Materialien für das Firmenschild im Außenbereich: Alu-Verbundplatte, Acrylfront, Befestigung und echte Lebensdauer
Ein Firmenschild im Außenbereich nutzt sich selten einfach ab. Viel häufiger bringt es ein einziger konkreter Grund zu Fall: ausgeblichener Druck, eine an der Wärmeausdehnung gerissene Acrylfront, eine Rostfahne von der falschen Schraube oder Feuchtigkeit im Leuchtkasten, die das Netzteil zerstört hat.

Was zählt als Firmenschild im Außenbereich?
Firmenschild im Außenbereich ist ein Sammelbegriff: Dazu gehören das flache, nicht leuchtende Namensschild an der Fassade, der hinterleuchtete Leuchtkasten, die plastischen Leuchtbuchstaben, das auskragende Auslegerschild und auch die LED-Fläche mit wechselbarem Inhalt. Gemeinsam ist ihnen: Sie hängen jahrelang draußen und bekommen jeden Tag Sonne, Regen, Frost und Windlast ab. Dieser Außeneinsatz engt den Kreis der Materialien knallhart ein – was im Innenbereich jahrzehntelang makellos bleibt, übersteht draußen manchmal keinen einzigen Sommer. Zwei Entscheidungen sollten Sie sauber trennen, die Auftraggeber häufig vermischen: erstens, ob das Schild leuchten soll, und zweitens, ob sein Inhalt wechselbar sein soll. Der Inhalt eines Leuchtkastens ist genauso fest wie der einer lackierten Platte; wollen Sie den Inhalt täglich wechseln, braucht es dafür bereits eine LED-Fläche.
Die konkreten Belastungen des mitteleuropäischen Wetters an einem Fassadenschild
Vier Belastungen bringen die Mehrzahl der Außenschilder zu Fall, und alle vier sind vorhersehbar. Die erste ist der Temperaturwechsel: Ein nach Süden ausgerichtetes Schild mit dunkler Oberfläche heizt sich im Sommer in der Sonne weit über die Lufttemperatur auf, bis zu 60 bis 70 °C, und kühlt im Winter auf minus 15 bis 20 °C ab – das Material muss also eine Spanne von rund 90 Grad in Bewegung überstehen. Die zweite ist die UV-Strahlung, die vor allem organische Stoffe, Farben und Folien abbaut. Die dritte ist Feuchtigkeit, und darin nicht einmal der Regen, sondern die täglich wiederkehrende Kondensation: Beim Abkühlen in den Morgenstunden schlägt sich im Inneren des Schilds Feuchtigkeit nieder, verdunstet tagsüber wieder, und dieser Zyklus arbeitet täglich an der Konstruktion. Die vierte ist die Windlast, die nicht das Schild, sondern die Befestigung und die Tragkonsole auf die Probe stellt – hier ist die Folge statt eines Schildfehlers typischerweise das Abreißen.
Materialien im Vergleich: Was hält wie lange?
Die folgende Tabelle stellt die am häufigsten verwendeten Schildmaterialien nebeneinander. Eines vorweg: Die Spalte zur Lebensdauer ist eine Erfahrungsschätzung von Ausführenden, keine Messgröße und keine Garantiezusage. Eine verbindliche Zahl liefert allein die Garantieerklärung des Herstellers zum konkreten Produkt, deshalb lohnt es sich, diese im Angebot festzuschreiben. Die Schätzung setzt fachgerechte Ausführung voraus – passende Befestigung, unversehrte Beschichtung, normales Fassadenumfeld; in industrieller, salzhaltiger oder stark verschmutzter Luft verkürzen sich alle Werte. Die wichtigste Lehre aus der Tabelle ist nicht, welches Material gut oder schlecht ist, sondern dass jedes Material eine konkrete, im Voraus bekannte Schwäche hat, auf die die Planung eine Antwort geben muss. Wenn Sie in der Angebotsanfrage Material und Stärke benennen, werden zwei Angebote endlich vergleichbar.
