Röviden

Leuchtreklame umfasst mehr als eine leuchtende Schrift über der Tür. Wir fertigen Profilbuchstaben, Leuchtkästen, Ausleger und hinterleuchtete Fassadenelemente, planen die Befestigung und stimmen die Leuchtdichte auf die Umgebung ab. Die folgenden Abschnitte beschreiben Bauformen, Montageuntergründe und den Nachtbetrieb.

Austria · 136 km vom Werk in Győr

Leuchtreklame Wiener Neustadt — Fertigung, Montage, Angebot

Das Stadtbild stellt zwei sehr verschiedene Aufgaben. Rund um den Hauptplatz mit Rathaus und Mariensäule, in den Gassen beim Dom und beim Neukloster stehen historische Fassaden, an denen jede Schrift zurückhaltend sitzen muss. Wenige Fahrminuten weiter, im Wirtschaftspark und an den Ausfallstraßen, gilt das Gegenteil: Dort muss ein Firmenschild aus dem fahrenden Auto in Sekunden erfassbar sein. Dieselbe Firma braucht an beiden Orten zwei völlig unterschiedliche Ausführungen.

Bauformen der Leuchtwerbung

Profilbuchstaben, Leuchtkasten, Ausleger

Einzelne Profilbuchstaben wirken hochwertig und lassen die Fassade sichtbar. Sie leuchten entweder nach vorne, als Rückstrahler gegen die Wand oder in einer Kombination beider Richtungen. Ein Leuchtkasten mit durchgehender Frontplatte ist die robustere und meist günstigere Lösung, tritt optisch aber stärker hervor. Der Ausleger, also das quer zur Fassade stehende Schild, ist in schmalen Gassen oft die einzige Form, die überhaupt gesehen wird. Wer frontal an der Wand beschriftet, wird von Passanten, die entlang der Häuserzeile gehen, schlicht übersehen.

Fassaden in der Innenstadt

Schrift auf historischem Bestand

An älteren Häusern entscheidet der Untergrund über die Lösung. Verputzte Ziegelwände, Naturstein und Gesimse vertragen keine beliebige Bohrung, und feuchtes Mauerwerk hält Dübel schlechter als erwartet. Wir arbeiten dort bevorzugt mit Montageschienen, die die Last auf mehrere Punkte verteilen, und setzen die Befestigung in Fugen statt in die Steinfläche. Auch die Größe folgt der Fassade. Eine Schriftzeile, die zwei Fensterachsen überspannt, wirkt an einem Innenstadthaus aufdringlich, während dieselbe Zeile an einer Betriebshalle verloren aussieht. Wir legen vorab eine Fotomontage an, damit diese Entscheidung nicht am Montagetag getroffen werden muss.

Standorte mit Fernwirkung

Wirtschaftspark und Zufahrtsstraßen

An einem Gewerbeobjekt zählt Lesbarkeit aus 30 bis 80 Metern, oft aus dem fahrenden Fahrzeug. Dafür braucht es große Buchstabenhöhen, kräftige Kontraste und wenig Text. Firmenname und Branche reichen; Telefonnummern und Zusatzzeilen sind aus dieser Entfernung nicht mehr lesbar und verschlechtern nur das Gesamtbild. Die Ausrichtung ist ebenso wichtig wie die Größe. Ein Schild, das parallel zur Straße an der Halle klebt, wird von vorbeifahrenden Fahrzeugen nur im spitzen Winkel gesehen. Ein zusätzliches, zur Fahrbahn gedrehtes Element an der Einfahrt bringt hier meist mehr als eine Vergrößerung der Fassadenschrift.

Leuchtdichte, Dimmung und Nachtbetrieb

Hell genug, nicht blendend

Eine Leuchtwerbung soll gelesen, nicht ertragen werden. In der Dämmerung wirkt eine Schrift, die tagsüber richtig eingestellt war, ohne Absenkung deutlich zu grell. Wir richten deshalb eine Zeitsteuerung oder eine sensorgeführte Regelung ein und stellen die Werte bei der Inbetriebnahme am Objekt ein, nicht am Schreibtisch. In Wohnumgebungen ist zusätzlich die Abschaltzeit ein Thema. Viele Betriebe lassen die Werbung nach Mitternacht ausschalten oder auf ein niedriges Niveau fahren. Beides ist im Zeitplan hinterlegt und kann später über das Netzwerk oder über WLAN geändert werden.

Montagegrund, Statik und Elektroanschluss

Was vor der Fertigung geklärt sein muss

Vor der Produktion prüfen wir drei Dinge: Welcher Untergrund liegt hinter dem Putz, wie kommt die Stromleitung zum Schild, und welche Windlast greift am Standort an. Besonders bei Auslegern und großen Kästen ist der letzte Punkt entscheidend, weil das Schild als Hebel wirkt. Den Elektroanschluss stellt in der Regel der Elektriker des Kunden bis zum vereinbarten Punkt her; wir übernehmen ab dort. Diese Schnittstelle halten wir schriftlich fest, damit am Montagetag klar ist, wer welches Kabel legt.

Unterlagen und Wartung

Einreichung durch den Bauherrn, Technik von uns

Anzeigen und Bewilligungen für Werbeanlagen sind Sache des Bauherrn oder seines Planers. Wir liefern dafür die technische Grundlage: bemaßte Ansichten, Gewichte, Leistungsaufnahme, Befestigungsdetails und die Angabe der Leuchtdichte. Zusagen über den Ausgang eines Verfahrens machen wir nicht. Im Betrieb ist Leuchtwerbung wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Sinnvoll sind eine Sichtkontrolle der Dichtungen und eine Reinigung der Frontflächen etwa einmal jährlich. Die geringe Distanz nach Wiener Neustadt macht solche Termine planbar, oft in Verbindung mit einem anderen Einsatz in der Region.

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