Kurz gesagt

Die Sendekarte (sending card) sitzt auf der Seite der Signalquelle: Sie nimmt das Bild am HDMI- oder DVI-Eingang entgegen und leitet es über Netzwerkkabel zur Wand; die Empfangskarte (receiving card) sitzt auf der Rückseite der Panels und verteilt es über ihre HUB75-Ausgänge auf die Module – beide zusammen ergeben das synchrone System, das das Bild der Signalquelle in Echtzeit spiegelt. Die asynchrone Karte ist dagegen eine einzige Einheit: Sie spielt den hochgeladenen Inhalt ohne Computer aus dem eigenen Speicher ab. Die Kapazität ist in Pixeln zu rechnen, nicht in Quadratmetern: Dieselbe Fläche von 3x2 Metern ergibt im P10-Raster 60.000, im P4-Raster 375.000 Pixel, auf gleicher Fläche also den 6,25-fachen Unterschied. Nach Herstellerdatenblättern trägt ein Gigabit-Netzwerkport bei acht Bit Farbtiefe rund 650.000 Pixel Last, und die Cat5e-/Cat6-Strecke zwischen Sende- und Empfangskarte darf nach Norm höchstens 100 Meter (Gesamtkanal) betragen. Die asynchronen Karten in unserem Angebot decken die Größenspanne von rund 256x48 Pixeln bis rund 768x384 Pixeln ab, und die Empfangskarten entstehen mit 8, 12 und 16 HUB75-Ausgängen.

Technik2026-08-17

Unterschied zwischen Sendekarte und Empfangskarte: asynchrones oder synchrones System?

Die Ansteuerung einer synchronen LED-Wand verteilt sich auf zwei Hardwarekomponenten: Die Sendekarte nimmt das Bild auf der Seite der Signalquelle entgegen, die Empfangskarte verteilt es hinter den Panels auf die Module – die asynchrone Karte ersetzt dagegen beide, weil sie aus dem eigenen Speicher abspielt.

Küldőkártya és fogadókártya különbsége aszinkron vagy szinkron rendszer

Sendekarte und Empfangskarte: Was ist der Unterschied?

Die Ansteuerung einer synchronen LED-Wand verteilt sich auf zwei Hardwarekomponenten. Die Sendekarte (sending card) sitzt auf der Seite der Signalquelle: Sie nimmt das Bild am HDMI- oder DVI-Eingang von Computer, Mediaplayer oder Kamera entgegen und leitet es über Netzwerkkabel (Cat5e/Cat6) zur Wand weiter. Die Empfangskarte (receiving card) sitzt auf der Rückseite der Panels, wählt aus dem eintreffenden Datenstrom den Bildausschnitt aus, der auf ihre Module gehört, und verteilt ihn über ihre HUB-Ausgänge auf die Module. Eine Wand enthält typischerweise eine Sendekarte, dagegen so viele Empfangskarten, wie es die Modulmenge erfordert: Die Ausführungen mit 8, 12 und 16 HUB75-Ausgängen in unserem Angebot unterscheiden sich genau darin. Bei einer größeren Wand bedeuten weniger, aber kapazitätsstärkere Empfangskarten eine übersichtlichere Verkabelung und eine schnellere Fehlersuche, weil es weniger Anschlussstellen gibt, an denen das Signal abreißen kann.

Synchron oder asynchron: die erste und wichtigste Entscheidung

Das synchrone System spiegelt in Echtzeit, was die Signalquelle zeigt, dafür braucht es allerdings einen ständig laufenden Computer oder Player. Für Studio, Konferenzsaal, Veranstaltung und Live-Übertragung ist das der einzig gangbare Weg, denn nur so erscheint ein von Kamera oder Laptop kommendes Bild ohne Verzögerung. Die asynchrone Karte speichert den Inhalt dagegen im eigenen Speicher: Sie laden ihn einmal hoch, danach spielt die Karte ihn ohne Computer und ohne dauerhafte Netzwerkverbindung selbstständig ab und setzt nach einem Stromausfall von selbst fort. Für Schaufenstertafel, Preisliste, Laufschrift, Apothekenzeichen und Fassaden-Werbefläche ist die asynchrone Lösung die richtige Wahl, weil dahinter kein PC rund um die Uhr laufen muss. Die beiden schließen einander nicht aus: Bei größeren Installationen kombinieren wir sie häufig, die asynchrone Karte trägt den standardmäßigen, zeitgesteuerten Inhalt, und ein synchroner Zweig mit Videoprozessor die Live-Ereignisse, auf den sich für die Dauer der Veranstaltung umschalten lässt.

