Röviden

Wir fertigen in Győr und liefern die konfektionierte Anlage nach Klosterneuburg: Empfangsflächen in Bürohäusern, Bildwände im Verkaufsraum, Hallendisplays in Betrieben und wetterfeste Anlagen an Außenfassaden. Der Ablauf ist immer derselbe – Aufmaß vor Ort, Ableseentfernung festhalten, daraus den Punktabstand ableiten, Unterkonstruktion und Stromzuführung klären, produzieren, montieren, einschulen. Modulzahl, Steuerung, Gewährleistung und Reisekosten weisen wir im Angebot getrennt aus, damit Sie jede Position einzeln nachrechnen können.

LED-Wand Klosterneuburg — Fertigung, Montage, Angebot

Austria 137 km vom Werk in Győr

Klosterneuburg trägt zwei Bauwelten nebeneinander, und beide stellen an eine feste Bildfläche völlig andere Bedingungen. Auf der einen Seite der geschlossene Altstadtkern rund um Rathausplatz und Niedermarkt, dahinter der Stiftskomplex mit massivem Mauerwerk und schmalen Gassen. Auf der anderen Seite der Forschungscampus in Maria Gugging mit Sichtbeton, Glasfoyers und abgehängten Decken. Bei 26.816 Einwohnern und einer Kaufkraft, die sich stark nach Wien orientiert, entscheidet nicht die Displaygröße über den Erfolg, sondern die Frage, worauf die Fläche montiert wird und aus welcher Entfernung sie tatsächlich gelesen wird. Diese Seite beantwortet beides der Reihe nach.

LED-Poster oder montierte Anlage

Bei 137 Kilometern eine Frage des Standorts, nicht der Anfahrt

Klosterneuburg liegt so nah, dass wir hier ohne Nächtigung montieren; die Anreise ist kein Argument für oder gegen eine Bauform. Die eigentliche Frage lautet, ob die Fläche an einem Ort bleiben soll. Wer am Niedermarkt ein Geschäft führt, im Sommer beim Sportfest im Happyland präsent ist und im November beim Leopoldimarkt einen Stand betreibt, braucht keine drei Anlagen, sondern ein Gerät, das mitfährt. Genau das leistet das LED-Poster: ein Hochformat auf Rollen, das in einem gewöhnlichen Kastenwagen Platz findet. Dazu kommt der bauliche Aspekt. Rund um das Stift und in den gewachsenen Ortskernen von Kierling und Weidling ist eine Bohrung in der Fassade ein eigener Vorgang mit ungewissem Ausgang. Ein frei stehendes Gerät berührt die Bausubstanz nicht und lässt sich am selben Tag wieder entfernen. Für eine dauerhafte Werbefläche an einem Bürogebäude in Maria Gugging bleibt dagegen die montierte Wand die sauberere Lösung, weil sie im Format nicht begrenzt ist.

Punktabstand nach Ableseentfernung

Foyer, Verkaufsraum, Fassade

Wer direkt vor der Fläche steht – im Empfangsbereich eines Bürogebäudes oder im Foyer eines Forschungsgebäudes in Maria Gugging –, sieht bei zu grobem Raster die einzelnen Leuchtpunkte. Für Entfernungen bis etwa vier Meter wählen wir deshalb 1,5 bis 2,5 Millimeter Punktabstand. Erst dort bleibt auch Schrift in Fließtextgröße sauber stehen. Auf mittlere Distanz, etwa in einer Verkaufsfläche oder einer Werkshalle mit acht bis zwölf Metern Abstand, genügen 2,5 bis 4 Millimeter. An einer Fassade an der Wiener Straße, die aus dem fahrenden Auto oder von der gegenüberliegenden Straßenseite wahrgenommen wird, sind 4 bis 8 Millimeter richtig gewählt. Ein feineres Raster wäre auf diese Entfernung für das Auge nicht mehr unterscheidbar, würde die Anlage aber spürbar verteuern.