Aluminium und Alu-Verbundplatte: der Normalfall im Außenbereich
Beim flachen, nicht leuchtenden Firmenschild ist die Aluminium-Verbundplatte (Kunststoffkern zwischen zwei dünnen Aluminiumschichten, üblicherweise in 3 Millimetern Stärke) die verbreitetste Lösung, weil sie nicht korrodiert, leicht ist und auch auf großer Fläche nicht wellt. Mit der Wärmeausdehnung ist auch hier zu rechnen: Der Ausdehnungskoeffizient von Aluminium selbst liegt bei etwa 23 Mikrometern je Meter und Grad, und die geschichtete Verbundplatte bewegt sich in einer ähnlichen Größenordnung – den genauen Wert nennt das Datenblatt des Herstellers. Größenordnungsmäßig heißt das: Eine 2 Meter breite Platte bewegt sich über die rund 90 Grad zwischen Winter- und Sommerextrem um einige Millimeter, was ein Langloch oder eine gegenüber dem Schraubenschaft größere Befestigungsbohrung problemlos aufnimmt. Bei dunkler Oberfläche ist die Bewegung größer, weil sich die Platte in der Sonne stärker aufheizt – deshalb wirft typischerweise das schwarze Schild zwischen den Schrauben Falten, nicht das weiße. Die Schwachstelle der Verbundplatte ist die Schnittkante: Dort liegt der Kunststoffkern frei, und ohne kantengefalzte oder gerahmte Ausführung dringt dort Feuchtigkeit ein. Bei Leuchtschildern und plastischen Buchstaben ist der Aluminium-Profilrahmen oder die gekantete Aluminiumzarge die eingeführte Lösung, weil sie zugleich die Konstruktion trägt, die Wärme der LEDs abführt und nicht rostet.
Acryl oder Polycarbonat: die Front des Leuchtschilds
Die Front eines hinterleuchteten Firmenschilds ist lichtdurchlässiger Kunststoff, und dafür kommen praktisch zwei Materialien infrage. Die UV-Beständigkeit von Gussacryl (PMMA) ist hervorragend: Es vergilbt über Jahre nicht und behält seine Lichtdurchlässigkeit, ist dafür aber spröde, reißt bei Schlag und hat eine sehr große Wärmeausdehnung. Materialdatenblätter nennen typischerweise Werte zwischen 70 und 80 Mikrometern je Meter und Grad – rund das Dreifache von Aluminium. Auf einer 2 Meter breiten Front bedeutet das über die rund 90 Grad zwischen minus 20 und plus 70 Grad eine Bewegung von mindestens 12 bis 13 Millimetern. Wird diese Front starr und straff verschraubt, reißt sie im Winter durch das eigene Zusammenziehen an den Bohrungen. Polycarbonat ist dagegen außerordentlich schlagfest und deshalb an vandalismusgefährdeten Standorten die bessere Wahl, vergilbt allerdings im Außenbereich ohne koextrudierte UV-Schutzschicht und verkratzt leichter. Die Faustregel ist einfach: in normaler Fassadenhöhe Acryl, in schlagexponierter, bodennaher oder öffentlich zugänglicher Lage UV-geschütztes Polycarbonat.