Wie Sie berechnen, wie groß die Steuerung sein muss

Die Kapazität der Steuerung ist in Pixeln zu verstehen, nicht in Quadratmetern, und das ist der am häufigsten missverstandene Punkt des ganzen Themas. Die Rechnung ist einfach: Die Breite der Wand in Millimetern, geteilt durch den Pixelpitch, ergibt die waagerechte Pixelzahl, dasselbe für die Höhe die senkrechte. Eine Wand von 3.000 x 2.000 mm ergibt im P4-Raster 750 x 500 = 375.000 Pixel, dieselbe Fläche mit P10 300 x 200 = 60.000 Pixel. Auf gleicher Fläche bedeutet das feinere Raster für die Steuerung also die 6,25-fache Last. Deshalb kommt es vor, dass sich eine gleich große Wand im einen Projekt mit einer einzigen Karte lösen lässt und im anderen mehrere Empfangskarten und eine größere Sendekarte verlangt. Die genaue Zahl ergibt sich immer aus dem Modul, denn die Wand baut sich aus Vielfachen der Modulgröße auf: Unser Outdoor-Modul P10 misst 320 x 160 mm, also 32 x 16 = 512 Pixel, und das Outdoor-Modul P4 misst 160 x 320 mm, also 40 x 80 = 3.200 Pixel. In der Planung ist deshalb zuerst die Modulanordnung festzulegen, und daraus ergibt sich die tatsächliche Pixelauflösung der Wand.

Belastbarkeit: Wie viele Pixel trägt ein Port?

Die Grenze des synchronen Systems ist der Netzwerkport der Sendekarte. Ein in Herstellerdatenblättern wiederkehrender Wert ist, dass ein Gigabit-Port bei acht Bit Farbtiefe rund 650.000 Pixel treibt, eine Sendekarte mit zwei Ports also größenordnungsmäßig bis 1,3 Millionen Pixel nutzbar ist. Diese Zahl verschiebt sich nach unten, wenn eine höhere Bildwiederholrate oder eine größere Farbtiefe eingestellt wird, denn die Bandbreite bleibt dieselbe, es müssten nur mehr Daten hindurch. Faustregel: Die geplante Pixelzahl sollte rund 80 Prozent der Portkapazität nicht überschreiten – so bleibt Raum für die spätere Erweiterung und für eine höhere Bildwiederholrate. Auf der asynchronen Seite ist die Kapazität der Karte selbst die Grenze. Unser Angebot beginnt bei der kleinsten, kompakten Karte mit rund 256x48 Pixeln, die Einstiegsserie reicht bis rund 256x64, 384x96 und 512x128 Pixel, den mittleren Bereich decken Karten mit rund 384x128, 512x160, 512x256 und 640x160 Pixeln ab, und die größte Ausführung mit fünf HUB75-Ausgängen geht bis rund 768x384 Pixel. Ist die Wand größer, braucht es keine stärkere Karte, sondern eine synchrone Architektur oder eine Aufteilung auf mehrere Karten.

Vergleich: asynchrone Karte oder synchrones Sende-Empfangs-System

Die folgende Tabelle fasst die praktischen Unterschiede der beiden Architekturen zusammen, und zwar in der Reihenfolge, in der sie für die Entscheidung zählen. Der häufigste Irrtum ist, dass jemand für den Live-Videoeinsatz eine asynchrone Karte kauft – oder umgekehrt: dass für eine einfache Preisliste ein synchrones System aufgebaut wird und der Betreiber danach feststellt, dass er dahinter dauerhaft einen Computer betreiben muss. Von den beiden Fehlern ist der zweite der teurere, denn nicht nur die Anschaffung kostet mehr, sondern auch der Betrieb.

HUB75, HUB12 und die Steckverbinder: Was passt in was?

Die Norm zwischen Empfangskarte und Modul ist der HUB-Steckverbinder, der beide mit einem Flachbandkabel verbindet. Bei Full-Color-Modulen (RGB) ist HUB75 der praktisch alleinherrschende Standard: typischerweise ein 16-poliger (in manchen Ausführungen 20-poliger) Flachbandsteckverbinder, den die Module der meisten Hersteller aufnehmen. Für ein- und zweifarbige Tafeln, typischerweise Laufschriften, wird eine davon abweichende HUB-Belegung verwendet, meist HUB12, und die beiden sind nicht austauschbar: Ein einfarbiges Laufschriftpanel arbeitet nicht an einem HUB75-Ausgang. Beim Kauf sind deshalb immer Modultyp und Ausgangsstandard der Steuerung gemeinsam zu klären. Die gute Nachricht: HUB75 ist herstellerunabhängig, eine bestehende Wand lässt sich also mit einer Empfangskarte aus anderer Quelle erweitern oder reparieren, vorausgesetzt, Scanrate des Moduls (etwa 1/8 oder 1/16 scan) und Chipsatz stimmen überein. Das beschreibt nämlich nicht mehr der Steckverbinder, sondern die Konfigurationsdatei.