Innenausführung und Außenausführung

Helligkeit, Schutzart, Wärmeabfuhr

Im geschlossenen Raum arbeiten unsere Flächen mit 700 bis 800 Nit. Das klingt gegenüber Außenwerten bescheiden, ist im Innenraum aber bereits die Obergrenze des Angenehmen: Eine Empfangsfläche soll ablesbar sein und niemanden blenden, der eine Viertelstunde davor wartet. Draußen kehrt sich das Verhältnis um. Gegen direkte Sonne kommt eine Fläche nur mit 4.500 bis 5.500 Nit an, also mit rund dem sechsfachen Innenwert. Das Gehäuse ist in Schutzart IP65 ausgeführt, damit staubdicht und gegen Strahlwasser aus jeder Richtung geschützt – bei den Gewittern, die im Sommer über dem Wienerwald abgehen, kein theoretischer Wert. Zu bedenken ist außerdem die Abwärme: Außenanlagen brauchen hinter der Fläche Luft, ein bündig eingemauertes Gehäuse ohne Hinterlüftung verkürzt die Lebensdauer der Module.

Untergrund und Unterkonstruktion

Altbaumauerwerk, Vorsatzschale, Stahlrahmen

Die Befestigung ist in Klosterneuburg der aufwendigere Teil des Projekts, nicht die Elektronik. Massives Ziegelmauerwerk im Altstadtbereich trägt gut, hat aber selten eine ebene Fläche; wir gleichen das über einen justierbaren Stahlrahmen aus, der die Modulreihen in eine gemeinsame Ebene bringt. Ohne diesen Ausgleich zeichnen sich Kanten zwischen den Kacheln im Streiflicht deutlich ab. Bei Trockenbau- und Vorsatzschalen prüfen wir vorab, ob dahinter eine tragfähige Ebene sitzt. Eine mittelgroße Innenfläche wiegt mitsamt Rahmen rasch mehrere hundert Kilogramm, und diese Last gehört auf die Rohbauwand, nicht auf die Beplankung. Für Außenmontage an einer Fassade im geschützten Ortsbild sind Vorschriften einzuhalten; wir liefern dazu die technischen Beilagen – Ansichten, Maße, Gewicht, Leistungsaufnahme, Befestigungspunkte –, die Einreichung selbst führt Ihr Planer oder Sie führen sie.

Signalwege und Steuerung

Live-Bild, Zeitplan, Funkstrecke

Zwei Betriebsarten decken den überwiegenden Teil der Anwendungen ab. Für laufendes Bild – Kamerasignal, Präsentation, ein zugespieltes Notebook – hängt die Fläche über HDMI am Zuspieler. Für Inhalte, die tagsüber nach Plan wechseln, laden Sie die Wiedergabeliste ins Gerät und lassen sie zeitgesteuert ablaufen; die Übergabe erfolgt über das hauseigene Netz oder von einem USB-Datenträger. Beide Wege funktionieren auch drahtlos. Das ist in Klosterneuburg oft der entscheidende Punkt: In einem Bestandsgebäude mit dicken Innenwänden neue Leerverrohrung bis zur Displayposition zu ziehen, kostet mehr als die halbe Anlage. Über WLAN entfällt diese Leitung, benötigt wird an der Displayposition nur Strom und ein stabiles Funksignal, das wir beim Aufmaß mitmessen.

Anfahrt, Service und Gewährleistung

137 Kilometer bis zum Rathausplatz

Zwischen unserer Fertigung und Klosterneuburg liegen 137 Straßenkilometer. Diese Distanz erlaubt ein Tagesprogramm: Anreise am frühen Vormittag, Aufmaß oder Servicearbeit, Rückfahrt am Abend. Eine Störung, die einen Modultausch verlangt, ist damit in der Regel innerhalb eines Arbeitstages erledigt, ohne dass Nächtigung oder Vorbereitungstag anfallen. Der Lieferumfang enthält Ersatzmodule aus derselben Produktionscharge, damit Farbe und Helligkeit beim Tausch zum Bestand passen. Die Gewährleistung beträgt ein Jahr, in der erweiterten Ausführung zwei. Weil Klosterneuburg für uns Ausland ist, erscheinen Anfahrt und Auslandszulage als eigene Zeilen im Angebot, sauber getrennt vom Preis der Fläche – Sie sehen, was die Technik kostet und was die Fahrt.

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