Woran das Schild wirklich zugrunde geht: Korrosion an der Befestigung
Ein erheblicher Teil der Schäden an Außenschildern beginnt nicht an der Schildfläche, sondern an der Befestigung. Der typische Fall ist die Kontaktkorrosion: Wird ein Aluminiumschild unmittelbar mit einer Schraube aus Kohlenstoffstahl an die Wand gepresst und kommt Feuchtigkeit hinzu, beginnt zwischen den beiden Metallen ein elektrochemischer Vorgang, bei dem das Aluminium der Verlierer ist – rings um die Bohrung erscheint weiße, pulvrige Korrosion, an der Fassade eine herablaufende Rostfahne. Bei verzinkten Schrauben liegt der Fall insofern anders, als die Zinkschicht eine Zeit lang Opferschutz bietet, doch das ist Verbrauchsmaterial: Ist die Verzinkung abgetragen oder bei der Montage beschädigt, bildet der freigelegte Stahl dasselbe Paar und beginnt obendrein selbst zu rosten. Die Lösung sind Edelstahl-Verbindungselemente (A2, in mariner oder stark gesalzener Umgebung A4, also Werkstoff 316) plus eine Kunststoff-Unterlegscheibe oder -Hülse zwischen den beiden Metallen. Wichtig: Auch die Edelstahlschraube hebt das Metallpaar nicht auf, denn Aluminium ist auch ihr gegenüber anodisch – die isolierende Unterlegscheibe lässt sich also nicht mit dem Argument weglassen, die Schraube sei ja hochwertig. Bei Schildern aus Edelstahl genügt in normaler städtischer Umgebung Werkstoff 304, bei Chloridbelastung sollten Sie jedoch den molybdänhaltigen Werkstoff 316 verlangen. Und bei pulverbeschichtetem Stahl gilt: Eine Beschädigung der Beschichtung ist der Beginn der Korrosion – alle Bohrungen und Schnitte gehören vor die Pulverbeschichtung.
Das Kondenswasser, über das niemand spricht
Im Inneren jedes geschlossenen Leuchtschilds ist Feuchtigkeit vorhanden – schon die Luftfeuchte der im Moment der Montage eingeschlossenen Luft genügt dafür. In den Morgenstunden, wenn der Kasten schneller abkühlt als die umgebende Luft, schlägt sich diese Feuchtigkeit an der Innenseite der Front und auf der Elektronik nieder. Das ist das Phänomen, wegen dessen Kunden morgens beschlagene Schilder fotografieren. Die richtige Lösung ist nicht der perfekt luftdichte Verschluss, denn der ist in der Praxis nicht herstellbar, sondern die kontrollierte Belüftung und Wasserableitung: Wasserablaufbohrungen an der Unterkante des Kastens beziehungsweise ein dampfdurchlässiges, wasserdichtes Belüftungselement. Gibt es an der Unterseite des Schilds keine Ableitung, hat das eingedrungene Wasser keinen Weg nach draußen und steht dauerhaft auf der Elektronik. Bei der Planung eines Leuchtschilds für den Außenbereich muss deshalb immer die Frage gestellt werden: Wo und wie entweicht eingedrungene Feuchtigkeit?
Was bedeutet IP65 bei einem Leuchtschild im Außenbereich?
Die beiden Ziffern der IP-Kennzeichnung sagen zwei verschiedene Dinge aus, und beide lohnt es zu verstehen. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper und Staub: Die 6 ist die höchste Stufe und bedeutet vollständige Staubdichtheit. Die zweite Ziffer steht für den Schutz gegen Wasser: Die 5 bedeutet, dass das Gerät einen Wasserstrahl aus einer Düse von 6,3 Millimetern aus rund 3 Metern Entfernung mit etwa 12,5 Litern pro Minute verträgt, die 6 den erheblich stärkeren Strahl aus einer Düse von 12,5 Millimetern mit rund 100 Litern pro Minute. IP65 reicht also für Regen und Schlagregen mehr als aus, bedeutet aber kein Untertauchen – dafür stehen IP67 und IP68. Wissenswert ist auch, dass der IP-Wert das Ergebnis einer wenige Minuten dauernden Laborprüfung ist, kein Versprechen für Jahre: Dichtungen altern, der Erhalt der Schutzart ist deshalb auch eine Wartungsfrage. Bei LED-Flächen im Außenbereich ist IP65 das erwartete Niveau für die Module. Häufig unter den Tisch fällt jedoch: Die Schutzart von Netzteil und Steckverbindern ist eine eigene Angabe, und es nützt das IP65-Modul wenig, wenn das Netzteil in einem schwächer geschützten Kasten hinter dem Schild sitzt.