Verkabelung und Entfernungen: Wo es üblicherweise ausfällt

Drei Kabelstrecken sind getrennt zu behandeln. Von der Signalquelle bis zur Sendekarte läuft HDMI oder DVI, hier ist die Länge des passiven Kupferkabels begrenzt, und je höher die Auflösung, desto kürzer die sichere Strecke; für längere Wege braucht es ein aktives Kabel, einen Signalverstärker oder einen optischen Wandler. Von der Sendekarte bis zu den Empfangskarten läuft Cat5e- oder Cat6-Netzwerkkabel, dessen Maximum nach der Norm für strukturierte Verkabelung je Strecke 100 Meter Gesamtkanallänge beträgt (davon die feste Strecke hinter der Wand höchstens 90 Meter, der Rest entfällt auf die Patchkabel): Darüber ist auf Glasfaserübertragung zu wechseln, nicht zu verlängern. Das HUB75-Flachbandkabel von der Empfangskarte zu den Modulen ist am empfindlichsten, seine werkseitige Länge liegt typischerweise bei 20 bis 50 cm, und ein weit über das Notwendige hinaus verlängertes oder gestückeltes Kabel kann Flimmern, eine verschobene Modulreihe oder sporadische Bildfehler verursachen. Bei der Fehlersuche lohnt es sich deshalb, immer mit den Kabeln zu beginnen: Ein schlechtes Flachbandkabel, ein lockerer Steckverbinder und ein geknicktes Netzwerkkabel gehören zu den am schnellsten prüfbaren und häufigen Fehlerursachen.

Bildwiederholrate und Farbtiefe: was die Steuerung entscheidet

Viele knüpfen die Bildqualität an das Modul, dabei bestimmen die Steuerung und die zugehörige Konfiguration die Bildwiederholrate und die Graustufentiefe. Mit bloßem Auge ist oberhalb von 1.920 Hz kein Flimmern mehr zu sehen, für den Einsatz mit Kamera braucht es jedoch mindestens 3.840 Hz, sonst laufen dunkle Streifen über das aufgezeichnete Bild; für Live-Übertragung, Studiohintergrund und Fernsehaufnahme sind 7.680 Hz das sichere Niveau, weil dort mit kurzer Verschlusszeit gearbeitet wird. Unser eigenes Modulangebot folgt dem: Die Outdoor-Module mit gröberem Raster P8 und P10 haben 1.920 Hz, die feineren Outdoor-Module zwischen P2 und P5 sowie die Indoor-Module 3.840 Hz. Kommt die Wand an einen Ort, an dem regelmäßig fotografiert und gefilmt wird, etwa in einen Veranstaltungssaal, einen Showroom oder eine Sporthalle, ist die erforderliche Bildwiederholrate schriftlich im Angebot festzuhalten. Auch nach der Graustufentiefe lohnt es zu fragen: In der Praxis sind 14 bis 16 Bit zu empfehlen, denn je höher, desto feiner die Übergänge in den dunklen Bildteilen. Im nächtlichen oder im Studiobetrieb bei niedrig eingestellter Helligkeit entscheidet genau dieser Parameter, ob die Wand noch Details zeigt oder nur Flecken.

Software: zwei Ebenen, zwei Nutzer – Kalibriersoftware für den Installateur, Content-Verwaltung für den täglichen Nutzer

Zur Steuerung gehören zwei Arten von Software, und das lohnt es schon bei der Angebotsanfrage zu trennen. Die hardwarenahe Konfigurations- und Kalibriersoftware gehört der installierenden Fachkraft: Sie stellt die Auflösung der Wand, die Scanrate der Module sowie Helligkeits- und Farbgleichmäßigkeit ein und speichert die Konfigurationsdatei der Empfangskarten. Die Content-Verwaltungssoftware oder die Telefon-App gehört dem täglichen Nutzer: Darin tauschen Sie Text, laden Bild oder Video hoch und steuern die Anzeige zeitlich. Die beiden ersetzen einander nicht und sind typischerweise auch nicht dasselbe Programm – die konkreten Softwaretypen und die cloudbasierte Content-Verwaltung gehen wir in einem eigenen Beitrag durch. Was aus Sicht des Auftraggebers wirklich wichtig ist: Verlangen Sie bei der Installation die Konfigurationsdatei und heben Sie sie auf. Muss die Empfangskarte Jahre später getauscht werden, ist die Wand mit dieser Datei binnen Minuten wiederhergestellt, ohne sie müssen die Einstellungen von vorn ermittelt werden.

