LED-Möbel pflegen: Reinigung, Akku, Lagerung
Wie leuchtende Eventmöbel lange halten: womit Sie das Polyethylen abwischen, wie Sie den Akku behandeln und was Sie nach jeder Veranstaltung prüfen.

Der Betrieb leuchtender Eventmöbel ist deshalb wesentlich einfacher als der von Polstermöbeln, weil kein Stoff daran ist: Es gibt nichts zu waschen, keine Naht, in die Krümel fallen, und keinen Bezug, der von Sonnenöl oder verschüttetem Wein Flecken bekommt. Wartungsfrei sind sie deshalb aber noch nicht. Es gibt drei Punkte, an denen ein Bestand schneller als üblich kaputtgehen kann: die Oberfläche, wenn sie mit dem falschen Mittel gereinigt wird, der Akku, wenn er hastig und unregelmäßig geladen wird, und das Zubehör, wenn es darüber keine Bestandsführung gibt. Dieser Leitfaden geht alle drei durch, aufgebaut auf den tatsächlichen Daten unserer eigenen Produktreihe — auf jenen 45 akkubetriebenen Möbeln und 23 fertigen Sets, die wir verkaufen und auch vermieten. Wer mietet, muss den größten Teil davon nicht selbst tun, sollte aber wissen, was mit den Stücken zwischen zwei Veranstaltungen geschieht, denn daraus ergibt sich, in welchem Zustand die Bestellung ankommt.
Womit Sie das Polyethylen abwischen – und womit nicht
Die ordentliche Reinigung besteht aus feuchtem Tuch und neutralem Reinigungsmittel — mehr nicht. Der Korpus ist ein geschlossenes, glattflächiges Gussteil aus Polyethylen, das weder Wein noch Kaffee, Fett oder Sonnenöl aufsaugt, deshalb kann sich ein Fleck gar nicht erst festsetzen. Das Abwischen einer Lounge-Zone mit zehn Couchtischen dauert so zehn Minuten und nicht eine Stunde, und auch an der Bartheke gibt es keine Fuge, in der Sirup kleben bliebe. Was wir dagegen nicht empfehlen: Scheuerschwamm, Scheuerpaste, lösungsmittelhaltiger Reiniger. Nicht, weil der Korpus davon zerfallen würde — sondern weil der Zustand der Oberfläche bei leuchtenden Möbeln zugleich eine optische Frage ist. Eine matte, zerkratzte, mit Mikrorissen versehene Oberfläche streut das von innen kommende Licht anders als eine glatte, und das ist im eingeschalteten Zustand sichtbar: Es lässt ein ansonsten unversehrtes Stück fleckig oder schleierig wirken. Aus demselben Grund sollten Sie auch keinen Hochdruckreiniger verwenden: Wasser unter Druck gelangt an Stellen, an die Spritzwasser nicht kommt, und bearbeitet dabei auch die Oberfläche. Verschmutzungen von Getränken wischen Sie am besten noch am selben Tag beim Abbau der Veranstaltung ab, denn angetrockneter Zuckerrückstand geht mit der Hand und lauwarmem Wasser herunter, während genau dasselbe mit einem trockenen Tuch gerieben die Oberfläche angreift.
Was IP54 in der Praxis bedeutet: was er aushält und was nicht
Die gesamte Möbelreihe ist nach Schutzart IP54 geschützt. In der Praxis bedeutet das, dass ein Sommerschauer, der morgendliche Tau, ein verschüttetes Glas und das vom aus dem Pool kletternden Gast ablaufende Wasser keinem Stück schaden, es müssen also nicht in Panik fünfzig Stühle hereingetragen werden, wenn Regen einsetzt, und es muss nicht jeden Abend alles von der Terrasse geräumt werden. Die an den Poolrand gestellte Relaxliege verträgt auch Chlorwasser und Sonnenöl — genau die beiden Dinge, die eine textilbezogene Sonnenliege in wenigen Saisons erledigen. Was IP54 dagegen nicht bedeutet: Er ist nicht tauchfest. Ins Wasser stellen, in den Pool werfen oder dauerhaft unter einen Wasserstrahl halten darf man die Möbel nicht. Ebenso wenig günstig ist es, wenn Wasser auf einem Stück stehen bleibt: Beim Stehtisch mit Eisbehälter etwa sollte zur Schlussroutine gehören, den Eisbehälter zu leeren und auszuwischen, damit darin bis zur nächsten Veranstaltung kein Schmelzwasser steht. Auch beim Laden lohnt sich Aufmerksamkeit für Trockenheit: Die Möbel arbeiten im Freien, das Laden sollte aber immer an einem überdachten, trockenen Ort stattfinden.
