Röviden

Feste Anzeigeflächen entstehen bei uns aus liegenden Kacheln: jede 32 Zentimeter breit, 16 Zentimeter hoch. Alles Weitere – Format, Rahmen, Gewicht, Wartungszugang und Anschlusswert – folgt daraus. Die nachstehenden sechs Fragen stellen wir in dieser Reihenfolge, weil jede Antwort die nächste eingrenzt. Wer sie vor der ersten Preisangabe beantwortet, bekommt eine Zahl, die auch nach der Montage noch stimmt.

LED-Wand Nürnberg — Fertigung, Montage, Angebot

Germany 633 km vom Werk in Győr

Nürnberg ist von Győr aus die nächstgelegene deutsche Großstadt unserer Liste: 633 Straßenkilometer, eine Fahrt, die vor dem Frühstück beginnt und mittags am Aufstellort endet. Das ist kein Nebensatz, sondern verändert die Projektplanung. Wo wir für Ziele im Norden einen Vorbereitungstag und Übernachtungen einrechnen, lässt sich in Nürnberg ein Aufmaßtermin am Vormittag und ein Rückweg am selben Abend abbilden. Für Bauherren im Messezentrum Langwasser, in der Südstadt oder entlang des Frankenschnellwegs bedeutet das kürzere Wege bei Änderungen – und günstigere Serviceeinsätze über die gesamte Nutzungsdauer.

Warum endet jede Planung bei 32 und 16 Zentimetern?

Die Kachel bestimmt das Endmaß

Weil die Bildfläche aus gleichen Stücken zusammengesetzt wird und diese Stücke ein festes Maß haben. Eine Wand wächst deshalb ausschließlich in Sprüngen von 32 Zentimetern in der Breite und 16 in der Höhe. Ein Beispiel aus einem Autohaus an der Ausfallstraße: Gewünscht war eine Fläche von fünf mal drei Metern. Gebaut wurde sie mit fünfzehn Kacheln nebeneinander und achtzehn Reihen übereinander, also 4,80 mal 2,88 Meter. Die Differenz verschwand im Rahmen und in der Wandnische. Diese Umrechnung machen wir vor jedem Angebot; sie dauert zehn Minuten und verhindert die unangenehmste aller Baustellendiskussionen.

Wie nah kommt der erste Betrachter heran?

Der kürzeste Abstand entscheidet, nicht der durchschnittliche

Maßgeblich ist immer die geringste Entfernung, aus der jemand ernsthaft hinschaut – nicht der Platz, an dem die meisten Leute stehen. In einem Ausstellungsraum, in dem Kunden bis auf zwei Meter herantreten und Details vergleichen, liegt der sinnvolle Bereich bei P1.5 bis P2.5. In einem Saal mit erster Stuhlreihe bei sechs Metern reicht P2.5 bis P4. Hängt die Fläche über einem Tor und wird aus zwanzig Metern erfasst, ist P4 bis P8 richtig, und feiner zu bauen erhöht nur den Preis. Wir schreiten diesen Abstand vor Ort ab, statt ihn aus dem Grundriss zu schätzen.

Gehört die Fläche nach draußen an die Fassade?

Dichtes Gehäuse und ein Vielfaches an Leuchtdichte

Im Freien ändert sich die gesamte Bauart. Das Gehäuse ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, Schutzart IP65, und die Leuchtdichte liegt in einer anderen Größenordnung: Sie setzt bei 4.500 nit an und reicht bis 5.500 nit, wo die Sonne mittags voll auf die Fläche trifft. Innen wären solche Werte unerträglich, dort bleiben wir bei 700 bis 800 nit. Dazu kommen Fragen, die drinnen niemand stellt: Windlast, Wasserführung hinter dem Gehäuse, Zugänglichkeit in der Höhe und eine abendliche Absenkung, damit aus der Anzeige nach Ladenschluss keine Blendquelle im Wohnumfeld wird.

Wann genügt ein Gerät auf Rollen?

Das LED-Poster als eigenständige Antwort

Immer dann, wenn Sie eine Bildfläche brauchen, aber keinen Handwerker an der Wand. Das LED-Poster ist ein stehendes digitales Plakat: 640 mal 1920 Millimeter Bildfläche auf einem 201 Zentimeter hohen Fahrgestell, 45 Kilogramm schwer. Es wird nicht befestigt, sondern geschoben und eingesteckt – kein Gerüst, kein Hubsteiger, keine Verankerung, keine statische Beurteilung. Für eine Filiale am Aufseßplatz oder ein Ladenlokal an der Breiten Gasse ersetzt es das gedruckte Plakat im Fenster, und zwar dauerhaft. Der große Vorzug liegt in der Erweiterbarkeit: Die Geräte lassen sich in Reihe schalten und als eine einzige Bildfläche betreiben. Sie beginnen mit einer Einheit am Eingang, stellen im nächsten Jahr zwei weitere daneben und haben dann eine durchgehende Darstellung, ohne das erste Gerät zu ersetzen. Angeboten wird es als P1.5 GOB, P2 GOB, als P2.5 für innen und als kabinettierte P2.5-Ausführung für draußen – alle vier auf demselben Fahrgestell.

Wie kommt der Inhalt in die Anlage, wenn kein Rechner danebensteht?

Livebild oder hinterlegter Ablauf

Der erste Weg ist eine ständig anliegende Bildquelle über HDMI: ein Medienspieler, ein Rechner, eine Kamera aus dem Nebenraum. Der zweite kommt ohne angeschlossenes Gerät aus – der fertige Ablauf liegt im Steuerteil und startet nach Zeitplan, Tag für Tag. Neue Dateien übergeben Sie drahtlos aus dem Hausnetz, über eine Netzwerkdose oder mit einem Speicherstick; eine eigens gezogene Datenleitung bis zur Fläche entfällt. In der Praxis nutzen die meisten Häuser beides: der Ablauf läuft im Normalbetrieb, und für Veranstaltungen wird kurzfristig ein Livebild aufgeschaltet.

Was ändert die kurze Anfahrt von 633 Kilometern?

Ein Tag statt drei

Sie verkürzt jeden Schritt. Ein Aufmaßtermin in Nürnberg ist an einem Tag machbar, ohne Übernachtung. Die Montage einer mittleren Innenfläche schaffen zwei Monteure in einem Arbeitstag, Anreise am Vorabend. Für einen späteren Serviceeinsatz gilt dasselbe – deshalb fallen bei Anlagen in Nordbayern die Auslösungs- und Übernachtungspositionen im Angebot deutlich kleiner aus als bei Zielen im Norden Deutschlands. Anfahrt und Kilometer weisen wir dennoch als eigene Zeilen aus, damit Sie den Anteil sehen. Zur Lieferung gehören Reservebauteile; die Gewährleistung beträgt zwölf oder vierundzwanzig Monate, je nach vereinbarter Ausführung.

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