Anbindung: USB, WLAN, LAN oder Mobilfunk

Die asynchronen Karten unterscheiden sich auch darin, auf welchem Weg sie den Inhalt entgegennehmen, und diese Entscheidung hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Der Upload per USB oder SD-Karte ist am günstigsten, verlangt aber physischen Zugang, und bei einer hoch montierten Fassadentafel schlägt das später bei jeder Aktualisierung zurück. WLAN ist am bequemsten, seine Reichweite ist jedoch begrenzt, typischerweise um 10 bis 15 Meter, und hinter einer Unterkonstruktion mit Metallrahmen oder durch dicke Wände kann sie weiter abfallen; die Entfernung des Routers ist deshalb beim Vor-Ort-Termin zu klären. Kabelgebundenes LAN ist am stabilsten, das empfehlen wir für Industriehallen, Einkaufszentren und überall dort, wo das WLAN überfüllt ist. Die Karte mit Mobilfunk und SIM-Karte ist dort angebracht, wo es kein ausgebautes Internet gibt: Flächen an der Straße, temporäre Veranstaltungsorte, Standorte am Ortsrand. Wichtig: Bei einer asynchronen Karte wird das Netzwerk nur für den Upload gebraucht; fällt WLAN oder Mobilfunk aus, spielt die Wand den Inhalt weiter aus ihrem Speicher und wird nicht dunkel. Den ausführlichen Vergleich der vier Ansteuerungswege – samt der cloudbasierten Verwaltung mehrerer Standorte – haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.

Ansteuerung von Laufschriften: worauf bei ein- und zweifarbigen Tafeln zu achten ist

Die Karte einer LED-Laufschrift gehört zur selben Familie wie die Steuerung einer LED-Wand, nur ist ihre Aufgabe enger: Sie stellt Text, Zahlen und einfache Symbole dar, typischerweise in einer oder zwei Farben beziehungsweise in einem siebenfarbigen, zyklisch wechselnden Modus. Auf Einstiegsniveau reicht eine Kapazität um rund 256x64 Pixel für kleine Schaufenstertafeln, für mittelgroße Schriftzüge sind rund 384x96 und für längere, mehrere wechselnde Botschaften rund 512x128 Pixel die realistische Spanne; unsere kleinste, auch in ein schmales Tafelgehäuse einbaubare Kompaktkarte geht bis rund 256x48 Pixel. Bei der Auswahl ist üblicherweise nicht die Kapazität der Engpass, sondern der Speicher: Wollen Sie viele lange Texte und mehrere zeitgesteuerte Botschaften ablegen, ist die kleinere Karte voll. Bei farbiger Ausführung braucht es bereits eine Full-Color-Karte und HUB75. Renovieren Sie eine bestehende Tafel, sind vor dem Tausch die Scanrate des Moduls und der HUB-Typ zu prüfen, denn danach entscheidet sich, welche Karte sich überhaupt anschließen lässt.

Wann braucht es einen eigenen Videoprozessor?

Der Videoprozessor kommt ins Spiel, wenn ein Live-Signal dargestellt werden muss, weil die Auflösung der Signalquelle nicht der Auflösung der Wand entspricht oder mehrere Quellen zu verwalten sind. Die Auflösung einer LED-Wand hat fast nie ein genormtes Seitenverhältnis; die im obigen Beispiel genannte Wand mit 750 x 500 Pixeln entspricht etwa keinem üblichen Videoformat, weshalb der Prozessor das eingehende HDMI- oder DVI-Signal auf die tatsächliche Pixelgröße der Wand skaliert. Der Einstiegsprozessor arbeitet mit HDMI- und DVI-Eingang, ist für weniger Signalquellen ausgelegt und genügt für kleine bis mittlere Wände. Die Ausführung mit mehreren Eingängen, Schnitt- und Bild-in-Bild-Darstellung (PIP) ist dann angebracht, wenn gleichzeitig eine Laptop-Präsentation und eine Live-Kamera zu zeigen sind und live, unterbrechungsfrei zwischen ihnen umgeschaltet werden muss: In Konferenzzentrum, Studio und Veranstaltungstechnik ist das eine Grundanforderung. Sein Vorteil ist, dass er ein eigenständiges Gerät im Steuerschrank ist und nicht hinter den Panels sitzt, sich im Defektfall also ohne Öffnen der Wand tauschen lässt.

