Wir bauen programmierbare LED-Textanzeigen für Wolfsberg und das Lavanttal – ein- oder mehrzeilig, für Innenräume oder für die Fassade, ansteuerbar über Funknetz, Hausnetz oder Datenträger. Die folgenden Abschnitte gehen die Beschaffung in der Reihenfolge durch, in der sie tatsächlich abläuft: messen, Format festlegen, Inhalte planen, Anbindung wählen, Montage terminisieren, Betrieb organisieren.
Laufschrift Wolfsberg — Fertigung, Montage, Angebot
Im Lavanttal legen Menschen für alltägliche Wege Strecken zurück, die anderswo eine Tagesreise wären. Wer aus den Seitentälern oder aus St. Andrä zum Einkaufen an den Hohen Platz, zur Arbeit im Betriebsgebiet oder zum Bahnhof Wolfsberg fährt, passiert dabei immer dieselben Punkte – und genau an diesen Punkten wirkt eine Textzeile, deren Inhalt sich ändert. Für Vereine, Ordinationen, Handelsbetriebe und Werkstätten ist das der eigentliche Nutzen: Eine Information erreicht die Talbevölkerung dort, wo sie ohnehin vorbeikommt, ohne dass für jede Änderung jemand ein neues Schild druckt und montiert.
Schritt 1: Die verfügbare Öffnung ausmessen
Der freie Streifen, nicht das Planmaß
Messen Sie den Streifen, der wirklich frei bleibt: zwischen Türlaibungen, unter dem Vordach, oberhalb des Schaufensters, ohne Regenrinne, Beschläge und Beleuchtungskörper. In Bestandsgebäuden weicht dieses Maß fast immer vom Plan ab, oft um mehrere Zentimeter, und genau diese Zentimeter entscheiden über eine Modulreihe mehr oder weniger. Die Anzeige entsteht aus liegenden Kacheln von 32 mal 16 Zentimetern. Die Breite wächst also in 32er-Schritten, die Bauhöhe in 16er-Schritten. Bei 2,00 Meter freier Breite passen sechs Kacheln mit 1,92 Meter hinein, sieben nicht mehr. Wir prüfen das mit Ihren gemessenen Werten, bevor ein Angebot entsteht.
Schritt 2: Zeichenhöhe und Zeilenzahl festlegen
Was der Leseabstand vorgibt
Aus der Bauhöhe und dem Leseabstand ergibt sich, wie viele Zeilen sinnvoll sind. Eine 32 Zentimeter hohe Anzeige zeigt entweder zwei gut lesbare Zeilen für Passanten in wenigen Metern Abstand oder eine große Zeile, die auch aus zwanzig Metern von der Straße her lesbar bleibt. Beides gleichzeitig geht nicht. Entscheiden Sie deshalb zuerst, wen Sie erreichen wollen. Eine Ordination mit Laufkundschaft im Ortszentrum wählt die zweizeilige Variante, eine Werkstätte an der Packer Straße die einzeilige mit großen Zeichen. Wir stellen Ihnen vor der Fertigung beide Varianten mit Ihren echten Texten als Simulation gegenüber.
Schritt 3: Die Inhalte planen, bevor die Anlage kommt
Drei Zeilentypen, die sich bewähren
Der häufigste Fehler ist eine Anlage ohne Plan, die nach zwei Monaten noch denselben Begrüßungstext zeigt. Bewährt hat sich eine Aufteilung in drei Typen: eine Dauerzeile mit Name und Öffnungszeiten, eine periodisch gepflegte Zeile mit dem nächsten Termin oder Angebot, und eine automatisch umschaltende Zeile, die tageszeit- oder wochentagsabhängig anderes zeigt. Alles davon lässt sich vorab hinterlegen und mit Anfangs- und Enddatum versehen. Ein Sportverein legt die Heimspieltermine einer ganzen Saison einmalig an, ein Handelsbetrieb pflegt Aktionszeiträume, eine Ordination die Urlaubsvertretung. Danach ist die Zeile aktuell, ohne dass täglich jemand daran denken muss.
Schritt 4: Die Anbindung wählen
Funk, Hausnetz oder Datenträger
Für die Übertragung neuer Inhalte stehen drei Wege offen. Über Funk erreichen Sie das Gerät vom Rechner oder Mobiltelefon aus, ohne dass eine Leitung bis zur Anzeigeposition führt – in einem Bestandsgebäude ist das oft der Unterschied zwischen einem einfachen und einem teuren Projekt. Über das Hausnetz läuft dieselbe Bedienung, nur kabelgebunden. Über einen USB-Datenträger arbeiten Anlagen, die bewusst nicht am Netz hängen sollen. An der Anzeigeposition selbst brauchen Sie in allen drei Fällen nur eine Stromzuführung. Beim Aufmaß messen wir zusätzlich die Signalqualität an der geplanten Stelle, damit die Wahl auf einem gemessenen Wert beruht und nicht auf einer Vermutung – bei Anzeigen an Außenwänden dicker Bestandsbauten ist dieser Unterschied erheblich.
Schritt 5: Helligkeit und Witterung berücksichtigen
Außenwerte, Innenwerte, Kondensat
Anzeigen an der Fassade führen wir in Schutzart IP65 aus und mit einer Spitzenhelligkeit von 4.500 bis 5.500 Nit. Diese Reserve brauchen Sie, wenn im Winter die tiefstehende Sonne über die Hänge der Koralpe kommt und direkt auf die Sichtfläche fällt. Innenanzeigen liegen bei 700 bis 800 Nit, was in Wartebereichen und Foyers ausreicht. Beide Varianten regeln über einen Umgebungssensor automatisch nach und laufen daher den größten Teil der Betriebszeit weit unterhalb ihres Maximums. Bei Außenanlagen im Tal achten wir zusätzlich auf den Feuchtigkeitshaushalt: Große Temperatursprünge zwischen Tag und Nacht erzeugen Kondensat, das über Druckausgleichselemente abgeführt wird, ohne die Dichtheit aufzugeben.
Schritt 6: Montage und Betreuung über die Distanz organisieren
294 Kilometer sinnvoll ausnutzen
Von unserer Fertigung bis Wolfsberg sind es 294 Straßenkilometer. Wir setzen die Montage deshalb als Zyklus mit Anreise- und Vorbereitungstag an, statt sie in eine hektische Tagesfahrt zu pressen. Am Montagetag werden Halterung und Gerät gesetzt, an die vom Elektriker vorbereitete Zuleitung angeschlossen, ausgerichtet, verbunden, getestet und übergeben. Danach findet der Großteil der Betreuung ohne Anreise statt: Inhalte, Zeitpläne und Helligkeitskurven ändern Sie selbst, komplexere Einstellungen übernehmen wir aus der Ferne. Für Hardwarearbeiten fahren wir hin; Ersatzmodule aus der Originalcharge sind Teil der Lieferung. Gewährleistung: ein Jahr, in der erweiterten Ausführung zwei. Fahrtstrecke, Auslandszulage und Nächtigung führen wir als eigene Angebotszeilen, getrennt vom Gerätepreis.