Akku: Es zählt die Ordnung, nicht der Trick
Im Sortiment arbeiten Zellen mit 2600, 5200 und 5600 mAh, in den größeren Stücken auch zwei davon: im 190 cm langen geschwungenen Sofa zwei mit 5200 mAh, in der 150 cm langen Bartheke eine mit 5600 mAh und in den 102 cm breiten Thekenelementen zwei derselben. Der Hersteller gibt für jedes Stück 6–8 Stunden Leuchtdauer an, abhängig von der gewählten Farbe — das trägt ein Abendprogramm, das um 18 Uhr beginnt. Die Ladezeit gibt der Hersteller dagegen nicht an, und wir erfinden dafür auch keine Zahl. Daraus folgt die einzige ernsthafte Betriebsregel: Planen Sie das Laden für den Tag vor der Veranstaltung ein, nicht für die letzten Stunden, und rechnen Sie überhaupt nicht mit einem Nachladen zwischendurch. Wenn Sie mit mehreren Stücken arbeiten, bringen Sie das in eine Betriebsordnung: Legen Sie im Lager einen Ladepunkt mit Steckdosenleiste fest, und der gesamte Bestand kommt immer an dieselbe Stelle zurück. Bei einem Dinner-Set für acht Personen sind zum Beispiel zehn Akkus zu behandeln — in zwei Tischen je einer mit 5200 mAh, in acht Stühlen je einer mit 2600 mAh, zusammen 31 200 mAh —, und an zehn verschiedene Stellen verteilt bleibt garantiert einer davon übrig. Wie viele Ladezyklen eine Zelle aushält, teilt der Hersteller nicht mit, deshalb versprechen wir dafür auch keine Lebensdauer: Behandeln Sie sie als Verschleißteil und terminieren Sie das Herausfinden nicht auf die allerletzte Minute.
Winterlagerung: trocken, frostfrei, nicht am Ende des Gartens
Der Korpus hält auch extremen Temperaturen stand, die Möbel gehen also nicht davon kaputt, dass sie einen kalten Abend draußen verbringen — auf der Terrasse können sie die ganze Saison über draußen bleiben. Der Winter ist dennoch ein anderer Fall, und zwar nicht wegen des Polyethylens: In den Möbeln stecken Elektronik und Akku, und bei monatelangem Stillstand ist das der schwache Punkt, nicht die Hülle. Am Saisonende lohnt es sich deshalb, den Bestand an einen überdachten, trockenen, frostfreien Ort hereinzuholen und die Lagerung nicht mit vollständig entladenem Akku zu beginnen. Wenn das Lager monatelang unberührt bleibt, setzen Sie sich eine wiederkehrende Erinnerung in den Kalender, damit die Stücke zwischendurch an das Ladegerät kommen — das sind ein paar Stunden Arbeit in einer Saison und verhindert genau, dass sich erst im Frühjahr zeigt, welches Stück nicht mehr aufwacht. Beim Einlagern zählen zwei Dinge: Belasten Sie die Stücke nicht übereinander, denn es handelt sich nicht um stapelbares Konferenzmobiliar, und lassen Sie Zugabe für die geschwungenen Formen. Die Blütenblätter des blütenförmigen Tisches und die geschwungenen Sofas schmiegen sich nicht aneinander, bei ihnen frisst das Einlagern einige Zentimeter mehr, als das Hüllmaß verspricht.
Kratzer und UV-Ausbleichen: was tatsächlich verschleißt
Vor dem Ausbleichen müssen Sie sich nicht fürchten: Der Korpus besteht aus UV-beständigem Polyethylen, die Sommersonne nimmt ihm die Farbe nicht, und das ist einer der Gründe, warum die Stücke eine ganze Saison auf einer Terrasse oder an einem Pool verbringen können. Der Kratzer ist dagegen ein reales Risiko, er entsteht nur nicht dort, wo man es erwarten würde. Nicht der Gast zerkratzt das Möbel — das Verladen tut es. Den 110 cm hohen Cocktailtisch kann man auch liegend transportieren, dabei muss die Platte aber geschützt werden, damit die Ladung nicht daran reibt; und die Unterseite eines über den Boden geschobenen Sofaelements zeichnet sich schon nach einer Fuhre selbst. Die Lösung ist billig: Packdecken zwischen die Stücke, und die schwereren Elemente zu zweit tragen, nicht ziehen. Die Schwelle dafür geben die Gewichtsangaben vor — der leichteste Couchtisch wiegt 3,5 kg, der Sitzwürfel mit 40 cm 4,84 kg, die trägt jeder mit einer Hand, die 34 kg schwere Bartheke oder das 35 kg schwere gepolsterte Sofa sind dagegen Stücke für zwei Personen. Der Kratzer stört hier deshalb mehr als an einem herkömmlichen Möbel, weil sich das Licht an der Beschädigung des leuchtenden Korpus bricht und im eingeschalteten Zustand noch die kleinste Spur hervortritt. Vor Stößen müssen Sie die Möbel im Übrigen nicht schützen: Der Korpus ist schlagfest, die Tragfähigkeit liegt bei 150–200 kg, der erwachsene Gast und die zum Fotografieren daraufsteigende Hochzeitsgesellschaft sind also kein Problem.