Sensoren: automatische Helligkeit und Temperaturüberwachung

Das Steuerungssystem lässt sich um Sensoren ergänzen, und bei einer Outdoor-Wand ist das kein Luxus. Der Lichtsensor misst laufend das Umgebungslicht und passt die Helligkeit der Wand in Echtzeit an: Tagsüber zieht er sie hoch, damit sie auch in praller Sonne lesbar bleibt, nachts dimmt er sie herunter. Das kann nach unserer Erfahrung den nächtlichen Verbrauch um 10 bis 30 Prozent senken und schont auch die LEDs, denn die Helligkeitsdegradation ist bei dauerhaft auf Maximum betriebenen Wänden am schnellsten. Der Temperatursensor überwacht die Innen- beziehungsweise die unmittelbare Umgebungstemperatur der Wand, und bei einer größeren Outdoor-Wand gibt er das erste Signal, wenn die Kühlung nicht mitkommt – in praller Sonne kann die Temperatur hinter dem Modul die der Außenluft erheblich übersteigen. Es gibt auch einen eigenen Temperatur- und Feuchtesensor, der jedoch einem anderen Zweck dient: Er ist bei Laufschriften und Leuchtanzeigen für die Darstellung der gemessenen Werte gedacht, nicht für die Zustandsüberwachung der Wand. Die Sensoren lassen sich in den meisten synchronen und asynchronen Systemen auch nachträglich anschließen, für eine Fachkraft ist der Anschluss typischerweise weniger als eine halbe Stunde Arbeit – fallen sie jetzt aus dem Budget, sind sie also später nachrüstbar, es lohnt sich nur, bei der Verkabelung Platz für sie zu lassen.

Ersatzkarte und Betriebssicherheit

Das größte betriebliche Risiko der Steuerungsseite ist nicht die Ausfallwahrscheinlichkeit, sondern die Zeit bis zum Ersatzteilnachschub. Der Tausch einer Empfangskarte ist für sich genommen eine Arbeit von 15 bis 20 Minuten, wenn die Karte zur Hand ist und die Konfigurationsdatei vorliegt; muss dagegen auf einen Import gewartet werden, kann dasselbe die Wand für Wochen stilllegen. Deshalb empfehlen wir bei größeren Installationen, mindestens eine Ersatz-Empfangskarte und ein Ersatznetzteil vor Ort zu belassen. Derselben Logik folgen der auf Lager gehaltene Ersatzteilbestand und das Servicehinterland im Land: Die Frage ist nie, ob jemals etwas kaputtgeht, sondern in welcher Zeit es wiederhergestellt ist. In der Veranstaltungstechnik und bei geschäftskritischen Flächen lohnt es sich, auch über die bei synchronen Systemen verbreitete redundante Verkabelung (Loop) zu sprechen, bei der das Signal die Empfangskarten auf zwei Wegen erreichen kann, sodass ein Kabelbruch die Fläche nicht verdunkelt – fragen Sie aber immer nach, ob der konkrete Kartentyp das unterstützt.

Wovon der Preis des Steuerungssystems abhängt

Einen konkreten Betrag zu nennen wäre unverantwortlich, weil er von Projekt zu Projekt schwankt, die Logik der Preisbildung ist jedoch durchschaubar und nachprüfbar. Nach oben treiben den Preis: größere Pixelkapazität, mehr Netzwerkports, höhere Bildwiederholrate und Farbtiefe, ein Videoprozessor mit mehreren Eingängen, redundante Ausführung und Glasfaserübertragung. Ein asynchrones System mit einer einzigen Karte ist um Größenordnungen einfacher und günstiger als eine synchrone Sende-Empfangs-Architektur, denn in Letzterer sitzt hinter jeder Modulgruppe eine Empfangskarte. Nach unten drückt die Kosten, wenn die Pixelzahl der Wand innerhalb der Kapazität einer einzigen Karte bleibt und wenn kein Live-Videosignal zu verarbeiten ist. Im Angebot sollten Sendekarte, Empfangskarten, Videoprozessor, Sensoren und Verkabelung immer auf eigenen Zeilen stehen: So zeigt sich, woran sich ernsthaft sparen lässt und woran nicht.

