Welche Größe braucht die LED-Wand für die Veranstaltung? Betrachtungsabstand, Pixelpitch und die fünf Größen
Welche LED-Wand-Größe sollten Sie für die Veranstaltung mieten? Die Regel aus Betrachtungsabstand und Pixelpitch von P1.5 bis P3, nach Saalgröße und Inhalt: wann ein Panel reicht und wann es die fünfteilige 16:9-Wand braucht.
Bei der LED-Wand-Miete ist die häufigste Frage nicht der Preis, sondern die Größe: Wie groß muss die Wand für eine Konferenz mit 80 Personen sein? Reicht ein Panel für den Hochzeitseingang? Sieht man es auch von hinten? Die Antwort ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage von drei messbaren Dingen: Betrachtungsabstand, Saalgröße und Inhalt. In diesem Artikel nehmen wir die drei der Reihe nach durch, und am Ende sagen wir für jede unserer fünf mietbaren Größen, wann sie die richtige Wahl ist — nicht die größte, sondern die passende.
Erster Schritt: der Pixelpitch — was P1.5 bis P3 in der Praxis bedeuten
Der Pixelpitch ist der Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter LEDs in Millimetern. Der Pixelpitch unserer mietbaren Panels unterscheidet sich je nach Ausführung: das Indoor-P1.5 hat 1,5 mm, das P2 2 mm, das Indoor- und das Outdoor-Kabinett-P2.5 jeweils 2,5 mm und die Outdoor-Kabinettausführung P3 3 mm. Nach der Faustregel der Branche entspricht der bequeme Mindest-Betrachtungsabstand in Metern ungefähr dem Pixelpitch in Millimetern — bei P1.5 sind das 1,5 Meter, bei P2 2, bei P2.5 2,5, bei P3 3 Meter. Beim P2 heißt das: Wer aus mehr als 2 Metern schaut, sieht keine Pixel, nur ein Bild; aus 1 Meter, direkt neben dem Pult, ist das Raster erkennbar, aber niemand liest die Willkommenstafel einer Hochzeit aus 1 Meter. In der Veranstaltungspraxis ist der Pixelpitch also selten eine Grenze: Selbst unsere gröbste Ausführung, das Outdoor-P3, liegt am feinen Ende des üblichen P3–P5-Bandes großer Eventwände, und das Indoor-P1.5 reicht auch für eine aus Armlänge betrachtete Fotowand. Die Größe sollte deshalb nach dem Betrachtungsabstand und nicht nach der Auflösung gewählt werden.
Zweiter Schritt: Betrachtungsabstand und die Bildhöhen-Regel
Ausgangspunkt der Dimensionierung ist der entfernteste Betrachter. Es gibt zwei Faustregeln, je nachdem, was das Publikum tut. Muss es an der Wand LESEN — Diagramm, Programm, Tagesordnung, Bauchbinde —, sollte die Bildhöhe etwa ein Achtel der Entfernung des entferntesten Betrachters betragen: 8 Meter Saaltiefe brauchen 1 Meter Bildhöhe, 16 Meter 2 Meter. Muss es nur SEHEN — Logo, Stimmungsvideo, Fotorückblick, Monogramm —, reicht ein Zwanzigstel: Aus 20 Metern ist auch ein 1 Meter hohes Logo gut zu sehen. Unsere Panels sind 192 cm hoch, die Bildhöhe ist also vorgegeben: Für lesbaren Inhalt reicht das bis etwa 15 Meter Saaltiefe, für die Show bis 35–40 Meter. Die Breite, also die Zahl der Panels, hängt danach vom Inhalt und von der Saalbreite ab.
Dritter Schritt: das Seitenverhältnis des Inhalts
Die Zahl der Panels legt zugleich das Seitenverhältnis fest, und das ist der am häufigsten vergessene Punkt. Ein Panel hat 1:3, hochkant — wie ein Plakat oder ein Handybildschirm. Zwei Panels haben 2:3, drei Panels sind ein exaktes Quadrat (1:1), vier Panels 4:3, fünf Panels nahe 16:9 (genau 16:9,6). Wenn Sie PowerPoint-Folien oder einen Laptop spiegeln, brauchen Sie 4:3 oder 16:9, sonst erscheint das Bild mit schwarzen Balken oder beschnitten. Geht es um Instagram-Video, quadratische Werbung oder Fotowand, ist das dreiteilige Quadrat ideal. Laufen Breitbildvideo, Stream oder Hochzeitsfilm, ist es die fünfteilige Wand. Und das Hochformat mit ein oder zwei Panels passt genau zu Porträtinhalten: Willkommenstafel, Speisekarte, Rednerfoto, Produktbild.