Die Art der Beleuchtung entscheidet über die Lebensdauer
Die Lebensdauer eines nicht leuchtenden Aluminiumschilds bestimmen Beschichtung und Druck. Bei einem Leuchtschild wird dagegen die Elektronik zum Engpass, hier ist also anders zu denken. Die Lebensdauer von LEDs wird nicht als Durchbrennen, sondern als Helligkeitsabnahme gemessen, und dafür sind zwei Kennzeichnungen gebräuchlich: L70 bedeutet, dass die Helligkeit auf 70 Prozent des Ausgangswerts gefallen ist (also 30 Prozent verloren hat), L50, dass sie auf die Hälfte gefallen ist. Dasselbe Modul kann nach L70 also weniger Stunden, nach L50 mehr Stunden vorweisen – deshalb muss man wissen, nach welchem Kriterium die Zahl gemessen wurde. Das Datenblatt unserer eigenen Outdoor-LED-Module nennt einheitlich 100.000 Betriebsstunden als Wert vom Typ L50: Bei 12 Stunden Leuchtbetrieb täglich sind das über 20 Jahre, die LED selbst ist also fast nie die eigentliche Grenze. In der Helligkeit liefern dieselben Module 5.000 bis 8.000 Nit, während im Außenbereich das fachliche Minimum bei 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Helligkeitsregelung liegt. Beachten Sie dabei, dass die zulässige Leuchtdichte von Werbeanlagen – besonders nach Einbruch der Dunkelheit – örtlich geregelt sein kann; die Modulleistung ist eine Obergrenze, keine Betriebseinstellung, und die Regelung sollte nach Sonnenuntergang automatisch zurücknehmen. Die tatsächliche Lebensdauer mindert die Wärmebelastung: Je wärmer die Umgebung der LED, desto schneller altert sie, deshalb ist entscheidend, ob hinter dem Modul ein zur Wärmeableitung geeignetes Aluminiumgehäuse sitzt. Bei einer austauschbaren, von vorn oder hinten zu öffnenden Konstruktion lässt sich die LED-Reihe nach Jahren ersetzen, in einem verklebten, nicht zu öffnenden Kasten dagegen nicht.
Das Netzteil ist der häufigste Ausfallpunkt
Wenn ein Leuchtschild im Außenbereich nach einigen Jahren erlischt, ist die häufigste Ursache nicht die LED, sondern das Netzteil. Die Lebensdauer von Elektrolytkondensatoren hängt stark von der Temperatur ab: Nach der Faustregel der Elektronikauslegung halbiert jede dauerhafte Temperaturerhöhung um rund 10 °C die zu erwartende Lebensdauer – und das Außennetzteil arbeitet im Sommer in einem geschlossenen Kasten, zusätzlich zur eigenen Verlustwärme. Deshalb lohnt es sich, bei der Bestellung drei Dinge festzuschreiben. Erstens: Das Netzteil sollte in Außenausführung vergossen (IP67) sein oder in einen eigenen geschützten, belüfteten Schrank kommen. Zweitens: Es sollte Leistungsreserve haben, also nicht auf 100 Prozent seiner Nennlast laufen – 20 bis 30 Prozent Reserve verlängern die Lebensdauer spürbar, weil sie die Betriebstemperatur niedriger halten. Drittens: Es sollte in servicefähiger Position sitzen, denn auch das beste Netzteil ist ein Verschleißteil, und der größte Teil der Tauschkosten entfällt nicht auf das Bauteil, sondern auf den Zugang. Bei einem gut geplanten Schild ist der Netzteiltausch eine halbe Stunde Arbeit, bei einem schlecht geplanten muss das ganze Schild von der Fassade.