Checkliste für die Angebotsanfrage

Acht Fragen, die Sie dem Lieferanten schriftlich stellen sollten, bevor Sie unterschreiben. Erstens: Wie groß ist die genaue Pixelauflösung der Wand, und wie viel Prozent der Steuerungskapazität belastet sie? Zweitens: Ist das System synchron oder asynchron, und braucht es dahinter einen dauerhaft laufenden Computer? Drittens: Wie hoch ist die garantierte Bildwiederholrate in Hertz, und ist sie kamerafreundlich? Viertens: Welcher HUB-Standard und welche Scanrate haben die Module, und wie viele HUB75-Ausgänge hat die Empfangskarte? Fünftens: Mit welcher Software verwalte ich den täglichen Inhalt, und bekomme ich die Konfigurationsdatei? Sechstens: Wie viele Meter misst die längste Netzwerkstrecke, und wo wird auf Glasfaser gewechselt? Siebtens: Sind eine Ersatz-Empfangskarte und ein Ersatznetzteil auf Lager? Achtens: Ist die Einweisung vor Ort im Preis enthalten? Bei uns sind der kostenlose Vor-Ort-Termin, die Einweisung in die Steuersoftware vor Ort sowie die telefonische und die Fernwartungsunterstützung Teil der Übergabe, und auf die Karten geben wir 1 Jahr Garantie.

Experten-Tipp

Verlangen Sie bei der Installation die Konfigurationsdatei der Empfangskarten und speichern Sie sie an zwei Orten: in der Cloud und auf einem USB-Stick, neben der Dokumentation der Wand. Diese wenige Kilobyte große Datei beschreibt die Scanrate der Module, den Chipsatz sowie die Helligkeits- und Farbkalibrierung. Muss Jahre später eine Empfangskarte getauscht werden, dauert der Tausch mit dieser Datei 15 bis 20 Minuten; ohne sie müssen die Einstellungen experimentell neu ermittelt werden, was auch eine ganztägige Anfahrt bedeuten kann. Notieren Sie sich ebenso die genaue Pixelauflösung der Wand, den Typ der Sendekarte und den Namen der Software: Diese drei Angaben genügen, damit Ihnen am Telefon jeder sinnvoll helfen kann.

Häufige Fehler

1. In Quadratmetern statt in Pixeln denken: Dieselbe Fläche von 6 m² ergibt bei P10 60.000 und bei P4 375.000 Pixel, und die Steuerung wird von Letzterem 6,25-fach belastet. 2. Die Kapazität exakt auf das aktuelle Wandmaß wählen: Ohne jede Reserve bedeutet auch die kleinste spätere Erweiterung einen kompletten Austausch. 3. Eine asynchrone Karte für den Live-Videoeinsatz kaufen: Kamerabild und Echtzeitpräsentation verlangen dafür einen synchronen Zweig mit Videoprozessor. 4. Das HUB75-Flachbandkabel unnötig lang wählen oder verlängern: Statt der werkseitigen Länge um 20 bis 50 cm kann ein gezogenes Kabel Flimmern und eine verschobene Modulreihe verursachen. 5. Die Netzwerkstrecke über 100 Meter hinaus verlängern: Die genormte Kanalgrenze von Cat5e/Cat6 liegt bei 100 Metern, darüber braucht es optische Übertragung, keine Verlängerung. 6. An einem Ort mit Kamera eine Bildwiederholrate unter 3.840 Hz akzeptieren und für Live-Übertragung eine unter 7.680 Hz: Auf der Aufnahme laufen dunkle Streifen durchs Bild, und das lässt sich nachträglich nicht beliebig beheben. 7. Bei der Übergabe die Konfigurationsdatei und den Namen der Software nicht verlangen: Beim Kartentausch ist das der Unterschied zwischen 20 Minuten und einer ganztägigen Fehlersuche. 8. Eine geschäftskritische Wand ohne Ersatz-Empfangskarte und Ersatznetzteil betreiben: Das Risiko ist nicht die Ausfallwahrscheinlichkeit, sondern die Wartezeit auf das Ersatzteil.

Asynchrone Karte und synchrones Sende-Empfangs-System im Vergleich
KriteriumAsynchrone KarteSynchrones System (Sende- + Empfangskarte)
Wie es arbeitetspielt den hochgeladenen Inhalt aus dem Speicher der Karte abspiegelt das Bild der Signalquelle in Echtzeit
Braucht es einen laufenden Computer dahinter?nein, arbeitet nach dem Upload selbstständigja, ein durchgehend laufender PC oder Player ist nötig
Live-Video, Kamerabildnein, dafür braucht es daneben einen synchronen Zweig mit Videoprozessorja, das ist seine Grundfunktion
Bei Netzwerkausfallspielt den gespeicherten Inhalt weiterdas Bild bleibt stehen oder wird dunkel
Typische Pixelkapazitätca. 256x48 bis 768x384 Pixel je Karteje Gigabit-Port ca. 650.000 Pixel (8 Bit)
Bauteilbedarfeine Karte mit HUB-Ausgängeneine Sendekarte, dazu eine Empfangskarte hinter jeder Modulgruppe
Zahl der HUB75-Ausgängebei Kompaktausführung 1, bei modularer Ausführung 4 bis 5je Empfangskarte 8, 12 oder 16
AnbindungUSB, SD, WLAN, LAN oder Mobilfunk per SIM-KarteHDMI-/DVI-Eingang, Cat5e/Cat6 oder Glasfaser zur Wand
Wofür geeignetSchaufenstertafel, Preisliste, Laufschrift, Fassadenwerbung, ApothekenzeichenStudio, Veranstaltung, Konferenz, Sporthalle, Live-Übertragung
Tägliche BedienungTelefon-App, Textwechsel in 2 bis 3 MinutenPlayer- und Content-Verwaltungssoftware auf dem Rechner
HauptrisikoSpeicher oder Pixelkapazität der Karte gehen ausein Defekt des Quellrechners legt die gesamte Wand still
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Häufige Fragen zum Thema

