Diese Seite führt in sechs Arbeitsschritten durch die Planung einer fest eingebauten LED-Wand in Aachen: vom Betrachtungsabstand über die Umrechnung der Öffnung und die Messung der Umgebungshelligkeit bis zum LED-Poster als Zwischenschritt, zur nüchternen Betrachtung der 1.103 Straßenkilometer nach Győr und zum Betrieb nach der Übergabe.
LED-Wand Aachen — Fertigung, Montage, Angebot
Aachen ist eine Hochschulstadt mit ungewöhnlich hohem Anteil technischer Auftraggeber. Auf dem Campus Melaten arbeiten Institute der RWTH neben ausgegründeten Unternehmen, an der Pauwelsstraße betreibt die Uniklinik einen der größten zusammenhängenden Klinikbauten Europas, und in Aachen-West sitzen Fachbereiche, deren Hörsäle täglich gefüllt werden. Wer aus dieser Umgebung eine LED-Fläche anfragt, bringt meistens schon ein Lastenheft mit. Zugleich liegt die Stadt an einer Grenze: Bis Vaals sind es wenige Minuten, bis Maastricht gut dreißig Kilometer. Beides zusammen bestimmt, welche Angebote hier Sinn ergeben und welche nicht.
Schritt eins: den kürzesten Betrachtungsabstand ausmessen
Nicht die Raumgröße zählt, sondern der nächste Zuschauer
Gehen Sie in den Raum und stellen Sie sich dorthin, wo künftig jemand am dichtesten vor der Fläche steht oder sitzt. Messen Sie diese Entfernung und schreiben Sie sie auf. Dieser eine Wert bestimmt den Punktabstand, und er wird in Anfragen fast immer vergessen, während die Bilddiagonale genannt wird, die nichts entscheidet. In einem Hörsaal beginnt die erste Reihe oft bei vier Metern, in einem Besprechungsraum bei anderthalb, in einer Klinikeingangshalle bei einem Meter. Aus diesen drei Werten folgen drei verschiedene Anlagen. Notieren Sie zusätzlich die Entfernung des hintersten Platzes; die Spanne zwischen beiden Werten sagt uns, ob eine einzige Fläche beide Zwecke erfüllen kann.
Schritt zwei: die Öffnung in ganze Bausteine umrechnen
Auch die Einbautiefe und die Decke gehören in diese Rechnung
Der Baustein misst quer 32 mal 16 Zentimeter, und daraus setzt sich jede Fläche zusammen. Wichtiger als die reine Breitenrechnung ist in Institutsgebäuden ein zweiter Punkt, der regelmäßig übersehen wird: die Einbautiefe. Eine LED-Wand baut mit Rahmen und Rückraum für Kabel und Netzteile deutlich mehr auf als eine Leinwand, und in Räumen mit abgehängter Decke muss geklärt sein, ob der Rahmen darunter passt oder ob die Decke geöffnet wird. Schicken Sie uns deshalb nicht nur Breite und Höhe der Öffnung, sondern auch die lichte Höhe unter der Decke, die Tiefe der Vorwand und ein Foto der Wandkonstruktion mit geöffneter Revisionsklappe, falls vorhanden.
Schritt drei: die Umgebungshelligkeit vor Ort protokollieren
Zwei Messungen an einem Tag ersparen eine falsche Bestellung
Messen Sie die Beleuchtungsstärke an der vorgesehenen Stelle zweimal: einmal am hellsten Punkt des Tages und einmal bei ausschließlich künstlicher Beleuchtung. In Foyers mit großen Glasflächen, wie sie an vielen Hochschulbauten in Aachen-West vorkommen, liegen diese Werte weit auseinander, und eine Anlage, die abends angenehm wirkt, verschwindet mittags in der Gegenlichtsituation. Aus Ihren beiden Messwerten leiten wir die erforderliche Betriebsleuchtdichte ab und schreiben sie ins Angebot. Ohne diese Messung müssten wir raten, und geraten wird in der Regel zu hoch, was den Preis und den Stromverbrauch unnötig anhebt. Ein einfaches Messgerät genügt, viele Häuser haben ohnehin eines.
Schritt vier: ein LED-Poster als Zwischenschritt einplanen
Vier Ausführungen auf demselben Rahmen, drinnen wie draußen
Bevor Sie eine Wand bauen lassen, prüfen Sie, ob ein Standgerät Ihre Aufgabe bereits löst. Das LED-Poster gibt es in vier Ausführungen auf ein und demselben Rahmen: P1.5 in GOB-Bauweise, P2 in GOB-Bauweise, P2.5 für innen und P2.5 als kabinettierte Außenausführung. Für Innenräume liegt die Betriebsleuchtdichte bei 700 bis 800 Candela je Quadratmeter, die kabinettierte Ausführung erreicht 4.500 bis 5.000 und steht damit auch im Freien vor einem Eingang. Sie können also dieselbe Gerätefamilie im Foyer und vor der Tür verwenden. Weil das Gerät auf Rollen steht und lediglich eine Steckdose braucht, entfallen Gerüst, Hubarbeitsbühne, Fassadenbefestigung und statische Stellungnahme vollständig, und niemand muss auf einen Montagetermin aus dem Ausland warten.
Schritt fünf: die 1.103 Kilometer nüchtern gegenrechnen
Warum in Aachen manchmal der Nachbar aus den Niederlanden gewinnt
Von Aachen bis zu unserer Fertigung in Győr sind es 1.103 Straßenkilometer, und die Stadt hat eine Besonderheit: Maastricht ist gut dreißig, Lüttich rund fünfzig Kilometer weg. Wenn Sie eine kleine Innenfläche mit regelmäßiger Betreuung vor Ort suchen, ist ein Anbieter aus dieser unmittelbaren Nachbarschaft für Sie einfacher, und wir raten Ihnen ohne Umschweife dazu. Unser Angebot trägt in drei Fällen: wenn die Anlage technisch aus dem Rahmen fällt und eine Sonderfertigung braucht, wenn mehrere Flächen in einem Zug aufgebaut werden, oder wenn Sie ein LED-Poster einsetzen, für das ohnehin kein Monteur anreisen muss. In diesen drei Fällen fällt die Entfernung nicht ins Gewicht, in allen anderen schon.
Schritt sechs: den Betrieb nach der Übergabe organisieren
Zuständigkeit, Ersatzteile und die Gewährleistung
Eine Anlage ohne benannte zuständige Person zeigt nach einem halben Jahr veralteten Inhalt. Legen Sie deshalb vor der Inbetriebnahme fest, wer Inhalte einstellt, wer sie freigibt und wer im Störungsfall angerufen wird. Wir richten dafür getrennte Zugänge ein, damit ein Sekretariat Texte ändern kann, ohne an die Geräteeinstellungen zu kommen. Reservemodule liefern wir mit und lassen sie im Haus; der Austausch ist in wenigen Minuten erledigt und wird am Übergabetag einmal gemeinsam durchgespielt. Ob die Gewährleistung ein Jahr läuft oder zwei, hängt an der gewählten Ausführung. Sämtliche eingestellten Parameter erhalten Sie schriftlich, damit ein späterer Dienstleister den Auslieferungszustand kennt und nicht bei null beginnen muss.