Fernbedienung und Ladegerät: Das kleinste Teil kostet die meiste Zeit
Erfahrungsgemäß geht bei einem Eventbestand nicht das Möbel verloren, sondern die dazugehörige Kleinigkeit. Die Farbe lässt sich in allen sieben Farben per Fernbedienung wechseln, und eine einzige Fernbedienung genügt für den gesamten Bestand — das ist auf der Veranstaltung ein großer Vorteil, weil der Saal auf einmal umschlägt, im Lager ist aber genau das die Falle: Wenn eine Fernbedienung alles bedient, glaubt man leicht, es sei kein Problem, wenn ein oder zwei nicht zurückkommen. Mit den Ladegeräten ist es dasselbe. Führen Sie eine Bestandsführung auf Stückebene nach Artikelnummer: die Artikelnummer des Möbels, daneben, wie viele Ladegeräte und wie viele Fernbedienungen dazugehören und in welcher Kiste sie liegen. Die Artikelnummer steht auf jedem Stück, Sie müssen sich also keine eigene Kennung ausdenken — der Sitzwürfel ist D104B, der schmale Cocktailtisch C116, die 150 cm lange Bartheke C180 und so weiter. Das Zubehör sollte getrennt, in einer verschließbaren Kiste reisen und nicht lose zwischen den Möbeln, und beim Abbau ebenso zurückgezählt hereinkommen, wie es hinausgegangen ist. Ein Reservesatz Batterien für die Fernbedienungen kostet ebenfalls weniger als ein Abend, an dem sich die Farbe nicht wechseln lässt.
Die Sieben-Punkte-Abnahme nach jeder Veranstaltung
Es lohnt sich, beim Abbau immer dieselbe kurze Runde zu drehen, stets in derselben Reihenfolge. Erstens: Schalten Sie jedes Stück ein und wechseln Sie mit der Fernbedienung alle Farben durch — so zeigt sich sofort, wenn ein Segment nicht zündet. Zweitens: Wischen Sie die Oberflächen noch vor Ort oder noch am selben Tag ab, solange der Getränkefleck nicht angetrocknet ist. Drittens: Leeren und wischen Sie die Stauräume, den Eisbehälter und die unteren und oberen Ablagen der Theken aus, damit weder Wasser noch Abfall darin bleibt. Viertens: Gehen Sie Kanten und Ecken auf Risse, Kratzer und Stoßspuren durch — das Eckelement der Bartheke und der Innenbogen der Lounge-Ecke sind die meistfrequentierten Stellen, dort zeigt sich der Verschleiß zuerst. Fünftens: Jedes Stück kommt am festgelegten Ladepunkt an das Ladegerät, auch dann, wenn die nächste Veranstaltung erst in Wochen ist. Sechstens: Zählen Sie Fernbedienungen und Ladegeräte nach der Bestandsführung zurück. Siebtens: Notieren Sie, was Ihnen aufgefallen ist — welches Stück schwächer geleuchtet hat, an welchem eine Spur ist —, denn bei einem Bestand fügen sich die Fehler erst nach drei bis vier Veranstaltungen zu einem Muster, und Sie bemerken es nur schriftlich.
Wenn Sie mieten, ist diese Liste nicht Ihre
Für den Mieter bleibt von alldem eine einzige Zeile: Das Möbel muss eingeschaltet werden, die Farbe lässt sich per Fernbedienung einstellen, mehr ist nicht zu tun. Bedienpersonal stellen wir nicht vor Ort, es gibt daran aber auch nichts zu bedienen — das Einschalten ist ein einziger Knopfdruck, den jeder aus dem Team erledigt. Das Laden, die Reinigung, die Lagerung am Saisonende und das Schicksal der Akkus sind bei der Miete unsere Sache, und genau das ist einer der wirklichen Werte der Miete, nicht nur die geringere einmalige Ausgabe. Wenn auf der Veranstaltung etwas beschädigt wird, halten wir die Haftungsregeln in der Bestätigung und in den Mietbedingungen fest, bevor Sie irgendetwas unterschreiben. Wer dagegen für den eigenen Ort kauft — ins Restaurant, auf die Terrasse, ins Eventhaus —, für den wird diese Liste Teil des täglichen Betriebs, und er muss sie auch in seine Rechnung aufnehmen: Die Zeit, die Laden, Abwischen und Lagern verbrauchen, ist genauso ein Kostenfaktor wie der Kaufpreis.
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