Vierter Schritt: Saal und Bühne
Saalbreite und Bühnengröße begrenzen nach oben. Auf eine 4 Meter breite, 3 Meter hohe Bühne passt die 320 cm breite fünfteilige Wand gerade und füllt den Hintergrund; auf einem 2,5-Meter-Podium ist die drei- oder vierteilige Wand richtig, sonst ragt sie hinaus. Auch die Füße wollen bedacht sein: Die Panels stehen auf eigenen Füßen, lassen Sie also vor und hinter der Wand einen halben Meter frei. Wichtig ist auch der Zugang: Die Panels sind schwer, müssen per Lift oder Treppe hinauf, und der Wagen muss zum Beladen nahe am Eingang parken können — das fragen wir bei der Buchung ab, denn ohne Hilfe vor Ort berechnen wir einen Zuschlag. Ist der Saal hell oder verglast, ist das keine Größenfrage: Das Indoor-Panel ist bei Tageslicht scharf, dort ist die LED-Wand gegenüber dem Beamer ohnehin die richtige Wahl.
Die fünf Größen — wann welche
1 Panel, 64 × 192 cm, 320 × 960 px: Eingang, Empfang, Empfangspult, Hochzeits-Willkommenstafel, Speisekarte und Aktionstafel; statt eines gedruckten Roll-ups, wo bewegtes Bild gewünscht ist. 2 Panels, 128 × 192 cm: Hintergrund für einen Raum mit 30–60 Personen, kleinere Produktpräsentation, Pressewand, Hintergrund einer Preisverleihung — hier wird aus dem Plakat eine Wand. 3 Panels, 192 × 192 cm, quadratisch: Messestand-Hintergrund, Social-Media-Videos, Wand hinter dem DJ-Pult, Schaufenster; die flexibelste Veranstaltungsgröße. 4 Panels, 256 × 192 cm, 4:3: Konferenz, Vortrag, Hauptversammlung, Schulung — das Format der Präsentationen, statt Beamer im hellen Saal, für Räume mit etwa 60–120 Personen. 5 Panels, 320 × 192 cm, 16:9: Hochzeitsprojektion und Fotorückblick, Livestream, Indoor-Sportübertragung, Bühnenhintergrund ab 100 Personen. Wenn es mehr sein muss — Ballsaal mit 200 Personen, Outdoor-Festival — oder der Ort unter freiem Himmel liegt, kommt unsere eigene Outdoor-Kabinettausführung ins Spiel (P2.5 oder P3): Auch die vermieten wir, mit individuellem Angebot.
Ein durchgerechnetes Beispiel: Firmendinner mit 80 Personen
Ein Firmen-Jahresabschlussdinner mit 80 Personen in einem 10 × 18 Meter großen Hotelsaal, mit einer kleinen Bühne vor der kürzeren Wand. Der entfernteste Tisch sitzt 16 Meter von der Bühne. Im Programm gibt es eine 20-minütige Präsentation der Geschäftsführung mit Folien, danach den ganzen Abend Fotorückblick und Musikvisuals. Wegen des lesbaren Inhalts gilt die Achtel-Regel: Für 16 Meter wären 2 Meter Bildhöhe nötig, die 192 cm Panelhöhe reichen gerade, wenn auf den Folien keine winzige Schrift steht. Die Präsentation ist 16:9, also sind fünf Panels richtig: 320 × 192 cm, das auf die 4-Meter-Bühne passt. Wären die Folien 4:3, die vierteilige Wand; entfiele die Präsentation und liefen nur Fotos, täte es an der kürzeren Wand auch das dreiteilige Quadrat. Dieser Gedankengang — entferntester Betrachter, Inhalt, Format, Bühne — funktioniert bei jeder Veranstaltung gleich.
Drei typische Fehler bei der Größenwahl
Der erste ist die Überdimensionierung: für einen Besprechungsraum mit 40 Personen die fünfteilige Wand zu bestellen, weil sie die beste sei. Aus zwei Metern ist eine 3,2 Meter breite Wand ermüdend, und der Bildrand fällt aus dem Blickfeld — dort ist die zwei- oder dreiteilige Wand richtig, und günstiger. Der zweite ist das Ignorieren des Formats: ein 16:9-Video auf das dreiteilige Quadrat zu legen und sich dann über die schwarzen Balken zu wundern. Der dritte ist die umgekehrte Logik: die Zahl der Panels vom Preis her rückwärts zu bestimmen und dann den Inhalt anzupassen. Richtig ist: zuerst der entfernteste Betrachter und der Inhalt, daraus die Größe, und erst dann der Preis — den der Kalkulator aus der Postleitzahl mit Anfahrt sofort berechnet.
Wenn Sie immer noch unsicher sind
Schreiben Sie bei der Buchung die Saalgröße, die Personenzahl und was auf der Wand laufen soll — daraus können wir sagen, wie viele Panels es braucht, und stellt sich vor Ort heraus, dass ein Panel mehr oder weniger besser wäre, lässt sich das beim Aufbau noch ändern, weil die Panels einfach aneinandergereiht werden. Jede der fünf Größen hat im Mietbereich eine eigene Seite mit gezeichneter Vorschau, Auflösung und Preisrechner. Nach Veranstaltungstyp finden Sie auf unserer Hochzeits-, Konferenz- und Bühnenseite die konkrete Empfehlung.
Ein paar Fragen, und Sie erhalten den empfohlenen Pixelpitch, das Maß und den Richtpreis.
Konfigurator starten →
