Wir bauen beleuchtete Firmenschilder für Wolfsberg und das Lavanttal: Einzelbuchstaben und Schriftflächen an der Fassade, Leuchtkästen, Ausleger und freistehende Pylone an Betriebszufahrten. Gefertigt wird in Győr nach Aufmaß, montiert wird vor Ort in einem geplanten Anfahrtszyklus. Zur Anlage gehören eine automatische Helligkeitsregelung und die technischen Beilagen, die Ihr Planer für die Einreichung braucht.
Leuchtreklame Wolfsberg — Fertigung, Montage, Angebot
Austria · 294 km vom Werk in Győr
Leuchtwerbung im Lavanttal steht vor einer geografischen Besonderheit: Die Kundschaft eines Wolfsberger Betriebs kommt selten aus der unmittelbaren Nachbarschaft, sondern verteilt sich über ein langgestrecktes Tal von St. Andrä bis Frantschach. Man erreicht sie nicht am Gehsteig, sondern an den Durchzugsachsen – an der Packer Straße, an den Betriebszufahrten, an den Wegen zum Bahnhof. Gleichzeitig verlangt der Stadtkern rund um den Hohen Platz und die Stadtpfarrkirche das Gegenteil: kleine, gut gemachte, zurückhaltende Anlagen. Dieselbe Firma braucht daher am Geschäft und am Lager zwei unterschiedlich konzipierte Schilder.
Schritt 1: Feststellen, aus welcher Entfernung gelesen wird
Gehsteig oder Fahrbahn
Beginnen Sie mit einer Beobachtung statt mit einem Entwurf: Wo steht oder fährt Ihr Kunde, wenn er das Schild zum ersten Mal sehen soll? Am Hohen Platz sind das drei bis sechs Meter im Gehen, an einer Betriebszufahrt dreißig bis fünfzig Meter im Fahren. Als grobe Regel gilt ein Zentimeter Zeichenhöhe je Meter Leseabstand, im fließenden Verkehr eher das Doppelte. Aus dieser einen Zahl folgt fast alles Weitere: Zeichenhöhe, Gesamtbreite, Bauform und damit auch die Größenordnung des Preises. Wir gehen die Position beim Aufmaß gemeinsam ab und halten sie mit Fotos fest, statt die Entfernung aus einem Lageplan zu schätzen.
Schritt 2: Die Bauform nach der Fassade wählen
Buchstabe, Kasten, Fläche, Pylon
Auf einer gegliederten Fassade im Stadtkern wirken einzelne, von innen leuchtende Buchstaben am ruhigsten, weil die Mauer zwischen den Zeichen sichtbar bleibt und jeder Buchstabe für sich auf Unebenheiten justiert werden kann. Auf einer glatten Betriebsfassade ist der geschlossene Leuchtkasten die robustere und günstigere Lösung. Wenn die Fassade selbst schlecht einsehbar ist – häufig bei Betrieben, die von der Straße zurückgesetzt liegen –, ist ein freistehender Pylon an der Zufahrt wirksamer als jedes Fassadenschild. Das Fundament stellt Ihr Baumeister nach unseren Vorgaben her, wir liefern Mast, Gehäuse und Technik als vormontierte Einheit an.
Schritt 3: Helligkeit und Nachtbetrieb einstellen
Tagsüber sichtbar, nachts verträglich
Für den Außenbereich setzen wir Module mit 4.500 bis 5.500 Nit ein, in Gehäusen nach Schutzart IP65. Diese Reserve ist an einer nach Westen gerichteten Anlage nötig, auf die am Nachmittag die tiefstehende Sonne fällt. Nachts wird derselbe Wert zum Problem, besonders in Ortslagen mit angrenzender Wohnbebauung. Deshalb bekommt jede Anlage einen Umgebungssensor und eine hinterlegte Zeitkurve: Am Abend fährt die Helligkeit auf einen festgelegten Anteil zurück, in den Nachtstunden wahlweise auf ein Minimum oder auf null. Sie können diese Kurve später selbst anpassen. Beiläufig verlängert das die Lebensdauer der Module erheblich, weil Dauerbetrieb am Maximum der schnellste Weg zum Helligkeitsverlust ist.
Schritt 4: Untergrund und Befestigung abklären
Alte Mauern, Wärmedämmung, Stahlbau
Drei Untergründe kommen im Lavanttal regelmäßig vor, und jeder verlangt eine eigene Lösung. Massives Mauerwerk in der Altstadt trägt gut, ist aber selten eben – wir gleichen das über Distanzhalter aus und setzen Befestigungen bevorzugt in Fugen, damit die Anlage rückbaubar bleibt. Gedämmte Fassaden an neueren Betriebsgebäuden brauchen eine durchgehende Verankerung bis zur tragenden Ebene, sonst arbeitet sich die Last in die Dämmung ein. Bei Hallen in Stahlbauweise wird direkt an der Tragkonstruktion befestigt, was am einfachsten ist, aber genaue Positionsangaben verlangt: Die Befestigungspunkte müssen zu den vorhandenen Profilen passen und lassen sich nicht frei wählen. Wir erheben das beim Aufmaß und legen den Rahmen danach aus.
Schritt 5: Die Unterlagen für die Einreichung zusammenstellen
Unsere Beilagen, Ihr Verfahren
Für Werbeanlagen an Fassaden und für freistehende Anlagen im Straßenraum bestehen Vorschriften, die je nach Standort und Gebäude unterschiedlich greifen. Ob und in welcher Ausführung Ihre Anlage zulässig ist, klärt die zuständige Stelle im Einzelfall; eine Zusage darüber geben wir nicht ab. Wir stellen die technische Seite bei: maßstäbliche Ansichts- und Schnittzeichnung, Auskragung und Gesamtmaße, Gewicht und Lage der Befestigungspunkte, Anschlussleistung, Angaben zur Leuchtdichte samt Beschreibung der Nachtabsenkung, dazu die Datenblätter der verbauten Komponenten. Ihr Planer kann dieses Paket unverändert in die Einreichung übernehmen.
Schritt 6: Montage und späteren Service einplanen
294 Kilometer, ein Anfahrtszyklus
Bis Wolfsberg sind 294 Straßenkilometer zurückzulegen, weshalb wir Montagen als zweitägigen Zyklus mit Nächtigung ansetzen: anreisen und vorbereiten, am Folgetag montieren, einmessen, einschulen. In einem einzigen Tag ließe sich das nur unter Zeitdruck erledigen, und Zeitdruck ist bei Fassadenarbeiten der teuerste Ratgeber. Spätere Änderungen an Schaltzeiten und Helligkeit nehmen Sie selbst vor oder wir aus der Ferne über die Netzanbindung – dafür fährt niemand. Für mechanische Arbeiten reisen wir an. Ersatzmodule aus der Originalcharge sind Teil der Lieferung. Es gilt ein Jahr Gewährleistung, in der erweiterten Ausführung zwei; Fahrt, Auslandszulage und Nächtigung stehen als eigene Positionen im Angebot.