Windlast und Unterkonstruktion
Ein großflächiges Firmenschild im Außenbereich ist im Grunde ein Segel an der Fassade, und entsprechend ist die Befestigung zu dimensionieren. Die Windkraft ist proportional zur Fläche, der Winddruck wächst mit dem Quadrat der Windgeschwindigkeit – deshalb springt die Belastung im Sturm unverhältnismäßig an, und deshalb ist nicht das Gewicht des Schilds die maßgebliche Größe. In der Praxis ist die entscheidende Frage ohnehin nicht das Schild, sondern der Untergrund: Worin wird befestigt? Bei massivem Ziegel- oder Betonmauerwerk ist die Lage einfach, doch an einer wärmegedämmten Fassade hält der Dübel durch die Dämmung hindurch nur, wenn er in die tragende Wand bindet, und zusätzlich muss die Durchführung abgedichtet werden. Bei schlecht abgedichteter Durchführung bekommt die Wand den Wassereintritt statt des Schilds. Deshalb verlangen die meisten Fachbetriebe vor dem verbindlichen Angebot einen Vor-Ort-Termin: Der Aufbau der Fassade bestimmt die Lösung mindestens so stark wie das Schild selbst.
Das Ausbleichen der Grafikschicht: die unsichtbare Alterung
Das Trägermaterial überlebt häufig die Grafik darauf. Außendrucke und Folien bleichen unter UV-Einwirkung aus, und zwar ungleichmäßig: Rote, magentafarbene und orange Pigmente verlieren typischerweise deutlich früher an Intensität als Blau oder Schwarz. Deshalb sieht ein mehrere Jahre altes Schild aus, als sei es ausgewaschen worden – die Logofarbe verschiebt sich, während die schwarze Beschriftung noch makellos ist. Folienhersteller ordnen ihre Produkte nach Außenhaltbarkeit ein: Bei Guss-Außenfolien (cast) steht typischerweise eine Einstufung von 5 bis 7 Jahren, bei monomeren kalandrierten Folien von 1 bis 3 Jahren, und eine UV-Laminierung erhöht das weiter. Die Einstufung unterscheidet sich je Produktfamilie, sie ist deshalb immer im Datenblatt der konkreten Folie zu prüfen. Kommt es auf die Genauigkeit der Markenfarbe an – etwa bei einem Franchise-Erscheinungsbild –, sollten Sie Qualitätsklasse der Folie und das Vorhandensein der Laminierung gesondert im Angebot festschreiben, denn dieser Posten ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, im Preis dagegen schon.
Wovon hängt der Preis eines Firmenschilds für den Außenbereich ab?
Statt eines konkreten Betrags lohnt es sich, die Preisfaktoren zu kennen, denn mit ihnen wird jedes Angebot vergleichbar. Fünf Dinge bewegen den Preis. Das erste sind Flächengröße und Konstruktion: Eine flache Platte und ein plastischer Leuchtkasten mit gekanteter Zarge sind nicht dieselbe Fertigungsarbeit. Das zweite ist die Materialqualität: Edelstahl-Verbindungselemente in A4, Gussacryl, Gussfolie – alle drei sind teurer als die Grundvariante, und alle drei kaufen unmittelbar Lebensdauer. Das dritte ist die Beleuchtung: ob überhaupt, und wenn ja, einfache Hinterleuchtung oder steuerbare LED-Fläche mit wechselbarem Inhalt. Das vierte ist die Montage: Zwischen einer Montage im Erdgeschoss von der Leiter aus und einer Arbeit mit Hubarbeitsbühne und Verkehrssicherung liegt ein großer Unterschied. Das fünfte ist die Unterkonstruktion: Konsole, Mast, Fassadenabstützung. In einem detaillierten Angebot müssen diese Posten in eigenen Zeilen stehen – steht dort nur eine Endsumme, gibt es nichts zu vergleichen.
