Röviden

Wir planen, fertigen und montieren LED-Wände für Kärntner Auftraggeber – vom Empfangsdisplay im Bürohaus über Verkaufsraumflächen bis zur wetterfesten Außenanlage an der Fassade. Der Ablauf ist immer derselbe: Fläche messen, Leseabstand bestimmen, Rasterung festlegen, Unterkonstruktion abstimmen, fertigen, montieren, einweisen. Alle Positionen des Angebots – Modulzahl, Steuerung, Montagestunden, Gewährleistungsumfang und die Anreise aus Ungarn – stehen einzeln ausgewiesen und lassen sich nachrechnen.

Austria · 351 km vom Werk in Győr

LED-Wand Klagenfurt — Fertigung, Montage, Angebot

Klagenfurt am Wörthersee ist mit 100.316 Einwohnern Landeshauptstadt und zugleich eine Stadt mit ausgeprägter Saison. Zwischen Mai und September verschiebt sich das Publikum spürbar Richtung See und Strandbad, im Winter konzentriert sich das Leben auf Innenstadt, Verwaltung und die Alpen-Adria-Universität. Eine Bildfläche muss diesen Rhythmus abbilden: zwölf Monate Betrieb, aber sehr unterschiedliche Inhalte und Betriebszeiten. Bis zu unserer Fertigung in Győr sind es 351 Straßenkilometer, also eine Strecke, die ein Aufmaß am Vormittag und die Rückfahrt am selben Tag zulässt.

Modulmaß und Wandgeometrie

Warum die Zahl 32 am Anfang steht

Unser Grundelement ist immer liegend: 32 Zentimeter in der Waagrechten, 16 Zentimeter in der Senkrechten. Jede Wand entsteht als Vielfaches dieser beiden Zahlen. Ein Band über einer Empfangstheke aus zwanzig Modulen in der Breite und zehn in der Höhe misst demnach 6,40 mal 1,60 Meter; eine kompakte Fläche im Besprechungsraum aus acht mal neun Modulen kommt auf 2,56 mal 1,44 Meter. Wer mit einer Wunschgröße in Metern startet, landet fast immer neben dem Raster. Wir drehen die Reihenfolge deshalb um und messen zuerst, was der Ort hergibt – Wandbreite zwischen zwei Fensterachsen, lichte Höhe unter dem Unterzug, Position der Steckdose. Erst daraus entsteht der Vorschlag, meist in zwei Varianten dicht unter und dicht über Ihrem Wunschmaß.

Betrachtungsabstand als Auswahlkriterium

Drei Bereiche, drei Preisklassen

Der Pixelabstand ist keine Qualitätsstufe, sondern eine Anpassung an die Entfernung. Wer aus wenigen Metern liest – am Informationspunkt in einem Verwaltungsgebäude oder an einer Wand im Verkaufsraum der City Arkaden –, braucht P1.5 bis P2.5, sonst wird das Punktraster sichtbar. Im mittleren Bereich, etwa in einem Foyer mit fünf bis zehn Metern Tiefe, deckt P2.5 bis P4 den Bedarf ab. Alles darüber gehört in die dritte Gruppe. Eine Anlage, die von der gegenüberliegenden Straßenseite oder aus einem Zuschauerbereich gesehen wird, ist mit P4 bis P8 richtig ausgestattet. Der Unterschied schlägt direkt auf den Preis durch, weil sich mit dem Abstand der Leuchtdioden auch deren Anzahl je Quadratmeter ändert.

Innenbetrieb und Außenbetrieb

700 nit gegen 5000 nit

Im Inneren eines Gebäudes reichen 700 bis 800 nit. Eine hellere Fläche wäre im Nahbereich unangenehm und würde die Umgebung überstrahlen, was besonders in Räumen mit Publikumsverkehr störend auffällt. Draußen gilt die umgekehrte Anforderung. Eine Anlage an einer Fassade in der Bahnhofstraße konkurriert mit Tageslicht, also arbeiten die Außenmodule zwischen 4500 und 5500 nit und sind nach IP65 geschützt: dicht gegen Staub, dicht gegen Strahlwasser. Da der Wörthersee die Luftfeuchtigkeit im Sommer merklich anhebt und die Stadt bekannte Nebellagen im Spätherbst hat, ist diese Dichtheitsklasse in Klagenfurt keine formale Angabe, sondern eine Betriebsvoraussetzung.

Signalwege ohne Baustelle

Live-Bild, Zeitsteuerung, Funk

Für laufende Inhalte gibt es den HDMI-Eingang: Ein Rechner, ein Player oder eine Kamera liefert das Bild, die Fläche zeigt es unmittelbar an. Für Inhalte, die nach Plan wechseln sollen, wird die Anzeige über das Netzwerk oder per USB bespielt und arbeitet den hinterlegten Kalender selbstständig ab. Beide Varianten sind über WLAN erreichbar. Damit entfällt der Punkt, der in Bestandsgebäuden am häufigsten Kosten verursacht: das Verlegen einer Datenleitung bis zum Bildschirm. Am Montageort wird nur eine Stromversorgung benötigt, alles andere geht über Funk – auch die spätere Pflege der Inhalte aus dem Büro heraus.

Saisonale Betriebsprofile

Sommerbetrieb, Winterbetrieb, Nachtabsenkung

Eine Fläche, die im Juli gegen die Mittagssonne bestehen muss, ist im Dezember um 17 Uhr viel zu hell. Die Steuerung führt deshalb ein Helligkeitsprofil mit, das sich am Umgebungslichtsensor orientiert und zusätzlich nach Uhrzeit begrenzen lässt. Für Klagenfurter Betriebe mit starkem Saisongefälle lohnt sich außerdem ein zweiter Inhaltskalender. In der Hauptsaison laufen andere Seiten als in den ruhigen Monaten, und der Wechsel zwischen beiden Profilen erfolgt zu einem festgelegten Datum automatisch. Der Stromverbrauch sinkt dabei mit, weil die Anzeige in Randzeiten mit reduzierter Leistung fährt.

Das LED-Poster statt einer montierten Fläche

Wenn niemand bohren, gerüsten oder anschließen soll

Nicht jeder Standort verträgt einen Montagetermin. In einem gemieteten Geschäftslokal am Alten Platz darf an der Substanz nichts verändert werden, im Südpark hängt jeder Eingriff an der Zustimmung des Centermanagements, und in einem Schalterraum will während der Öffnungszeiten niemand eine Bohrmaschine hören. Für diese Fälle liefern wir das LED-Poster: ein Hochformatgerät auf Rollen, dessen Anzeigefläche 640 auf 1920 Millimeter misst und das mit 45 Kilogramm zu zweit vom Fahrzeug an seinen Platz gebracht wird. Danach genügt eine Steckdose. Die 351 Kilometer nach Klagenfurt fallen dabei nur einmal an, als Zustellung. Aufmaß, Unterkonstruktion und Montagetag entfallen vollständig, und mit ihnen der Abgleich zwischen unserem Kalender und Ihrem Betriebsablauf. An den Bedingungen nach der Übergabe ändert sich nichts: Je nach Ausführung gilt ein Jahr oder gelten zwei Jahre Gewährleistung, Reservemodule liegen wie bei einer fest montierten Anlage bei, und der Tausch einer Kachel ist von der Sichtseite her in wenigen Minuten erledigt.

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