand, die vorher als Einzelgerät bezahlt wurde.

Wärmeentwicklung und Anschlussleistung

Was eine Bildfläche im Raum tatsächlich anrichtet

Jede Bildfläche gibt ihre aufgenommene Leistung fast vollständig als Wärme in den Raum ab. In einem kleinen Besprechungsraum ist das spürbar, in einem Serverraum oder einer engen Schaltzentrale ein Planungspunkt für die Lüftung. Wir geben deshalb im Angebot zwei Zahlen an: die maximale Anschlussleistung und den realistischen Mittelwert bei Ihrem Inhalt, denn ein Bild mit dunklem Hintergrund verbraucht einen Bruchteil einer weißen Fläche. Für die Elektroplanung zählt die erste Zahl, für die Betriebskosten und die Raumtemperatur die zweite. Innenanlagen kommen dabei meist ohne Lüfter aus und arbeiten geräuschlos.

817 Kilometer, Wareneingang und Ersatzteilbestand

Was beim Abladen zu prüfen ist

Die Strecke von Győr nach Karlsruhe beträgt 817 Kilometer, also einen Anreisetag mit Übernachtung für das Montageteam. Die Ware selbst kommt auf Paletten und braucht einen Abladepunkt mit Stapler oder Hubwagen sowie eine Person, die die Sendung annimmt. Prüfen Sie beim Abladen die Umverpackung auf Druckstellen und melden Sie sichtbare Schäden sofort, bevor der Fahrer weiterfährt — das erspart später eine lange Klärung. Im Lieferumfang sind Ersatzmodule enthalten; lagern Sie diese trocken und griffbereit, denn genau dafür sind sie da. Die Gewährleistung beträgt ein oder zwei Jahre, und welcher Zeitraum für Ihre Anlage gilt, ist im Angebot vermerkt.

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