Wartung, die Jahre hinzufügt
Die Wartung eines Firmenschilds im Außenbereich ist wenig Arbeit, aber nicht null. Einmal im Jahr lohnt es sich, vier Dinge durchzusehen: den Anzug und Korrosionszustand der Befestigungen, die Unversehrtheit der Dichtungen, die Freiheit der Wasserablaufbohrungen (die Spinnweben und Staub regelmäßig zusetzen) sowie bei Leuchtschildern die Gleichmäßigkeit der Helligkeit. Die Reinigung sollte mit einem milden, pH-neutralen Mittel und einer weichen Bürste erfolgen: Lösemittelhaltige Reiniger und ein grober Schwamm trüben die Acrylfront dauerhaft ein. Ein verfärbtes, verschmutztes Schild ist zudem nicht nur eine Frage der Ästhetik – abgelagerter Schmutz bindet Feuchtigkeit an der Oberfläche, was die Alterung beschleunigt. Der größte Gewinn der regelmäßigen Durchsicht ist, dass sich der Fehler an seinem Anfang abfangen lässt: Eine gelockerte Dichtung zu tauschen kostet einen Bruchteil dessen, was der nachträgliche Ersatz durchnässter Elektronik kostet.
Genehmigung: bevor Sie in die Fertigung gehen
Ob und in welcher Form ein von öffentlichem Grund aus sichtbares Firmenschild, ein Auslegerschild oder eine Geschäftsbeschriftung genehmigungs- oder anzeigepflichtig ist, richtet sich nach den örtlich geltenden Vorschriften, und diese unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich: In historischen Innenstädten sind die Beschränkungen üblicherweise strenger als in einem Gewerbegebiet. Auch konkrete Vorgaben zu Größe, Material und Erscheinungsbild können örtlich geregelt sein, ebenso die Nutzung des Luftraums über öffentlichem Grund bei einem auskragenden Auslegerschild und die zulässige Leuchtdichte nach Einbruch der Dunkelheit. Klären Sie deshalb vor der Fertigung bei der zuständigen Stelle Ihrer Gemeinde, welches Verfahren an Ihrem Standort gilt und mit welchen Fristen zu rechnen ist. Bei einer Mietimmobilie kann zusätzlich die Zustimmung des Eigentümers, an der Fassade einer Eigentümergemeinschaft die Entscheidung der Gemeinschaft nötig sein. Der praktische Rat ist einfach: Die örtlichen Vorgaben gehören vor die endgültige Festlegung von Größe und Material, denn ein gefertigtes, aber nicht anbringbares Schild ist ein Totalverlust. Diese Zusammenstellung ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Experten-Tipp
Holen Sie zwei Angaben ins Angebot, die fast nie erfragt werden: die Schutzart des Netzteils (bei einem Leuchtschild im Außenbereich ist eine vergossene Ausführung nach IP67 ideal) und seine Leistungsreserve. Ein mit 20 bis 30 Prozent Reserve dimensioniertes, vor Wärmebelastung geschütztes und an servicefähiger Stelle sitzendes Netzteil trägt mehr zur Lebensdauer bei als jede Materialaufwertung am Schild. Und fragen Sie mit einem einzigen Satz auch, wo eingedrungene Feuchtigkeit wieder entweicht – antwortet der Ausführende sofort mit der Lage der Wasserablaufbohrungen, sind Sie an der richtigen Stelle.