Was ist der Unterschied zwischen Sendekarte und Empfangskarte?

Die Sendekarte (sending card) sitzt neben der Signalquelle: Sie nimmt das Bild am HDMI- oder DVI-Eingang entgegen und leitet es über Netzwerkkabel zur Wand. Die Empfangskarte (receiving card) sitzt auf der Rückseite der Panels, wählt den auf sie entfallenden Bildausschnitt aus und verteilt ihn über ihre HUB-Ausgänge auf die Module. In einer Wand steckt typischerweise eine Sendekarte, Empfangskarten dagegen so viele, wie es die Modulmenge erfordert: Die Ausführungen mit 8, 12 und 16 HUB75-Ausgängen aus unserem Angebot unterscheiden sich genau darin.

Braucht auch ein asynchrones System Sende- und Empfangskarte?

Nein. Das Paar aus Sende- und Empfangskarte gehört zur synchronen Architektur, in der das Bild in Echtzeit von der Signalquelle zur Wand gelangen muss. Die asynchrone Karte ist eine einzige Einheit: Sie trägt Speicherung, Wiedergabe und HUB-Ausgänge in sich, hinter ihr steht also keine gesonderte Sendeseite. Das ist einer der Gründe, warum die asynchrone Lösung erheblich einfacher und günstiger aufzubauen ist, dafür aber kein Live-Videosignal darstellen kann.

Wie viele Pixel trägt eine Steuerung?

Beim synchronen System ist der Gigabit-Port der Sendekarte die Grenze: Nach Herstellerdatenblättern treibt ein Port bei acht Bit Farbtiefe rund 650.000 Pixel, mit einer Karte mit zwei Ports lässt sich also bis etwa 1,3 Millionen Pixel gehen. Eine höhere Bildwiederholrate und eine größere Farbtiefe verschieben diese Zahl nach unten. Bei asynchronen Karten ist die Kapazität typabhängig: Unser Angebot beginnt bei rund 256x48 Pixeln, die Einstiegsserie reicht bis rund 256x64, 384x96 und 512x128 Pixel, die größte Ausführung mit fünf HUB75-Ausgängen bis rund 768x384 Pixel.

Wie viele HUB75-Ausgänge hat eine Empfangskarte?

In unserem Angebot gibt es Empfangskarten mit 8, 12 und 16 HUB75-Ausgängen, und das bestimmt, wie viele Module eine Karte bedienen kann. Bei einer größeren Wand ergibt die Ausführung mit mehr Ausgängen eine übersichtlichere Verkabelung und eine schnellere Fehlersuche, weil es weniger Karten und weniger Anschlussstellen gibt, an denen das Signal abreißen kann. Auf der asynchronen Seite entstehen die modularen Karten typischerweise mit 4 bis 5 HUB75-Ausgängen, die Kompaktausführung mit einem einzigen.

Braucht die LED-Wand einen Computer, um zu funktionieren?

Bei asynchroner Ansteuerung nicht. Sie laden den Inhalt einmal vom Telefon oder Rechner hoch, danach spielt die Karte ihn aus dem eigenen Speicher ab, auch rund um die Uhr, und setzt nach einem Stromausfall von selbst fort. Beim synchronen System dagegen ja: Dort liefert ein dauerhaft laufender Computer oder Mediaplayer das Bild, und wenn er stehen bleibt, wird auch die Wand dunkel. Für Schaufenstertafel, Preisliste und Laufschrift empfehlen wir deshalb eine asynchrone Karte, für Studio und Veranstaltung ein synchrones System.

Funktioniert die LED-Wand ohne Internet?