Häufige Fehler
1. PVC-Hartschaumplatte (Forex-Typ) wird für den Außenbereich bestellt, weil sie günstiger ist – auf großer Spannweite verzieht sie die Wärmeausdehnung, und ohne UV-stabilisierte Qualität versprödet und bleicht sie aus; der Austausch kostet mehr als die anfängliche Differenz. 2. Die Acrylfront wird starr und straff verschraubt: Über die jährliche Temperaturspanne von rund 90 Grad reißt sie die eigene Ausdehnung an den Bohrungen. 3. Für ein Aluminiumschild werden Schrauben aus Kohlenstoffstahl verwendet: Kontaktkorrosion beginnt, und an der Fassade läuft eine Rostfahne herunter. Bei verzinkten Schrauben schützt die Zinkschicht nur eine Weile; ist sie abgetragen oder beschädigt, landet man an derselben Stelle. 4. Es wird eine Edelstahlschraube ohne isolierende Unterlegscheibe gesetzt, im Glauben, hochwertige Verbindungselemente lösten das Metallpaar von selbst – dabei ist Aluminium auch gegenüber Edelstahl anodisch. 5. An der Unterseite des Leuchtkastens fehlt die Wasserablaufbohrung, sodass eingedrungene Feuchtigkeit dauerhaft auf der Elektronik bleibt. 6. Die Schutzart IP65 des Moduls wird geprüft, die des Netzteils dagegen nicht – dabei ist es der häufigste Ausfallpunkt. 7. Eine LED-Fläche für den Außenbereich wird mit Indoor-Helligkeit bestellt und ist bei Sonne unlesbar: Das fachliche Minimum sind 4.500 bis 5.000 Nit mit automatischer Helligkeitsregelung, unsere eigenen Outdoor-LED-Module liefern 5.000 bis 8.000 Nit – die Einstellung der Regelung ist also kein optionales Extra. 8. Die Unterkonstruktion wird auf das Gewicht des Schilds ausgelegt statt auf die Windlast, und an wärmegedämmten Fassaden wird nicht in die tragende Wand eingebunden.
| Material | Witterungsbeständigkeit | Erfahrungsschätzung zur Lebensdauer (kein Garantiewert) | Hauptschwäche | Wofür geeignet |
|---|---|---|---|---|
| Aluminium-Verbundplatte (3 mm) | Hervorragend – korrodiert nicht, wellt nicht | Schätzung: 10 bis 15 Jahre | Die Schnittkante: dort liegt der Kunststoffkern frei | Flaches, nicht leuchtendes Firmenschild, große Fläche |
| Aluminium-Profilrahmen / gekantete Alu-Zarge | Hervorragend – korrosionsbeständig, leitet auch Wärme ab | Schätzung: 15 bis 20 Jahre | Höherer Preis, verlangt präzise Fertigung | Rahmen von Leuchtkasten und plastischen Leuchtbuchstaben |
| Edelstahl (304 / 316) | Hervorragend; in chloridhaltiger Umgebung ist 316 nötig | Schätzung: über 20 Jahre | Gewicht, Fingerabdrücke, Preis | Premium-Auslegerschild, Fassadenbuchstaben, Tragkonsole |
| Pulverbeschichteter Stahl | Gut, solange die Beschichtung unversehrt ist | Schätzung: 8 bis 15 Jahre, je nach Zustand der Beschichtung | Bei Beschädigung der Beschichtung beginnt sofort Lochkorrosion | Tragmast, Konsole, Rahmenkonstruktion |
| Gussacryl (PMMA) | Hervorragende UV-Beständigkeit, vergilbt nicht | Schätzung: 10 bis 15 Jahre | Spröde und mit großer Wärmeausdehnung: ca. 70 bis 80 µm/m·K | Lichtdurchlässige Front von Leuchtschild und Leuchtbuchstaben |
| Polycarbonat (UV-geschützt) | Gut, herausragend schlagfest | Schätzung: 7 bis 12 Jahre, je nach Zustand der UV-Schutzschicht | Ohne UV-Schutzschicht vergilbt und verkratzt es | Front an vandalismusgefährdeten, bodennahen Standorten |
| PVC-Hartschaumplatte (Forex-Typ) | Draußen schwach; mit UV-stabilisierter Qualität besser | Wenige Jahre – die Herstellerangaben streuen stark | Große Wärmeausdehnung: verzieht sich auf großer Spannweite; UV-Versprödung | Temporäres Schild, Nutzung im Innenbereich |
| Outdoor-LED-Modul, IP65 | Hervorragend – staubdicht, strahlwassergeschützt; 5.000 bis 8.000 Nit | Datenblattwert: 100.000 Betriebsstunden (Typ L50) – bei 12 Stunden täglich über 20 Jahre | Das Netzteil altert weit vor der LED | Outdoor-LED-Fläche mit wechselbarem Inhalt |
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