Ja, mit einer asynchronen Karte arbeitet die Wand auch ohne Internetverbindung, weil der Inhalt im Speicher der Karte liegt. Das Netzwerk wird nur zur Aktualisierung des Inhalts gebraucht. Fällt WLAN oder Mobilfunk aus, wird die Wand nicht dunkel, sondern setzt das zuletzt hochgeladene Programm fort, nur neue Inhalte lassen sich bis dahin nicht hochladen. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum synchronen System, das eine ständige Signalquelle verlangt.

Welches Kabel verbindet Sendekarte und Empfangskarten?

Es gibt drei Strecken. Von der Signalquelle zur Sendekarte läuft HDMI oder DVI, hier ist die Länge des passiven Kupferkabels begrenzt, für längere Wege braucht es ein aktives Kabel oder einen optischen Wandler. Von der Sendekarte zu den Empfangskarten läuft Cat5e- oder Cat6-Netzwerkkabel, dessen genormte Kanallänge höchstens 100 Meter beträgt; darüber ist auf Glasfaser zu wechseln. Von der Empfangskarte zu den Modulen läuft ein HUB75-Flachbandkabel (Full-Color) beziehungsweise bei einfarbigen Tafeln typischerweise HUB12, werkseitig in einer Länge um 20 bis 50 cm.

Was bedeutet HUB75?

HUB75 ist der typischerweise 16-polige Flachbandkabel-Steckverbinderstandard zwischen Empfangskarte und Full-Color-LED-Modul, den praktisch jeder RGB-Modulhersteller verwendet. Deshalb lässt sich eine bestehende Wand auch mit einer Karte aus anderer Quelle erweitern oder reparieren, vorausgesetzt, Scanrate des Moduls (etwa 1/8 oder 1/16) und Chipsatz stimmen überein, denn das beschreibt nicht mehr der Steckverbinder, sondern die Konfigurationsdatei. Bei ein- und zweifarbigen Laufschrifttafeln ist eine andere HUB-Belegung passend, typischerweise HUB12, und die beiden sind nicht austauschbar.

Lässt sich die Empfangskarte in einer bestehenden LED-Wand tauschen?

In der Regel ja, denn der HUB75-Standard ist herstellerunabhängig. Vor dem Tausch sind drei Angaben zu klären: die Scanrate des Moduls, sein Chipsatz und die genaue Pixelauflösung der Wand. Liegen sie vor, ist der Tausch einer Empfangskarte eine Arbeit von 15 bis 20 Minuten, und die übrigen Teile der Wand müssen dafür nicht geöffnet werden. Liegt auch die alte Konfigurationsdatei vor, lassen sich die Einstellungen sofort zurückspielen, sonst müssen die Parameter neu ermittelt werden.

Wie viel Hz Bildwiederholrate braucht eine LED-Wand?

Mit bloßem Auge betrachtet ist oberhalb von 1.920 Hz kein Flimmern mehr zu sehen. Zeichnet auch eine Kamera die Wand auf, etwa auf einer Veranstaltung oder im Showroom, braucht es mindestens 3.840 Hz, sonst laufen dunkle Streifen über das aufgezeichnete Bild. Für Live-Übertragung, Studiohintergrund und Fernsehaufnahme sind 7.680 Hz das sichere Niveau. Dieser Parameter sollte schriftlich im Angebot festgehalten werden, denn nachträglich lässt er sich an der fertigen Wand nicht beliebig per Software beheben.

Braucht die LED-Wand einen eigenen Videoprozessor?

Er wird gebraucht, wenn Sie ein Live-Signal darstellen, denn die Auflösung der Wand hat fast nie ein genormtes Seitenverhältnis, und der Prozessor skaliert das eingehende HDMI- oder DVI-Signal darauf. Der Einstiegsprozessor für weniger Signalquellen genügt für kleine und mittlere Wände. Eine Ausführung mit mehreren Eingängen, Schnitt- und Bild-in-Bild-Darstellung ist dann angebracht, wenn gleichzeitig eine Präsentation und eine Live-Kamera zu zeigen sind, mit unterbrechungsfreiem Umschalten. Für eine asynchrone Tafel mit zeitgesteuertem Inhalt ist er nicht nötig.

Lässt sich die Wand später mit derselben Sendekarte erweitern?

Nur dann, wenn die Pixelzahl nach der Erweiterung in die Kapazität der Karte passt. Deshalb empfehlen wir, dass die geplante Pixelzahl rund 80 Prozent der Kapazität nicht überschreitet, so bleibt Raum für die spätere Erweiterung und auch für eine höhere Bildwiederholrate. Beim synchronen System verlangt die Erweiterung zudem hinter jeder neuen Modulgruppe je eine Empfangskarte, diese Kosten sollten Sie vorab einkalkulieren.

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